Die Intermediäre Brücke

Der Begriff der “Intermediären Brücke” macht derzeit die Runde in Hundekreisen. Die einen sehen in ihr das ultimative Trainingswerkzeug, für andere ist sie zum Synonym für die “La-la-la-Lächerlichkeit” der Wattebauschfraktion geworden. Für mich haben sich zunächst einmal Fragen ergeben. Fragen, denen ich auf den Grund gehen wollte.

Jeder von uns ist im Leben schon mal einer Intermediären Brücke begegnet. Ich erst kürzlich, als ich Fotos von mir mit Selbstauslöser gemacht habe. Ich mag es nicht besonders gern, fotografiert zu werden und bin immer entsetzt, was für ein dämliches Gesicht ich mache, wenn mich mal ein Fotograf erwischt. Wenn es unbedingt sein muss, versuche ich die Katastrophe soweit wie möglich abzuwenden, indem ich mich mit dem Selbstauslöser knipse. Da kann ich zumindest vorher ein möglichst “undämliches” Gesicht üben…
Nun macht mein Fotoapparat (er ist ja nicht blöd und kennt mein Dilemma) folgendes: Er blinkt und piepst und überbrückt mir die grausam langen 10 Sekunden zwischen dem Drücken des Auslösers und des erlösenden “Klack-Geräusches”. Ich kann aufhören, die Luft anzuhalten und angestrengt zu lächeln. Er tut sogar noch mehr: Die Intervalle des Blinkens werden kürzer, das Piepsen wird schneller, je näher der Zeitpunkt des Auslösens rückt. Ich finde das nützlich und bin dem Apparat dankbar dafür. Aus lerntheoretischer Sicht werde ich “gebridget”, das kluge Kästchen baut mir also eine “Intermediäre Brücke” auf meinem langen, steinigen Weg zum gelungenen Selbstportrait.
Das Kinderspiel “Topfschlagen” ist ebenfalls ein Beispiel, daß wohl jeder kennt. Auch hier führt die Intermediäre Brücke zum Ziel, dem Gutzel unter Mutters Kochtopf. Mir klingeln heute noch die Ohren, wenn ich an das Geschrei von damals denke.

Die Definition:

Aus lerntheoretischer Sicht ist die Intermediären Brücke ein “tertiärer Verstärker” (Verstärker dritter Ordnung). Analog zum Clicker (oder auch Pavlovs Glöckchen), der einen “sekundären Verstärker” darstellt und dem Versuchstier einen “primären Verstärker” (also etwas, was zu einer unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung führt, z.B. Futter) ankündigt, genauso kündigt dieser tertiäre Verstärker einen sekundären Verstärker an.

Dieser tertiäre Verstärker findet seine Anwendung immer dann, wenn es darum geht, Zeitspannen zu überbrücken. Entweder dann, wenn ein bestimmtes Verhalten einen bestimmten Zeitraum aufrecht erhalten werden soll oder aber, wenn ein bestimmtes Zielverhalten durch kontinuierliche Annäherung erreicht werden soll. (Streng genommen sind das nochmal zwei Paar Schuhe, im ersten Fall spricht man von einem “Keep Going Signal”, im zweiten Fall von der “Intermediären Brücke”, aber das würde jetzt den Rahmen eines ohnehin zu lang werdenden Artikels sprengen. In der Praxis lässt sich das ohnehin nicht so genau abgrenzen.)

Das ganze nochmal auf Verständlich: Beim Selbstauslöserfoto ist mein unmittelbares Bedürfnis (also mein “primärer Bestärker”) ein schönes Bild von mir. Das “Klack Geräusch” meines klugen Fotoapparates ist mein sekundärer Bestärker, ich weiß dann zumindest, daß ein Bild im Kasten ist. Das immer schneller werdende Blinken und Piepsen ist mein “tertiärer Verstärker”, der mir hilft, die Zeitspanne (also die 10 Sekunden bis zum Auslösen) zu überbrücken und mir den “sekundären Verstärker”, das “Klack!” ankündigt.

Wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer… die Amerikaner waren’s.

