Verhalten erzielen

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Es gibt drei Wege, um ein gewünschtes Verhalten zu erzielen.

ABWARTEN: Hunde schlafen nicht im Stehen. Sogar der lebhafteste Welpe legt sich irgendwann mal hin. Clicke, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.
Vorteil: Es ist überaus einfach für dich als Ausbilder und der einzige Weg, um ein Verhalten wie Schütteln oder Niesen zu erhalten.
Nachteil: Es ist nicht anwendbar bei Verhaltensweisen, die dein Hund nicht von sich aus zeigt.
Hinweis: Eine gute Vorbereitung entscheidet hier über Erfolg oder Misserfolg und darüber, ob dein Hund das Verhalten überhaupt anbietet. Ein nasser Hund z.B. schüttelt sich eher als ein trockener Hund.

LOCKEN: Locke deinen Hund mit einem Leckerli, einem Spielzeug oder einem Target dahin, wo du ihn haben willst. Die Nase wird hochgeführt, das Hinterteil geht runter – voilà, er sitzt!
Vorteil: Es fällt sowohl dem Hund als auch dem Ausbilder leicht und ist bei vielen Verhaltensweisen der schnellste Weg. Außerdem lassen sich viele Lockgesten nahezu automatisch in ein Sichtzeichen umwandeln.
Hier steht Banner w200-rightNachteil: Wenn du zu oft lockst, wird dein Hund dieses Verhalten nur noch zeigen, wenn er das Lockmittel, insbesondere das Leckerchen oder Spielzeug, auch sieht. Der Hund kann auch entscheiden, dass ein Leckerli nicht gut genug ist, um ein ungeliebtes Verhalten auszuführen.
Hinweis: Versuche, das Lockmittel so schnell wie möglich auszuschleichen.

SHAPING: Zerlege das gewünschte Verhalten in winzige Schritte und belohne den Hund dafür, dass er sie so selbstständig wie möglich findet.
Vorteil: Du kannst viele Verhaltensweisen erzielen, die anders nicht erreichbar sind, es lehrt den Hund und den Ausbilder, kreativ zu sein, und der Hund überwindet seine Furcht oder seinen Widerwillen, weil er in ganz kleinen Schrittchen an das Zielverhalten herangeführt wird: „Ich verlange gar nicht, dass du in die Box gehst, es reicht, wenn du sie anschaust.”
Nachteil: Es ist schwer, das Shapen ohne Anleitung zu erlernen. Der Ausbilder muss mehr nachdenken.
Hinweis: Zu Beginn solltest du eine Liste mit mindestens zehn Schritten für das Verhalten aufstellen, das du shapen willst. Wenn du noch keine Erfahrung damit hast, fang mit einem Verhalten an, dass nicht so wichtig für dich ist: Shape die “Rolle” oder Drehungen, und nicht das perfekte “Bei Fuß” für Obedience oder den rasanten Slalomlauf für’s Agility. Wenn es nicht klappt, bist du wahrscheinlich frustriert, aber es wirft nicht deine gesamte Ausbildung zurück.

Wenn du deinen Hund trainierst, wirst du sehr selten nur eine Methode allein anwenden. Ausbilden ist die Kunst, diese drei Methoden zu einer Anleitung zu verschmelzen, die dein Hund leicht versteht.

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