Balzak

Macht der Clickeranwendung – von Daniela Tschepe

Dieser Hund war sozusagen als Erholung gedacht. Nach meinen ersten beiden Hunden, die durch ihre Vergangenheit bedingt recht anspruchsvoll in ihrer Haltung waren, wollte ich jetzt zur Abwechslung mal einen Welpen. Natürlich spielte das Leben Zufall.

Eine Freundin hatte ihren Hund verloren und wollte nun einen Briard haben. Ich fuhr mit zur Züchterin, und das Ende vom Ganzen war dann, daß ich einen Hund kaufte, wahrend meine Freundin mit ihrer Familie in Urlaub fuhr. Selbstverständlich hatte ich mir die Sache schon über Monate hinweg durch den Kopf gehen lassen. Tim (Collie-Schäfer) war zu diesem Zeitpunkt etwa zehn Jahre alt, ich kannte ihn in- und auswendig und glaubte einschätzen zu können, was er von einem zweiten Hund hielt. Außerdem hatte die Familie versprochen, kräftig mitzuhelfen, damit keiner zu kurz kam. Nach weiteren Besuchen bei der Züchterin und intensiver Vorbereitung bezog fünf Wochen später Balzak (übrigens kein Schreibfehler, mein Hund schreibt sich tatsächlich mit “k” im Alter von genau acht Wochen im juni 1994 unser Haus.


Gestatten: Balzak

Die erste Woche war Streß, aber dann behielt ich recht: Tim sah eine neue Aufgabe in seinem Leben, und in den letzten drei Jahren seines Lebens meisterte er diese perfekt. Ich habe oft nicht sofort sehen können, warum er dieses so und das andere wieder so tat, aber schon nach kurzer Zeit war ich von seinem sicheren Instinkt überzeugt. Balzak bekam sofort am ersten Tag die Leviten gelesen, als er an einen Napf wollte, der nicht seiner war Das reichte für den Rest ihres Zusammenlebens. Begab ich mich in die Küche zum Futterzurechtmachen, folgte um mir oder blieb auch liegen. Der immer hungrige Balzak dagegen hatte gelernt, Abstand zu halten und dem Alten stets den Vortritt zu lassen. Auch über zwei Jahre nach Tims Tod rollt er sich sofort zusammen, wenn ich die Schüssel hole, und wartet geduldig auf den Höhepunkt des Tages. Balzak lernte also gründlich, was Tims Autorität betraf. Autorität ist, glaube ich, das richtige Wort, denn nur äußerst selten wurde Tim laut — ein Blick reichte, um Balzak rückwärts aus dem Zimmer zu scheuchen. Wenn Tim dagegen Lust auf ein Spielchen hatte, verwandelte er sich in Sekundenbruchteilen in einen verrückten Junghund und tobte mit Balzak durch Haus und Garten. In irgendeiner Form “niedergemacht” wurde Balzak nie, das hatte ein Hund wie Tim gar nicht nötig. Er ließ dem jüngeren viele Freiheiten, aber gewisse Respektgrenzen mußten eben eingehalten werden. Schon bald lernte ich meinen Kleinen besser kennen. Natürlich hatte ich mir den Wurf genau angesehen, und mir fiel damals (und der Meinung bin ich auch heute noch) kein übermäßig dominanter Hund auf. Da hatte ich schon ganz andere Welpen in Aktion erlebt. Trotzdem aber hatte ich wohl einiges übersehen, und im Alter von 12 Wochen wußte ich dann endgültig Bescheid, als mir Klein-Balzak mit Schreien und Brüllen zu verstehen gab, daß ich nicht in seine Ohren schauen durfte. Von da an wußte ich, daß ich nicht nur konsequent sein mußte, sondern sehr konsequent. Balzak entwickelte sich körperlich prima. Ich hatte mir zurechtgelegt, was er alles sehen mußte, und so besuchten wir die Stadt und den Agilityparcours, beliebte Ausflugsziele und meinen damaligen Arbeitsplatz. Immer ohne Tim, versteht sich, denn Balzak sollte auf eigenen Füßen stehen. Er machte auch alles mit, und bald darauf näherten wir uns dem Flegelalter. Dieser kleine Teufel mit den langen Beinen war schon ein Hund für gute Nerven. Kaum fünf Monate alt, haute er plötzlich ab und trieb eine Kuhherde fachmännisch zusammen. Außerdem hatte ich ziemlich schnell gemerkt, daß er kein Schmerzempfiinden besaß, wenn er temperamentvoll und enthusiastisch mit Frauchen auf Tour war. Den Schnauzgriff konnte ich schon beim Welpen vergessen, und um Balzak die Meinung zu sagen, bedurfte es schon einer besonderen Willensstärke.