Der Ursprung des Ganzen findet sich im letzten Jahrhundert. Ausgehend von den Ergebnissen Skinners (der Typ mit den Ratten in der Skinner-Box), machte sich seine Mitarbeiterin, Marian Breland zusammen mit Ihrem Mann Keller Breland in den 40ern auf, Skinners Ergebnisse kommerziell zu nutzen. Die beiden gründeten die Firma “Animal Behavior Enterprises” und trainierten die unterschiedlichsten Tiere für Showauftritte, Werbeclips, Vergnügungsparks, auch die ersten Delfinshows entstanden in dieser Zeit. Hühnern wurde das Tanzen oder das Basketball spielen beigebracht, Enten spielten Gitarre, Hasen fütterten kleine Sparbüchsen mit Münzen, und vieles mehr.

Hier ein Werbeclip aus dieser Zeit: “Buck saving Bunny”

(“Buck saving Bunny” ist übrigens der bisher am längsten ausgestrahlte Werbeclip aller Zeiten und flackerte über 20 Jahre über die TV Geräten amerikanischer Wohnstuben. Aus kommerzieller Sicht ein riesen Ding!)

Beim Training stieß man dabei immer wieder auf Probleme, wenn das zu erlernende Verhalten mit dem Instinktverhalten des jeweiligen Tieres kollidierte. Offensichtlich war nicht alles machbar, wenn das Instinktverhalten in’s Spiel kam. Beispielsweise sollte ein Waschbär lernen, Münzen in eine Spardose zu stecken. Was mit einer Münze noch funktionierte, gelang nicht mehr, wenn der Waschbär zwei Münzen in den Pfötchen hielt. Er begann die beiden Münzen aneinander zu reiben, oder rieb sie an der Spardose, ohne sie jedoch einzuwerfen. Hartnäckig hielt er an diesem Verhalten fest und tat genau das, was seinem instinktiven Verhalten entsprach: Waschbären “waschen” und “reinigen” ihre Nahrung durch aneinander reiben. (Heute weiß man, dass dieses Reiben vorwiegend bei Waschbären, die in Gefangenschaft leben, vorkommt und vermutet einen Zusammenhang mit der Insektensuche an Flußufern). Ähnliches zeigte sich auch bei anderen Tierarten. Instinkthandlungen blockierten offensichtlich den Lernfortschritt. Marian und Keller Breland bezeichneten dieses Abgleiten in instinktive Verhaltensweisen als “Instinctive Drift”.

Skinners Ergebnisse wurden von M.u.K. Bredland relativiert. Die operante Konditionierung hatte eine Grenze gefunden. Nichts desto trotz war “Animal Behavior Enterprises” außerordentlich erfolgreich, Trainer aus aller Welt kamen zu ihnen und die Verwendung eines konditionierten Verstärkers wurde hier praxisnah entwickelt. Hier wurde sozusagen der Clicker “erfunden” und in der Praxis entwickelt. Lediglich die Hundetrainer der damaligen Zeit wollten nicht so recht auf den fahrenden Zug aufspringen. Ob es nun an der Skepsis gegenüber einer neuen Entwicklung lag oder am Misstrauen in das Verständnis der Hundeausbildung der Brelands, weiß man nicht so genau.

Die amerikanische Tiertrainerin Kayce Cover griff das Thema des “Instict Drifts einige Jahre später wieder auf. Sie trainierte ähnlich wie Karen Pryor nicht nur Delfine und andere Meeressäuger sondern unter anderem auch Affen die unter dem Projektnamen “Helping Hands” behinderten Menschen helfen sollten, alltägliche Dinge zu verrichten.
Kayce Cover stellte fest, dass ein “Brückensignal” einem Tier helfen kann, ein zu erlernendes Verhalten über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten oder sich einem erwünschtem Zielverhalten zu nähern. Kayce Cover gab dem Kind den schönen Namen “Intermediate Bridge” und entwickelte ihr “Syn Alia Training System (SATS).”

