Sitz-Bleib – Seite 1

SITZ-BLEIB

Der Hund setzt sich hin und bleibt sitzen, während du 6 m von ihm weg und wieder zurück gehst. Es können zusätzliche Signale für das “Bleib” gegeben werden. Ein formeller Abschluss ist nicht erforderlich.

DARUM GEHT’S:
Das Gute daran, wenn du das Platz-Bleib vor dem Sitz-Bleib trainierst, ist, dass ein Platz-Bleib für den Hund leicht zu verstehen ist und er daher auch das Bleib beim Sitz-Bleib leichter umsetzt.
Das Schlechte daran, wenn du das Platz-Bleib vor dem Sitz-Bleib trainierst, ist, dass dein Hund wahrscheinlich glauben wird, dass ein Bleib ein Platz-Bleib ist.
Es ist sehr wichtig, sich davon nicht frustrieren zu lassen. Denn es ist für deinen Hund wirklich schwer zu verstehen, dass “Bleib” eben nicht “Platz-Bleib” bedeutet, sondern “Bleibe in der Stellung, in die ich dich gerade gebracht habe.”

Hier steht Banner w200-leftALLER ANFANG IST LEICHT:
Verlange ein Sitz, dann gib ihm, während er sitzt, ein Leckerlifeuerwerk mit etwa zehn Leckerli ganz schnell hintereinander weg, damit er nur noch an “Sitz” denkt. Dann beginne mit den “300 Pick”-Sitz. Verlange ein Sitz, zähle “eins”, C&B. Versuche, ihm nach jedem ausgezählten Sitz das Futter direkt in die Schnauze zu stecken. Wenn du das nicht schaffst, geht die Welt auch nicht unter, aber versuchen solltest du es. Sitz, zähle bis zwei, C&B. Sitz, zähle bis drei, C&B, und so weiter und so fort. Deine Kriterien sind hierbei immens wichtig. Unter gar keinen Umständen willst du deinem Hund beibringen, dass er während eines Sitz-Bleib irgendetwas anderes als Kopf oder Schwanz bewegen darf. Wenn er auch nur eine Pfote bewegt oder mit seinem Hintern rumrutscht, ist es kein Sitz-Bleib mehr. Wenn ihr unter zehn Sekunden seid und er seine Position aufgibt, verlange ein Sitz, gib ihm ein Leckerlifeuerwerk mit fünf Leckerli und fange wieder bei einer Sekunde an. Habt ihr bereits zehn Sekunden geschafft, wenn ihm ein Fehler unterläuft, kannst du das Leckerlifeuerwerk weglassen und gleich wieder bei einer Sekunde Sitz-Bleib beginnen.

WAS IST, WENN…
… ER AUFSTEHT, WENN ICH CLICKE?

a) Das ist kein Problem, der Click beendet das Verhalten. Wenn du clickst, hat dein Hund schon getan, was du wolltest. Problem gelöst.

b) Wenn du meinst, es wäre trotzdem besser, wenn er beim Click nicht aufsteht, stell dich näher zu deinem Hund und halte das Leckerchen parat, damit du es sofort nach dem Click in seine Schnauze stecken kannst. Übe zehnmal Sitz-Bleib für eine Sekunde, dann zehnmal Sitz-Bleib für zwei Sekunden, und steigere das allmählich, bis dein Hund sich sagt, “ach was, da bleibe ich doch lieber gleich sitzen.” Ailsby’s Prinzip der Faulheit besagt, dass dein Hund in der Stellung bleiben wird, wenn er weiß, dass das Nächste, was du verlangen wirst …. lass mich mal überlegen, 217 Sitz nacheinander, vielleicht noch ein Sitz ist? Warum soll er sich die Mühe machen, aufzustehen, wenn du ihn sowieso gleich wieder zu einem Sitz aufforderst? Denke aber trotzdem immer daran, dass der Click das Verhalten beendet. Wenn du zu langsam bist und dein Hund aufsteht, verlangst du einfach noch mal ein Sitz und fängst wieder von vorne an.

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