Balzaks Angstphasen

Insgesamt war seine Erziehung sehr zeitaufwendig, und ich war oft verzweifelt über seine Einfälle. Nie hätte ich gedacht, daß ich einmal über ein ganz anderes, viel größeres Problem nachdenken müßte. Die ersten Anzeichen habe ich glatt falsch gedeutet. Zwar hatte er als Welpe Angst vor der Gießkanne, aber das tat ich ab als Hinweis auf eine sensible Phase. Hirtenhunde brauchen langefür ihre Entwicklung, und die Hunde, die ich hatte aufwachsen sehen, hatten auch noch mit ein oder zwei Jahren ihre Angstphasen. Die hatte Balzak auch, und durch sein Temperament bis hin zur Hektik merkte ich erst viel zu spät, daß es immer mehr wurden.


Balzak nervt, und Tim läßt das ziemlich kalt

Plötzlich fiel mir dann auf, daß irgend etwas nicht stimmte, aber an meinen Gegenmaßnahmen wollte und konnte ich trotzdem nichts ändern. War er unsicher, eine Telefonzelle zu betreten, gingen wir eben jeden Tag zufällig an einer vorbei und übten beiläufig so lange, bis er drin saß. Die große Plastikplane im Garten blieb so lange da liegen, bis Balzak mit ihr begeistert durch die Gegend tobte. Mit anderen Hunden hatte er sehr viel Kontakt, da gab es auch keine Probleme. Mit Menschen war er mal überfreundich, dann wieder sehr zurückhaltend. Wenige Male knurrte er auch aus Unsicherheit. Vor unserem ersten Auftreten im Ausstellungsring übten wir acht Wochen lang das Anfassen und Zähnenachschauen durch fremde Menschen. Am Ende fand mein Hund das so toll, daß er sich heute noch beim Anziehen der Leine nach oben sofort in Positur wirft und den Propeller am Heck einschaltet. Doch dann war eines schönen Sommertags ein Dorffest bei uns angesagt. Autos parkten da, wo sonst kein Mensch zu sehen war, lärmende Leute kamen mir entgegen, und ich dachte an eine gute Gelegenheit, mit Balzak mal eben am Rand des Marktplatzes vorbei- zugehen. Es war nicht möglich. Mein Hund stemmte alle vier Beine in den Boden, hockte wie ein Esel: “Da geh’ ich nicht durch!”. Ich war perplex, war das derselbe Hund, der mit mir noch vor zwei Monaten durch die Dortmunder Bundessiegerschau getigert war? An diesem Tag schaffte ich noch nicht einmal einen lockeren Gang durch 100 Menschen.
Hier steht Banner w200-leftIn der folgenden Zeit unternahm ich eine Menge Ausflüge mit Balzak. Wir fuhren zu Springturnieren, dort war immer viel los, Wir versuchten uns auch am Bahnhof, das war besonders schwer. Ich achtete immer darauf, keine große Show aus meiner Absicht zu machen, lenkte ihn mit Ball- oder Futterspielen ab oder setzte mich einfach unbeteiligt daneben und beachtete ihn nicht weiter, wenn seine Unsicherheit nicht allzu groß war Balzak war schon über zwei Jahre alt, als er anfing, Schüsse zu registrieren. Der Welpe war schußfest gewesen, da gab es keinen Zweifel, Warum zum Henker interessierte ihn das denn jetzt? Auch wurde sein Verhalten zunehmend hektischer. Den Traum, einen gut mitarbeitenden Hund bei Gruppenarbeit und Agility zu haben, hatte ich längst begraben. Dieser Hund war nicht in der Lage, entspannt an der Leine neben mir zugehen. Es bedurfte noch nicht einmal des ersten Kommandos “Fuß”, und Balzak stand schon so unter Spannung, daß er am ganzen Körper zitterte und die Zunge bis zum Boden hing. Vor Begeisterung, wohlgemerkt, er wußte einfach nicht wohin mit seiner Energie. Aus der Bewegung “Sitz” oder “Platz” konnte ich ganz vergessen, er wußte gar nicht, daß ich überhaupt was gesagt hatte. Ich arbeitete viel mit Sichtzeichen, das half uns, aber es reichte auch nicht aus.