Eine von ihr selbst so bezeichnete “Philosophie der zweigleisigen Kommunikation”, mit dem Gedanken, dass wir mit Tieren selbständig denkende und fühlende Lebewesen vor uns haben, mit denen wir Kommunizieren, dessen Wünsche und Bedürfnisse wir beim Training berücksichtigen, dem wir als Trainer aber auch helfen, mit ihren eigenen Emotionen umzugehen. Auch die konsequente Ablehnung jeglicher “Strafen” und negativen Einwirkungen ist Teil der SATS-Philosophie. Einer ihrer Leitsätze ist: Behandle ein Tier so, wie Du an seiner Stelle von ihm behandelt werden möchtest. Sie vertritt aber auch die These, daß für ein Tier dann letztendlich die Liebe zu seinem Menschen die Motivation für sein Handeln ist.

Sicherlich edle Gedanken, wie sinnvoll und vor allem wie nahe an der Realität… darüber kann man durchaus diskutieren.

Nicht nur die “Intermediäre Brücke”, auch die “Konditionierte Entspannung”, das “Targettraining” und das “Zeigen und Benennen”, Begriffe über die wir heute immer wieder stolpern, sind ursprünglich Elemente aus Kayce Covers SATS-Trainingsphilosophie und wer sich heute bei Frau Dr. Ute Blaschke-Bertholds Firma Cumcane zum Seminar oder zur Trainerausbildung anmeldet, dem wird im wesentlichen genau diese “SATS-Philosophie” vermittelt.

Wo ist der Haken?

Wo also ist der Haken, frage ich mich? Warum überzeugen mich die vielen gefundenen Videobeispiele auf Youtube oder irgendwelchen Webseiten nicht? Warum ist das, was im Netz an Ergebnissen präsentiert wird, qualitativ so schlechtes Training? Warum haben viele dieser Anhänger selbst bei einem gewöhnlichen Rückruf ihres Hundes in reizarmer Umgebung allerhöchste Schwierigkeiten obwohl sie mit stolzgeschwellter Brust meinen “auf wissenschaftlich höchstem Niveau” zu trainieren und obwohl das Trainingswerkzeug “Intermediäre Brücke” ja – rein lerntheoretisch betrachtet – durchaus funktioniert?
Am Trainingswerkzeug selbst kann’s nicht liegen. Tertiäre Bestärker finden selbst bei der Ausbildung von Minenspürhunden der Bundeswehr Anwendung. Wenn nicht hier vor allem anderen das Ergebnis zählt, wo dann?
Eine Freundin, die beruflich Hunde bei der Bundeswehr führt und ausbildet, meinte kurz und knapp: “Weil die Leute doof sind und immer ein System unreflektiert übernehmen wollen. Außerdem lassen sich die guten Leute nicht filmen”. Okay. So könnte man’s auch ausdrücken…

Näher betrachtet muss man zunächst einmal eines feststellen: Nicht nur die amerikanischen Tiertrainer wie Kayce Cover haben sich mit den Hunden beschäftigt. Das Verhalten der Hunde wurde und wird aus vielen Perspektiven wissenschaftlich beobachtet und analysiert. Vor allem das Sozial- und Instinktverhalten war immer wieder im Fokus und das bei weitem nicht nur auf der behavioristischen Ebene. Auch wenn sich im Wandel der Zeit manche Aussagen als “überholt” heraus gestellt haben, so lässt sich doch daraus viel Grundlagenwissen über das Verhalten unserer Hunde ableiten. All diese Beobachtungen haben eines gemeinsam: Sie liefern keine Philosophie ab.

Das halte ich für eines der zentralen Probleme der heutigen Hundeausbildung. Die vermeintlich passende Philosophie, die das Konstrukt der teilweise durchaus richtigen Trainingsanleitungen umgibt, aber die Sichtweise auch einengt und bewusst oder unbewusst andere Elemente der Verhaltensanalyse und des effektiven Trainings ausschließt, verneint, verurteilt oder schlicht und einfach gar nicht erwähnt. Gerade wir Hundehalter scheinen besonders anfällig für derartige Philosophien zu sein. Hunde sind in unserem Bewusstsein höchst emotional verankert. Unsere Hunde berühren nicht nur unseren Verstand sondern vor allem auch unser Herz. Da unterscheide ich auch gar nicht großartig zwischen einer Cesar Millan Philosophie, einer SATS-Philosophie, zwischen Natural Dogmanship, den Mönchen von New Skete, Cumcane, Animal Learn und wie sie noch alle heißen.

