Zeichen

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Hunde sind abergläubische Tiere. Sie achten überaus sorgfältig auf Ereignisse, durch die sie andere vorhersehen können. Das Geräusch der sich öffnenden Kühlschranktür kündigt Futter an. Das Geräusch deines Autos bedeutet, dass du gleich heimkommst. Sie erkennen Anzeichen, deren wir uns nicht einmal bewusst sind. Wenn ich mich zum Fortgehen fertigmache, kann meine Hündin eigentlich gar nicht wissen, ob ich sie mitnehmen will oder nicht, aber wenn ich sie mitnehme, springt sie schwanzwedelnd vor der Tür herum, und wenn ich sie daheim lasse, steht sie vor ihrer Box.

Also ist es eigentlich kein Wunder, dass Hunde Zeichen und Signale lernen, auch wenn wir sie so entsetzlich unverständlich erklären. Aber natürlich wird dein Hund lernen, deine Zeichen besser und exakter zu befolgen, wenn du sie richtig einführst.

Hier steht Banner w200-rightWenn du das erste Mal ein Verhalten trainierst, sag am besten gar nichts. Lass deinen Hund sich darauf konzentrieren, was du willst. Zuerst kommt das Verhalten. Du wartest ab, bis dein Hund dir das gewünschte Verhalten von sich aus anbietet. Erst wenn du dir sicher bist, dass du das gewünschte Verhalten bekommst, und zwar genau so, wie du es willst, kannst du anfangen, das Zeichen zu geben, während der Hund das Verhalten ausführt. Du verwendest das Wort nicht, um deinem Hund zu sagen, dass er etwas machen soll, sondern sagst das Wort nur, damit er es mit dem Verhalten verbinden kann, das er gerade ausführt. Wiederhole dies mehrmals und dann prüfe, ob er dich verstanden hat, indem du das Wort sagst und seine Reaktion beobachtest. Wenn er das Wort hört und das Verhalten ausführt – “Oh, jetzt hab ich’s: ‘Sitz’ bedeutet, meine Hinterbeine zusammenzuklappen, stimmt’s?” – großartig, clicke und belohne ihn großzügig. Wenn er hingegen das Wort hört und nichts oder etwas anderes macht, dann stufe die Anforderungen herab und sage das Wort noch ein paar Tage lang, während dein Hund das Verhalten gerade ausführt.

Und sobald das Verhalten mit dem Zeichen verknüpft ist, verwendest du es natürlich, um das Verhalten zu bekommen. Wenn du das Signal einsetzt und dein Hund nicht das gewünschte Verhalten zeigt – nun, einmal ist keinmal. Beim zweiten Mal ist es ein Problem. Wenn du bemerkst, dass du ein Signal wiederholen musst oder ein Signal für ein Verhalten gibst und dein Hund ein anderes zeigt, auch wenn es nur ein bisschen verkehrt ist, höre sofort auf, dieses Signal zu verwenden. Geh zurück, trainiere das Verhalten neu und setze dann wieder das Zeichen ein. Erst wenn dein Hund richtig verknüpft hat, machst du weiter.

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