Komm – Seite 1

KOMM

Der Hund spielt das Komm-Spiel zwischen dem Halter und einem Freund oder einer unbekannten Person, die etwa 6 m voneinander entfernt stehen. Ein Zeichen ist wünschenswert, aber nicht erforderlich.

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DARUM GEHT’S:
Wenn ich nur noch ein einziges Spiel mit meinem Hund spielen könnte, wäre es wohl dieses. Es ist unglaublich, dass euch ein einziges, einfaches Spiel so viel erstaunlichen Nutzen bringen kann. Das Komm-Spiel bringt dem Hund bei, zu Menschen zu gehen, die ihn rufen. Abgesehen davon, dass ich meinen Hund tausende Male am Tag rufe – wenn ich ihn jemals verlieren würde, wäre es mir lieber, wenn er ein langes und glückliches Leben bei jemand anderem führt, als wenn er plattgefahren auf der Straße endet, weil er Angst hatte, sich einer anderen Person zu nähern. Dieses Spiel bringt dem Hund bei, zu einer Person zu gehen, die ihn gerade ruft.

Es lehrt ihn, Verlockungen zu widerstehen, von denen er sehr wohl weiß, dass sie da sind. Es lehrt ihn, sich Personen zu nähern und dabei nach unten zu sehen, anstatt an ihnen hochzuspringen. Es lehrt ihn, sich zu setzen, wenn er jemanden begrüßt. Es zeigt ihm, dass es ganz toll ist, denjenigen zu treffen, der einen ruft. Kinder lernen eine nützliche und lustige Art, mit einem Hund zu umzugehen. Das ist ein großartiges Spiel!

Weitere Informationen darüber, wie man ohne Futter an einem Verhalten arbeitet, findest du unter Level 2 bei “Sitz” und “Platz”.

Hier steht Banner w200-rightALLER ANFANG IST LEICHT:
Du kannst dieses Spiel mit beliebig vielen Leuten spielen. Weil es einfacher zu beschreiben ist, geht es uns hier aber nur um zwei Personen. Wenn ihr euch alleine in einem Raum befindet, spielt es bitte ohne Leine. Solltet ihr euch allerdings in einem Raum voller Hunde und Menschen oder draußen im Park befinden, kann der Hund an einer langen Leine gehalten werden.

Stellt euch ein wenig voneinander entfernt auf – wie weit, hängt ganz vom Hund ab. Wenn ihr euch ziemlich sicher seid, dass er kommen wird, könnt ihr euch 5 m voneinander entfernen. Wenn ihr euch ziemlich sicher seid, dass er es nicht macht, sollten es nur 2 m sein. Ihr beide habt Leckerli und Clicker (oder es clickt einer für beide, falls ein Kind oder ein Fremder mitspielt). Person A ruft den Hund. Da wir erst beginnen, dem Hund das Kommen beizubringen, verwendet nicht das “K”-Wort (“Komm”) oder den Namen des Hundes. Es gibt viele andere Möglichkeiten, einen Hund zu rufen – “Hundi, Hundi, Hundi!” oder “Hey, Wauwi, Wauwi!” – seid kreativ!
Während Person A den Hund ruft, schaut Person B nach oben. Warum? Weil es sogar einem untrainierten Hund schwer fällt, sich von einer Person wegzubewegen, die ihn anstarrt.
Person A ruft also den Hund. Wenn dieser auf dem halben Weg zu ihr angelangt ist, clickt sie und lässt ein Leckerli zwischen ihre Füße fallen. Es ist nicht schlimm, wenn es wegrollt, das wird bald besser funktionieren. Der Hund frisst das Leckerli. Ende von Runde 1.
Nun schaut Person A nach oben. Ich sehe gar keinen Hund. Ich interessiere mich gar nicht für den Hund. Person B sieht den Hund an und ruft ihn. Der Hund möchte Person A nicht verlassen, weil von Person A ein Leckerli kam. Aber Person A schaut nach oben. Person B ruft weiter, bis der Hund in ihre Richtung kommt. Wenn der Hund zur Hälfte bei ihr ist, clickt sie und lässt ein Leckerli zwischen ihre Füße fallen. Der Hund frisst das Leckerli. Ende von Runde 2.

Wiederholt das Ganze, bis der Hund versteht, dass die andere Person das nächste Leckerli bereit hält.
Wenn der Hund das Spiel begreift, wird er das Leckerli von Person A fressen und sich gleich umdrehen, um zum Leckerli von Person B zu rennen. Jetzt hat er es verstanden!

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