Nicht lange bei der Sache

Auf der anderen Seite konnte er sich kaum für längere Zeit konzentrieren. Die Zeiten, die ich selbst jetzt noch mit dem alten Tim übte, konnte ich mit Balzak kaum einhalten, Dieser Hund schaffte es zunehmend, sich selbst fertigzumachen. Für mich war es wie auf einem Drahtseil: Ich mußte mit diesem dominanten Flegel üben, durfte ihn dabei nicht überfordern, und er brauchte sehr viel Auslauf, um sich auszutoben. Jetzt war ich froh, ihn zu einem Ballfanatiker erzogen zu haben. Die Schußangst wurde immer deutlicher. Er blieb stehen, die Rute ging runter, er horchte, und irgendwann lief er von mir ein paar Meter weg. Längst hatte ich versucht, gezielt dagegen zu arbeiten. Bevor er wußte, daß weit entfernt geschossen wurde, spielte ich bereits begeistert Ball mit ihm. Es half nichts, die Angst war schlimmer. Dann wurde es doch wieder etwas besser, und ich atmete auf. Vielleicht hatten wir die Phasen endlich überwunden. Schließlich hatte er nie ein Schockerlebnis gehabt und vielleicht gewöhnte er sich wieder an die Geräusche.


Nicht nur das Wetter war oft grau.

Im Sommer 1997 übten wir für den Verhaltenstest des Clubs für Französische Hirtenhunde, Es lief wunderbar, und ich habe es sogar noch auf Video. Menschen, Tröten, Plastikplanen, Enge und Schießen. Der Hund benahm sich zwar etwas zaghaft wie immer, aber richtige Angst oder ein Ausweichen war nicht zu sehen. Einen Ausrutscher hatten wir noch wenige Wochen, bevor wir zum offiziellen Test antraten. Ein Heißluftballon war beim Fahrradfahren plötzlich über uns und ließ Gas ab. Balzak lief zum ersten Mal in seinem Leben wirklich weg und die zwei Kilometer allein nach Hause. Danach war er wieder o.k. Der offizielle Test war eine Katastrophe. Keiner hatte daran geglaubt, daß Balzak ihn nicht bestehen würde. Aber bereits der Probeschuß vor Beginn des Tests genügte, um mich eines Besseren zu belehren. Trotzdem erholte er sich, und da ja die akustische und optische Gasse für ihn ein Heidenspaß bedeutete, trat ich an. Für das Verhalten gegenüber Hunden und Menschen bekamen wir gute Noten, aber dann baute der Hund auch schon ab. Leider war einer der Verhaltenstester so nett und hielt ihm ein Nebelhorn, wie es sie für Fußballveranstaltungen gibt, direkt vor die Nase. Nachher entschuldigte er sich, es wäre ein Versehen gewesen, aber der Ausrutscher genügte, meinen Hund gehen zu lassen. In unserer Bewertung steht: Der Hund verließ in Panik das Gelände. Das ist nicht korrekt. Er ging einfach fünf Meter aus dem Gelände und legte sich dort in den Schatten. Was ein in Panik befindlicher Balzak bedeutete, sollte ich erst später begreifen. Wir machten weiter wie bisher, und in den meisten Situationen benahm sich Balzak auch sehr gut. Dann folgte der Winter und damit Silvester. Bisher war dies nie ein Thema gewesen, dieses Mal war es eins. Schon Tage vorher war Balzak wie durch den Wind, und am 2. Januar 1998 steht in meinem Kalender: völliger Zusammenbruch. Ich wußte nicht mehr weiter. In der Küche klatschte ich eine Mücke, und Balzak ließ sein Fressen (!) stehen und lief ins Wohnzimmer und legte sich dort unter den Tisch. Irgend jemand rückte einen Stuhl zur Seite, und Balzak ging auf seinen Platz in den Flur. In Gedanken öffnete ich abwesend ein Babygläschen, und der Hund raste aufgrund des leisen “Plopp” ins nächste Zimmer. Dann reichte ein LKW aus, und Balzak ging auf der Straße keinen Schritt mehr weiter. Ich probierte es mit Bachblüten. Insgesamt fünf Monate lang mit verschiedenen Blüten und Rücksprache mit einer bekannten Tierheilpraktikerin. Der Erfolg war leider gleich Null. Gleichzeitig versuchte ich immer noch, ihn abzulenken. Weder lief er einem Futterbrocken nach, noch achtete er auf seinen heißgeliebten Ball.