Fast immer geht es zwar vordergründig um den Hund mit dem Anspruch “unser Training wird dem Hund am gerechtesten”. In Wirklichkeit aber stehen monetäre Interessen dahinter. Mit uns Hundehaltern lässt sich gutes Geld verdienen. Das klappt immer dann besonders gut, wenn wir auf emotionaler Ebene angesprochen werden. Mitleid, Liebe, Empathie für unsere Hunde sind uns zu eigen und öffnen unsere Geldbörsen fast automatisch. Das wussten schon Marian und Keller Bredland, was bei deren “Animal Behavior Enterprises” begann hat sich bis heute zu einem gigantischen Markt entwickelt.

Im Grunde wäre dagegen gar nichts einzuwenden. Wer gute Arbeit leistet, soll auch gutes Geld verdienen. Fragwürdig wird es für mich dann, wenn es beim Training gar nicht mehr um ein Trainingsziel oder die wirklichen Bedürfnisse des Tieres geht sondern die dahinterstehende “Philosophie” derart in den Vordergrund rückt, daß sie alles andere umspannt. Wenn die Philosophie zur Bürde für das Tier wird und wir ihm unsere emotionalen und ideologischen Werte derart überstülpen, daß der eigentliche Gedanke, dem Tier etwas Gutes zu tun ad absurdum geführt wird. Wenn das Training zum “24 Stunden Coaching” der Hunde wird, wenn er permanent unter Beobachtung steht, ob es ihm auch wirklich gut geht, wenn wir ständig Fragen ob es Hinweise auf Konflikte gibt, ob er beschwichtigt, oder sonstwie sein Unwohlsein ausdrücken könntem dann wird aus der “zweigleisigen Kommunikation” eine sehr fragwürdige Angelegenheit.

Daraus resultierende Zwänge und Managementmaßnahmen, aber auch das Versagen von wichtigen Umwelterfahrungen oder oft der sehr eingeschränkte Kontakt zu Artgenossen können nicht mehr im Interesse des Hundes liegen und ich bezweifel doch stark, daß es ihnen damit wirklich gut geht.

So ist es auch bei der Intermediären Brücke und deren Anwendung. Die Intermediäre Brücke selbst mag als ein Trainingselement durchaus ihre Berechtigung haben. Sie ist aber auch ein Element der SATS-Trainingsphilosophie von Kayce Cover mit all ihren ideologischen Nebenaussagen.

Fazit

Die Intermediäre Brücke ist dann sinnvoll, wenn auf hohem Niveau eine Verhaltensweise trainiert werden soll, bei der das Zeitfenster eine Rolle spielt. Der Hund soll ein Verhalten eine bestimmte Zeit lang aufrecht erhalten oder sich innerhalb eines bestimmten Zeitraumes einem bestimmten Zielverhalten nähern. In beiden Fällen kann ihm die Intermediäre Brücke über Durststrecken hinweg helfen. Ein klar definiertes Zielverhalten ist die Vorgabe, dieses wollen wir in erreichen.

