Einführung in die Traininglevels von Sue Ailsby – Seite 3

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Am Spieletag zeigte ich ihr eine Flyball-Box. Ich clickerte das Berühren der Box mit der Pfote und warf einen Ball zur Belohnung. Die Box wurde ihr Pfotentarget. Ich zeigte ihr, dass sie auf dem Weg zu der Box über eine Hürde springen musste, der Ball würde dann aus der Box springen und sie müsse mir den Ball über die Hürde zurückbringen, damit sie das Ganze wieder machen könne. Dann zwei Sprünge, dann drei, dann vier. Ich brachte ihr Flyball in einer sechsminütigen Trainingseinheit bei. Da begannen mich die Leute zu fragen, bei welchem Team sie sei und wie viele Wettbewerbe sie schon gewonnen hätte. War sie so gut ausgebildet wie ein Flyball-Siegerhund? Natürlich nicht. Sie würde noch viel Training bis dahin brauchen. Aber zu diesem Zeitpunkt hätte sie in einer Flyball-Mannschaft laufen und ihre Arbeit gut machen können. Nach sechs Minuten.
Hier steht Banner w200-leftDann gingen wir zu den Karren. Das dauerte länger. Wir arbeiteten eine halbe Stunde mit den Karren. Danach konnte sie alles, was sie können musste, abgesehen von zwei sehr speziellen Fähigkeiten: zuversichtlich bei einer schweren Last anziehen und den Sulky seitwärts nach rechts tretend umzudrehen. Und wir hatten bereits begonnen, daran zu arbeiten. Nur eine halbe Stunde. Letztes Jahr bildete ich meinem Portugiesischen Wasserhund namens Scuba in einer Woche leichter Arbeit in den Anforderungen “Zugtestes für Anfänger” aus. Bitte denke daran, dass die körperliche Fitness eine ganz andere Sache ist!

Dann gingen wir zu einem Feld, auf dem sehr viele Container standen, in denen sich Leute verstecken konnten. Nach 10 Minuten sagte die Aufsichtsperson dieses Feldes zu mir: “Sue, wenn du den Leuten sagst, dass sie keine Such-und-Rette- (Search and Rescue, SAR) oder Fährtenarbeit macht, versuch wenigstens, dass es so aussieht, als ob sie nicht wüsste, wie man das macht, ok?” Zehn Minuten.
Am Ende des Tages war das Seminar ausgebucht.
Letzten Sommer erlangte Scuba ihre erste Hütehund-Qualifikation (den Titel, keine Instinktprüfung) in drei Wochen.

Wieso sind diese Dinge möglich? Ganz einfach, weil der Hund bereits weiß: Wir sind ein Team. Er WILL bereits neue Dinge lernen. Er weiß, was Selbstkontrolle oder Impulskontrolle ist. Und er fühlt sich auch bei fremden Hunden, fremden Leuten, fremder Ausrüstung und in fremden Situationen wohl.

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