Spießrutenlaufen

Nach Karneval fuhr ich eben in die nächste Geschäftsstraße zur Bank und nahm Balzak mit. Auf dem Rückweg zum Auto spielten 200 Meter die Straße runter ein paar Kinder mit den Resten ihrer Knaller. Diesmal wußte ich nicht mehr, wie ich zum Auto zurückkehren sollte.


Freilaufender Irish Wolfhound – wie soll ich da Balzak an der Leine lassen?

Balzak zog wie ein Irrer in die entgegengesetzte Richtung, und ich lag bald auf der Nase. Mit “Sitz”, einem Schritt “Fuß”, wieder “Sitz”, wieder einem Schritt usw. benötigten wir schließlich eine halbe Stunde für 50 Meter. Ich war schweißgebadet, und Balzak schlief den ganzen Vormittag lang. Im Frühjahr nahmen die Schießanlagen in der Umgebung ihren Betrieb auf. Überall, wo gesät war, stand so ein Ding, und Balzak, der diese Geräusche von Welpenbeinen an gewöhnt war, hatte nun Angst. Nein, das stimmt nicht— er geriet in Panik. 38 kg Hund in Panik festzuhalten ist eine Kunst für sich. Das schaffte ich zwar, aber ich kam keinen Meter mehr von der Stelle. Auf “Sitz” setzte er sich, aber in irgendeiner Form weiterzugeben war ein Ding der Unmöglichkeit. Mehrere Tage mußte ich ihn aus dem Haus schleifen, denn er wollte noch nicht einmal mehr in den Garten, geschweige denn Richtung Baumschulen gehen. Schnell ein paarmal Bein heben lassen und dann nichts wie den Rückzug antreten, bevor der nächste Bumm zu hören war.

Weiter zu Teil 2

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Im ersten Teil des Beitrags wurde über die Angst- und Panikattackendes Briard-Rüden Balzak berichtet, die die Halterin mit immer neuen Situationen und Problemen konfrontieren.

Inzwischen hatte ich auch einiges über den Ruf des Briards erfahren. Gleichgültig auf welche Hundeveranstaltung ich fuhr, kam die Sprache auf den Briard, hatte jeder eine Schreckensstory für mich parat.

“Ein Fels in der Brandung”

So stand es in der Rassebeschreibung. Ende April kam der letzte Hammer. Ich hatte mir angewöhnt, Reißaus zu nehmen. Auf der einen Seite übte ich wenige Male am Tag gezielt Geräusche mit Tonbändern die trotz verschiedener Variationen auch nichts brachten) oder gestellten Situationen, auf der anderen suchte ich Erholung am Rhein.


30.April 1999: Balzak wird fünf Jahre alt!

