Einführung in die Traininglevels von Sue Ailsby – Seite 1

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EINLEITUNG

Um an Obedience- oder Unterordnungsprüfungen teilzunehmen, muss ein Hund zuverlässig und regelkonform “Sitz”, “Platz” und “Steh” ausführen und in diesen Positionen unterschiedlich lange bleiben. Er muss tadellos bei Fuß gehen und schnell und eifrig auf Ruf kommen. Wenn er an Agility-Wettbewerben teilnehmen soll, muss der Hund möglichst schnell durch den Slalom und durch verschiedene Tunnelarten laufen, er muss über und durch verschiedene Hürden springen sowie den Laufsteg, die Wippe und die A-Wand überwinden. Hütewettbewerbe, Fährtensuche, Rallye-O, Schutzhund, Wasserprüfungen, Zuchtschauen, Flyball, Coursing, Apportierprüfungen, Schlittenhundrennen, Dogdancing – jeder Hundesport hat seine eigenen, ganz speziellen Anforderungen. Aber wenn ich Wettbewerbe, Trainings- und Übungsläufe beobachte, wird mir immer wieder bewusst, dass viele Probleme, welche die Hunde und ihre Ausbilder in der Prüfung haben, nicht in den spezifischen Anforderungen nach dem Regelwerk der jeweiligen Sportart liegen, sondern auf unausgesprochenen Grundlagen beruhen.

Hier steht Banner w200-rightDie Hunde sind bereits bei der Ankunft erschöpft von der Autofahrt. Das ganze Wochenende hindurch können sie sich nicht lösen. Sie springen auf andere Hunde zu oder schnappen. Sie erschrecken bei lauten und ungewohnten Geräuschen. Sie winseln und lärmen in ihren Boxen. Anstatt sich auf ihre Prüfung zu konzentrieren, untersuchen sie mitten in der Prüfung andere Hunde, Menschen oder Büsche. Sie suchen nach verlorenen Leckerlis. Sie scheinen mitzuarbeiten, aber sind nicht wirklich konzentriert bei der Sache. Oder sie zeigen außerhalb des Ringes hervorragende Leistungen, aber geraten außer Kontrolle, kaum dass sie ihn betreten. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Ausbilder und Hunde kehren frustriert und verärgert nach Hause zurück.

Das “geheime Wissen”, das diesen Ausbildern fehlt, ist dieses: Ein großartiger Turnier-Hund braucht die gleichen grundlegenden Fähigkeiten, die gleiche Basisausbildung wie ein großartiger Familien- oder Begleithund. Aber ob und wie weit ein Trainer auf diese Fähigkeiten und Verhaltensweisen hinarbeitet, bleibt ganz und gar ihm überlassen. Es ist offensichtlich, dass ein Hund, der “nur” in einem Haushalt lebt, nicht das gleiche Ausmaß an Training braucht wie ein Diensthund. Um einen Obedience-Titel in einer Anfängerklasse zu gewinnen, braucht man nicht das gleiche Training wie für die nationale Agility-Meisterschaft. Aber die Basis ist die gleiche – und um diese Basis geht es bei den Trainingslevels.

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