Pflege und Umgang – Seite 1

PFLEGE UND UMGANG

Der Hund lässt dich seine Ohren, den Schwanz und die Pfoten berühren und bewegen (aber bitte nicht ziehen!). Du kannst das auf einem Tisch oder dem Fußboden machen. Der Hund darf dabei minimales Unbehagen zeigen.

DARUM GEHT’S:
Ganz egal, was ein Hund gelernt hat und was für fantastische Sachen er macht – wenn man ihn nicht im täglichen Leben und bei kleineren Notfällen gefahrlos berühren und mit ihm umgehen kann, ist er nur ein wildes Tier, das in deinem Haus lebt. Ohren saubermachen, Zähne reinigen, Krallen schneiden, Analdrüsen ausdrücken, Haare schneiden, bürsten, baden, Verletzungen untersuchen – Tierhaltung erfordert nun mal, dass du dein Tier pflegen und versorgen kannst, ganz zu schweigen vom täglichen Umgang. Wenn auch andere Leute mit deinem Hund zwanglos umgehen können, ohne sich Sorgen um seine Reaktionen machen zu müssen, wird dein Tierarzt dich lieben, dein Hundefriseur wird dich lieben, du wirst eine ganze Menge Geld bei der Pflege und Versorgung sparen und eine ganze Menge Sorgen, weil dein Hund nicht deinem Nachbarn gegenüber zahngreiflich wird. Aber bitte sei dir bewusst, das wir hier den Hund lediglich aus einem gewissen Unbehagen herausholen können. Wenn dein Hund ernsthaft versucht, dich oder andere zu beißen, hole dir bitte schnellstens Hilfe von einem professionellen Hundeausbilder.

Hier steht Banner w200-leftALLER ANFANG IST LEICHT:
Ob dein Hund sich jetzt gerne bürsten und versorgen lässt oder nicht, betrachte dies als ein weiteres Verhalten, das trainiert werden muss. Es kann auch passieren, dass dein Hund eine wunde Pfote oder ähnliches hat und du in deinem Training zurückfällst, weil er nicht will, dass du sie berührst.

Dein Hund fühlt sich wohl, wenn du ihn irgendwo am Körper berührst und streichelst (wenn du deinen Hund überhaupt nicht streicheln kannst, brauchst du einen professionellen Trainer, der mit euch arbeitet). Berühre ihn dort zehn Mal und clicke und belohne jede Berührung. Fass ihn nicht zu vorsichtig an – du willst ihn ja nicht kitzeln. Die meisten Tiere akzeptieren eine ruhige, feste Berührung (keinen Klaps!) besser, als eine kitzlige, leichte Berührung. Arbeite dich langsam zu seinen Ohren vor. Wenn du näher an seine Ohren herankommst, arbeite etwas an der Dauer der Berührung. Clicke für eine Berührung von einer Sekunde, clicke für zwei Sekunden, und erhöhe allmählich auf zehn Sekunden. Wenn du seine Ohren erreicht hast, berühre und liebkose sie sanft, aber clicke weiter (Anm.d.Ü.: mit der anderen Hand clicken, nicht mit der am Ohr!). Wenn er gerne gekrault wird, dann gibt es hier kein Problem, aber wenn nicht, musst du ihn unbedingt stetig belohnen.
Dann arbeite dich allmählich seinen Körper entlang bis zum Schwanz herunter. Am Anfang ist es unwichtig, ob er sitzt oder steht. Fahre mit deiner Hand an seinem Schwanz herunter, halte ihn leicht fest, zieh sehr sanft daran. Höre nicht auf zu clicken, wobei jeder Click natürlich ein Leckerli für deinen Hund bedeutet.

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