Ich konnte nicht jederzeit voll einsatzfähig sein, und Balzak war immer noch ein Temperamentsbolzen. Wenn ich ihm nicht die Bewegung verschaffen konnte, die er so nötig zum Abreagieren und Wohlempfinden brauchte, hatte sowieso alles keinen Zweck mehr. Am Rhein lebten wir beide auf und tankten Kraft.
Bis zu dem Tag, als völlig unerwartet eine Leuchtrakete über dem Wasser aufstieg. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt war Balzak ohne Leine, nachdem ich sorgfältig das Areal gecheckt hatte und nun mit ihm Ball spielen wollte. Kaum eine Sekunde später war er auf und davon landeinwärts. Es folgte die schlimmste Stunde meines Lebens. Kreuz und quer fuhr ich die Straßen ab, die ich gar nicht fahren durfte, rief nach meinem Hund, befragte die Leute, nicht einer hatte ihn gesehen. Es wurde dunkel um mich herum, und der Regen setzte ein. Balzak kannte sich hier überhaupt nicht aus, nach Hause waren es 25 km quer durch die Stadt. Ein letztes Mal fuhr ich zum Hafen, und da standen zwei Leute mit Hund am Auto, und dahinter war Balzak…Der nette Hundebesitzer hatte meinen Briard in aller Ruhe über die Hauptstraße tigern sehen. Erst als der Mensch vor ihm dem Hund die Haustür vor der Nase zuschlug, verstand er, daß der Hund herrenlos war. Balzak ließ sich sofort einfangen, der Mann informierte die Polizei und wartete dann noch eine ganze Weile mit seiner Frau am Hafen. Ich war so erleichtert, das kann ich gar nicht beschreiben. Seltsamerweise war Balzak kurze Zeit später schon wieder so fit, daß er mit einem Familienmitglied noch eine Stunde spazierenging. Das war eigentlich immer noch erstaunlich. Mein Hund war zwar fix und fertig, wenn er in eine Situation kam, mit der er nicht fertig wurde, aber danach erholte er sich immer viel schneller als gedacht. Aber wie lange hielt das noch an? Auf einem weiteren Rheingang blieb er natürlich an der Leine. Dieses Mal gab es hier ganz plötzlich nach einer halben Stunde ebenfalls Schießanlagenknaller. Der Weg zurück zum Auto kostete mich bald alles an Nerven und Kraft, was ich hatte. Meine Freundin war mit ihrem Hund mitgefahren und schüttelte ebenfalls nur fassungslos den Kopf. Balzak war absolut kopf- los, nichts interessierte ihn mehr, er wollte nur weg.
Inzwischen wußte ich, daß ich ein weiteres Problem hatte. Angenommen, es blieb bei Balzaks Verhalten. Angenommen, ich müßte wirklich in Kauf nehmen, diesen Hund niemals mehr von der Leine zu lassen. Da gab es dann immer noch die anderen Hunde. In den letzten Wochen hatte ich wieder einiges über andere Hundebesitzer gelernt. Daß man die vernünftigen und verständigen an einer Hand abzählen kann und daß die Mehrzahl auch mit drei Schäferhunden ohne Leine auf meinen Hund zusteuerte, obwohl dieser angeleint war. Noch verhielt Baizak sich neutral, aber ich merkte bereits, daß er sich änderte. Irgendwann würde er auf den falschen Hund treffen, und dann hatte ich den Salat. Und bei meinem Glück, das ich hatte…
Ich war einiges von meinen schwierigen Hunden gewöhnt. Probleme mit Menschen, mit anderen Hunden, Geräusche— aber es hatte immer wieder Lichtblicke gegeben. Es gab immer Hoffnung, kleine Erfolge und letztendlich die Gewißheit, daß sich der ganze Aufwand gelohnt hatte. Mit Balzak ging erst einmal vier Jahre lang alles bergab.

