Geh an deinen Platz

GEH AN DEINEN PLATZ

Dein Hund geht auf angemessene Zeichen hin aus 3 Metern Entfernung auf seine Decke, sein Körbchen usw. und bleibt dort 2 Minuten ohne Getue liegen.

DARUM GEHT’S:
Nicht vergessen: wenn du die Entfernung erhöhst, verringerst du die Zeitdauer, und umgekehrt. Ein zuverlässiges Hörzeichen zu etablieren ist hierbei besonders wichtig.

ALLER ANFANG IST LEICHT:
Es ist egal, ob du zuerst die Entfernung oder die Dauer erhöhst – such’s dir aus. Die besten Ergebnisse – oder zumindest schnell sichtbare – erzielt man wahrscheinlich, wenn man abwechselnd an beiden Kriterien arbeitet.
Ein Beispiel: du arbeitest zuerst an der Entfernung. Er geht ja schon aus einer Distanz von 1,50 m auf seinen Platz. Jetzt erhöhst du die Distanz langsam, bis er sich auch aus zwei Metern Entfernung auf seinen Platz schicken lässt. Dein Hund bleibt dabei nur etwa 5 bis 10 Sekunden auf seinem Platz.

Klappt das, verringerst du die Entfernung wieder auf 1,5 m und sicherst das “Bleiben auf seinem Platz” über eine Minute ab. Entfernung 1,5 Meter, Zeitdauer eine Minute – das heißt, Ihr habt jetzt im Prinzip die Anforderungen aus Level 3 noch mal wiederholt und gefestigt.

Als nächstes erhöhst du die Dauer des “Bleib” auf 80 Sekunden, immer noch aus einer Entfernung von 1,5 Metern.

Jetzt drehst du an der anderen Schraube: Entfernung. Dein Hund braucht nur noch – sagen wir Mal – 10 Sekunden auf seinem Platz bleiben, aber die Entfernung steigerst du allmählich auf 2,5 Meter.

Wenn dein Hund das gut macht, geht ihr wieder näher an seinen Platz ran; 2 Meter sind weit genug weg, weil ihr jetzt das Bleib bis auf 100 Sekunden steigert.

So, jetzt habt Ihr es fast geschafft. Du erhöhst jetzt wieder die Entfernung bis auf die gewünschten 3 Meter, dein Hund braucht dabei bloß 20 Sekunden auf seinem Platz zu bleiben.

Das Kriterium “Entfernung 3 m” habt ihr jetzt, es fehlt noch die Zeitdauer. Dafür verringerst du jetzt erst wieder die Entfernung auf 2,5 Meter und ihr arbeitet am Bleib, bis dein Hund zwei Minuten sicher an seinem Platz liegt. Erst, wenn er das gut und gerne macht, beginnst du, wieder die Entfernung zu erhöhen, bis ihr schließlich die Ziele “Entfernung 3 m” und “Zeitdauer 2 Minuten” erreicht habt.

SO GEHT’S WEITER:
Achte bei diesem Level besonders auf deine Signale. Schick ihn auf kurze Distanz auf seinen Platz, ohne dass er dort bleiben soll, und verschiebe dabei sein Körbchen oder seine Decke immer mehr. Jetzt muss er gucken, wo er hin soll – er muss seinen Platz finden.
Erst, wenn dein Hund das gut macht, egal wo sich Körbchen (oder die Decke) befinden, verwendest du wieder euer Hörzeichen. Das solltet ihr wirklich viel üben. In der schönsten Anwendung dieses Verhaltens kommt ihr auf einen Trainingsplatz, du gibst dein Zeichen für “Geh an deinen Platz”, und dein Hund rennt los und sucht sich einen passenden “Parkplatz” aus.
Wenn ihr so weit seid, kannst du auch etwas Sinnvolleres tun, als deinen Hund zwei Minuten lang anzustarren. Beginne wieder mit kurzen Entfernungen und kurzer Dauer und leg dabei die Wäsche zusammen. Spül ein paar Teller ab. Wisch den Boden auf. Geh’ nach nebenan. Wenn dein Hund wartet, während du dich bewegst, ist das eine ausgezeichnete Vorübung zum Warten auf dem Agility-Tisch oder das Warten an der Startlinie. Bleibt dein Hund brav liegen, wenn du raus gehst, ist das eine prima Vorbereitung auf die Obedience-Übung “Liegen ohne Sichtkontakt”.

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