Fehlt dieses Trainingsziel oder fehlt das Zeitfenster, weil es eigentlich gar nicht mehr um Training sondern um Coaching geht und fehlt damit letztendlich auch das Kriterium für einen Erfolg oder Misserfolg des Hundes, also seine primäre Bestärkung durch Futter oder ein anderes Vergnügen, kann ich darin kein sinnvolles Training mehr sehen. Dann wird die Intermediäre Brücke für den Hund zum unbedeutenden Begleitgeräusch, dass ihm lediglich mitteilt “Frauchen ist noch da und singt. Ich kann mir also Zeit lassen, das Leckerchen krieg ich so oder so.” Das Verhalten bricht ein, der Hund tut schlicht und einfach was er will und für richtig hält. Vielleicht auch mit ein Grund, wieso man heute nicht mehr von “Befehl”, “Kommando” oder (wer’s gerne wertneutraler mag) von Signal oder Hörzeichen spricht, sondern vom “Wunsch”…
Der Hund wird konsequent zur Unaufmerksamkeit trainiert. Je mehr ich ihm durch Ansprache, “Bridgen”, Clickern oder Markern meine Aufmerksamkeit hinterher trage, desto geringer wird für ihn die Wertigkeit derselben. Sie ist ja sowieso da. Besonders fatal wirkt sich das im operanten Bereich aus, wenn die Wertigkeit meiner Aufmerksamkeit mit Bestärkungen aus der Umwelt, die das Instinktverhalten des Hundes ansprechen, konkurrieren muss und er die Wahl hat. Jeder kennt das Gefühl, wenn er meint, sich jetzt dem Hund aktiv mitteilen zu müssen, aber instinktiv weiß, daß das nun genau das Verkehrte wäre.

Nicht ich muß um deine Aufmerksamkeit bitten mein Hund, sondern du um meine. Das entspricht seiner Natur und seinem Wesen, nicht umgekehrt und das ist eine Leistung, die er im Laufe der Domestikation entwickelt hat, die er ohne Probleme auch heute noch leisten kann und die wir auch von ihm verlangen dürfen.

Beim Training spielen natürlich auch die Lernschritte eine bedeutende Rolle. Sind diese zu groß gewählt, wird sie der Hund auch mit der Intermediären Brücke nicht bewältigen können. Sind sie machbar klein gewählt, wird die Intermediäre Brücke überflüssig. Geht es um den “Instinctive Drift” beim Hundetraining, also dem Abgleiten in instinktive Verhaltensweisen wie das Jagen, das Stöbern, das Sozialverhalten im Umgang mit anderen Hunden, Territorialverhalten, Angst oder Aggression, stoße ich auch mit der Intermediären Brücke schnell an Grenzen. Das ist dann auch nur noch bedingt vergleichbar mit dem Waschbär, der sich einfach weigert, zwei Münzen gleichzeitig in die Spardose zu stecken.

Die so genannte “Werkzeugkiste der positiven Bestärkung” alleine hilft mir dann nicht mehr weiter. Ich muss mich frei machen von Trainingsphilosophien mit all ihren Beschränkungen. Beschränkungen, wie bei SATS dem Anspruch, alles auf Basis der positiven Bestärkung alleine mit Liebe, Empathie und Zuneigung lösen zu können.

Dem Chirurgen nützt die Werkzeugkiste eines Elektrikers im Operationssaal nicht viel. Genauso wenig kann der Elektriker mit dem Chirurgenbesteck seine Arbeit ausführen. Beide können aber mit einer Universalzange durchaus einen tropfenden Wasserhahn im eigenen Haus reparieren und müssen dazu keinen Klemptner rufen. Und darum geht es doch in 90% unseres Trainings. Relativ einfache Dinge, ein zuverlässiger Rückruf, ein akzeptables Sozialverhalten, vielleicht ein Sitz oder Platz oder auch mal das längere Verweilen an einem Ort. Dinge die ein Hund alleine aufgrund seiner enormen Anpassungs- und Lernfähigkeit auch ohne “Spezialwerkzeug” lernen kann. Zumindest konnte er das die letzten Jahrtausende in unserer Gesellschaft recht gut.

All das ist ohne “Spezialwerkzeug” machbar. Wer doch lieber mit Intermediärer Brücke arbeiten will. Auch gut. Wenn das Ergebnis stimmt.

Wenn aber das Ergebnis gar keine Rolle mehr spielt und es zu einer völlig absurden Verschiebung der vermeintlichen Interessen des Hundes kommt, ausgelöst durch eine moral- und ideologiebehaftete “Trainingsphilosophie”, dann ist das in meinen Augen nicht nur la-la-la-lächerlich, sondern eigentlich ziemlich traurig.

Knuddelt eure Hunde!