Rettung in Sicht

Aber die Rettung nahte, nur wußte ich im Augenblick noch nicht, aus welcher Richtung sie kam. Anfang des Jahres hatte ich einen Artikel über Obedience gelesen. Natürlich wußte ich, was das war, auf diese Art hatte ich immer mit meinen Hunden geübt. jetzt gab es zum ersten Mal eine deutsche Übersetzung eines englischen Buches, und ich bestellte es sofort mit der Angabe, was ich davon wußte. Birgit Laser rief schon drei Tage später zurück, und so lernten wir uns kennen. Sie mußte sich meine ganze Leidensgeschichte anhören, und dann bekam ich als erstes das Buch zu lesen. Ein Satz brannte sich mir sobrt ins Hirn. Seien Sie konsequent!


Balzak mit Birgit Laser auf einem Obedience Seminar

Wenn Ihr Hund Sie nicht beim ersten Schritt so anschaut und so neben Ihnen geht, wie Sie das wünschen, beginnen Sie von vorne. Ich stutzte. War ich eigentlich blöd gewesen? Ich hatte mich immer für konsequent gehalten, aber so weit hatte ich nicht gedacht. Den ersten Schritt perfekt … natürlich! Drei Wochen lang übte ich einen einzigen Schritt — Balzak war entsetzt. Er wurde sauer, kläffte mich an, biß in die Leine, sprang durch die Gegend. Es half nichts, ich blieb hart, und er gab schließlich auf. Danach übten wir zum ersten Mal so, wie man es von Anfang an hätte tun müssen. Bei den allermeisten Hunden kommt man sicher auch anders ans Ziel, bei diesem nicht. Da hatte ich grundlegende Fehler gemacht, das wurde mir jetzt klar. Ich war so begeistert, daß ich mich im Juni mit einer Freundin auf den Weg zu einem Seminar von Birgit machte, um mehr zu sehen und zu lernen. Balzak mußte ich leider zu Hause lassen, ich traute mich nicht, ihn in eine mir völlig fremde Gegend mitzunehmen. Das Seminar war sehr schön, und im Laufe des Tages lernte ich zum ersten Mal den Clicker praktisch kennen. Ich hatte davon gelesen, aber ich hatte ja nun andere Probleme, und dieses Thema blieb liegen. Nun hörte ich das Geräusch des Knackfrosches und dachte zunächst, es wäre eine gute idee, Balzak daran zu gewöhnen. Daneben war die Methode faszinierend, die Hunde waren so hypnotisiert und konzentriert bei der Sache… Probieren wir es aus.

