Komm – Seite 2

WAS IST WENN…

… DER HUND NICHT ZUR NÄCHSTEN PERSON GEHEN WILL:
Bloß keine Panik. Ein Teil dieses Spiels besteht aus Menschen-die-Futter-haben-aber-nicht-an-Hunden-interessiert-sind-Zen. Bleib’ stehen und sieh’ nach oben. Wenn der Hund wirklich nicht gehen will, weil er so fixiert auf deine Leckerli ist, kann die andere Person kommen, ihm ein Leckerli ins Maul stecken und danach mit zehn oder zwanzig Leckerlis als Leckerlifeuerwerk seine Meinung ändern.

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… ER DAS FALLENDE LECKERLI NICHT MITBEKOMMT:
Das kommt häufig bei Welpen vor, weil ihre Augen noch nicht so weit entwickelt sind, um Dingen zu folgen, die durch ihr Blickfeld fallen. Versuch, härtere Leckerli zu nehmen oder sie auf einen harten Boden fallen zu lassen, so dass der Hund sie hören kann. Oder vollführe eine mehr als deutliche Armbewegung – hier ist es, hier ist es, uuuund JETZT kommt’s!

… ER SICH WEIGERT, SICH EINER PERSON ZU NÄHERN:
Wir haben dieses Spiel schon mit Hunden gespielt, die jahrelang darauf trainiert wurden, nicht zu kommen. Einer der Hunde war dermaßen misstrauisch der ganzen Sache gegenüber, dass wir erstmal ein Geräusch gemacht haben, damit er überhaupt zu jemanden hinsieht, und dann das Leckerli direkt vor seine Füße geworfen haben. Nach einigen Minuten ging er dann einen Schritt in Richtung der Person, um ein Leckerli aufzunehmen, dann zwei Schritte, und innerhalb von 15 Minuten rannte auch er voller Freude zwischen den Personen hin und zurück.

Hier steht Banner w200-rightWIE SAG ICH’S MEINEM HUNDE:
Es ist an der Zeit, ein Signal einzuführen, wenn dein Hund dir das erwünschte Verhalten von sich aus anbietet. Das bedeutet, dass du vorher alles Mögliche sagen kannst, um den Hund zu dir zu locken, aber nicht die “richtigen” Worte, die du dann für den Rest seines Lebens verwenden möchtest. Ich selbst möchte, dass der Name des Hundes und “Komm” seine “richtigen” Komm-Signale sind, benutzte sie also nicht, wenn ich ihm dieses Spiel beibringe.

Früher oder später wird der Hund das Spiel begreifen und wissen, dass ihn nach einem Leckerli die andere Person rufen wird. Dann schnappt er sich das Leckerli und rennt zum Nächsten. Jetzt zeigt er von sich aus das Verhalten, dass du möchtest. Jetzt kannst du ihm beibringen, wie die richtigen Worte für dieses Verhalten lauten. Wenn er sich also umdreht, um zum nächsten Leckerli zu laufen, ruf „Komm!“ oder welches Wort auch immer du

verwenden möchtest.

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