Finish – Seite 2

WAS IST WENN…

… ER MEINEN AUGEN NICHT FOLGT? ER STEHT BLOSS RUM!
Hmm, wie kannst du ihm erklären, was du willst? Clicke und belohne großzügig den Blickkontakt, bevor du dich drehst. Achte darauf, dass du aus einem Blickkontakt “herausdrehst” – anders gesagt, drehe dich, anstatt zu clicken. Wenn du ihm ein Leckerli gibst und dich wegdrehst, wenn er gerade nach unten guckt und kaut, naja, vielleicht magst du nicht mehr spielen? Vielleicht gehst du auch los, um noch eine Handvoll Leckerchen zu holen. Vielleicht hat das Telefon geklingelt. Aber wenn du zehn Mal (oder zwanzig Mal, oder vierzig Mal) für Blickkontakt clickst und dich dann beim elften Mal abwendest, wirst du bestimmt seine Aufmerksamkeit erregen: “Hey, du Dummkopf! Wir spielen gerade! Wo bleibt mein Click?”

Oder setz dich hin, damit deine Augen näher bei deinem Hund sind. Clicke sehr, sehr schnell ungefähr eine Million Mal für Blickkontakt und dreh dich dann.

Oder du bekommst einen hysterischen Anfall, wenn du dich gedreht hast und du deinen Hund nicht mehr finden kannst. “Hilfe, mein Hund ist weg! Wo ist mein Hund?” Du möchtest, dass er herumkommt und sagt: “Hey, ich stehe direkt hier, vor dir, jetzt krieg dich mal wieder ein!”

Hier steht Banner w200-leftDreh dich schnell weg und clicke, wenn er dich wiederfindet. Dreh dich ganz langsam und clicke, auch wenn er nur einen winzigen Schritt macht, um dich nicht aus den Augen zu verlieren und den Blickkontakt zu halten.
Schau ihn nicht an! Wenn du für Blickkontakt clickst und dich drehst, aber nicht dabei wegschaust, dann braucht er sich nicht zu bewegen, um Blickkontakt zu halten. Stell dir vor, du hast ein Vergrößerungsglas, so groß wie ein Suppenteller, direkt vor dir am Gürtel befestigst. Stell dir vor, dein Hund wäre so klein, dass du ihn ohne diese Lupe überhaupt nicht sehen könntest. Er muss sich also vor dich stellen und hochschauen, bevor du ihn sehen und clicken kannst.

… ER KEINEN BLICKKONTAKT HALTEN KANN, WEIL ER GUCKEN MUSS, WO ER HINLÄUFT?
Übe erst mal ganz, ganz intensiv den Blickkontakt, wenn du stehst. Dann geh langsam ein Schrittchen zurück und clicke ihn, wenn er dabei Blickkontakt hält. Schau, ob er dir folgt und vorwärts läuft während du rückwärts gehst. Setz dich auf einen Stuhl und drehe dich langsam. Achte auf jede winzige Gewichtsverlagerung, auch wenn dein Hund noch keinen Schritt macht – solange er Blickkontakt hält und nicht herunterschaut, ist es einen Click wert!

WIE SAG ICH’S MEINEM HUNDE:
Ihr verwendet noch kein Zeichen oder Signal, weil ihr noch weit von dem fertigen Verhalten entfernt seid.

SO GEHT’S WEITER:
Probier mal Folgendes: Nimm seine wohlgefüllte Futterschüssel, aber anstatt sie auf den Boden zu stellen, drehst du ihm den Rücken zu. Wenn er nachgucken kommt und um dich herumläuft, stellst du ihm die Schüssel hin. Mach das auch, wenn du in der Küche Karotten schälst oder irgendetwas machst, wobei normalerweise etwas Feines für ihn abfällt. Und – clicke Blickkontakt. Überall, immerzu, wo auch immer, wann auch immer, clicke Blickkontakt. Wenn er bei Fuß laufen oder das Finish lernen soll, wird der Blickkontakt langsam komplizierter, er sollte es also schon richtig gut können!

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