Hier steht Banner w200-rightErste Clicker-Versuche

Der erste Versuch zu Hause ging voll daneben. Ein Click, mein Hund ignorierte die Blutwurst, und weg war er. Also mußte ich das anders angehen. Ich nahm Balzak draußen an die Leine, ein anderer stellte sich mit Clicker 50 Meter weiter, und Balzak und ich arbeiteten uns langsam näher. Drei Tage dauerte es, ich beherzigte Birgits Ratschlag, Hühnchenfleisch einzusetzen, und dann konnte ich endlich den Clicker selber in die Hand nehmen und vorsichtig benutzen. Zunächst behielt ich ihn in der Tasche, da war er nicht so laut, dann ging es auch ohne Vorsichtsmaßnahme. Ich clickte, und Balzak bekam anschließend eine Belohnung. Ich überlegte, ob ich nicht jetzt versuchen sollte, etwas mit dem Clicker zu verstärken, etwas, was mir nützlich sein könnte. Balzak sollte mich anschauen, das konnte man ja mal testen. Es funktionierte ziemlich schnell. Balzak schaute zufällig in meine Richtung, ich clickte, Hähnchenfleisch und Lob ohne Ende waren die Folge! Schon nach wenigen Anwendungen war ein Anstieg von Balzaks Bemühungen zu entdecken. Zwar schaute er mich immer noch nicht frei und erwartungsvoll an, es war eher so ein heimlicher Blick von unten, aber er freute sich sichtlich, wenn er Erfolg damit hatte.
Es dauerte nicht lange, und mich überraschte auf einem Spaziergang ein entferntes Bumm einer Schießanlage. Ich ließ Balzak keine Zehntelsekunde zum Stehenbleiben, sondern lief schnell weiter, zog ihn leicht überrumpelt mit in meine Laufrichtung und clickte sofort für dieses Verhalten. Ich überschüttete ihn mit Lob und schob ihm das Fleisch ins Maul. Anfangs spuckte er es sofort wieder aus, aber nach wiederholten “Mmh, wie lecker!” nahm er es doch.
Ich hatte Glück, es blieb bei diesem einzigen Schuß, und Balzak erholte sich so gut, daß ich ohne Probleme nach Hause kam. Ohne viel darüber nachzudenken, machte ich in dieser Art weiter. Nun beclickte ich Sachen, die Balzak gut kannte und die ihm Spaß machten. Ein paar Schritte “Fuß”, “Sitz”, schnell ranrufen, wieder “Fuß”. Er fand das immer besser, denn schließlich hagelte es Lob und Fleisch. Er schaute mich die ganze Zeit an und wartete auf das nächste Zeichen. So verknüpfte ich die übliche Ablenkung mit der besonderen Verstärkung des Clickers. Irgendwann knallte es wieder. Balzak machte einen erschreckten Satz, dann rief ich schon und clickte für den ersten Schritt zu mir. Ich blieb in Bewegung, so wie ich es immer versucht hatte bei Hunden, die Angst bekamen. Nur nicht zulassen, daß sie sich klein verkrümeln, sondern bewegen und anfeuern und ihnen sagen, wie toll sie das machen.
Zum ersten Mal nach endlosen Monaten der Verzweiflung war Balzak wieder so aufnahmefähig, daß er etwas lernen konnte! Ich war so glücklich, daß mein Hund mich endlich wieder trotz seiner Angst wahrnahm, und so clickten wir jetzt jeden Tag und gingen ganz bewußt in Richtung Baumschulen.

Was ist dran an dem Clicker?

Es kommen sicherlich mehrere Punkte zusammen. Zum einen ist das Geräusch immer gleich. Meine Stimme habe ich nie so unter Kontrolle, daß ich sagen könnte, mein “Fein!” ist von der Tonlage immer perfekt. Zum anderen die Schnelligkeit. Wer etwas Talent hat, setzt den Clicker bald ganz gezielt in genau der richtigen Sekunde ein. Jetzt war ich in der Lage, den ersten Schritt in meine Richtung oder eine Andeutung eines Augenkontaktes sofort zu verstärken. Wann das Futter folgte, war nicht so wichtig, damit konnte ich mir ruhig zwei, drei Augenblicke Zeit lassen. Soviel kann das nicht ausmachen, kann man jetzt einwenden. Aber es macht soviel aus, Balzak ist nur ein Beispiel von vielen.


Balzak und seine Freunde beim “Abliegen”

Zehn Tage nach dem ersten Versuch hatte ich selber keine Angst mehr vor der Knallerei, ich wußte, ich konnte so lange üben, bis ich wieder in der Lage war, normal nach Hause zu gehen. Angst hatte Balzak immer noch, aber wenn das Schießen aufhörte, konnten wir sie gemeinsam auch wieder abbauen.
Ende Juni schrieb ich Birgit einen Brief. Stolz konnte ich berichten, daß mein Hund einen Tag zuvor ohne Leine mit einem anderen Hund durch die Baumschulen getobt war — obwohl es mehrfach knallte.
Schnell kapierte ich allerdings auch, daß dies erst der Anfang war, jedes Geräusch mußte für sich neu erarbeitet werden. Ich bekam nichts geschenkt und fing wieder bei Null an. So gab es tolle Situationen, in denen ein Boot aufs Wasser klatschte oder ein GoIfball geschlagen wurde. Jederzeit konnte etwas passieren, und so wurde der Clicker mein ständiger Begleiter. Das Fleisch konnte allerdings nach einiger Zeit wieder gegen Trockenfutter ausgetauscht werden.

Nicht immer — aber immer öfter

13 Monate Clickerarbeit liegen heute hinter uns. Monate, in denen mein Hund lernte, wieder Spaß am Leben zu haben. Langsam tasten wir uns vor und riskieren immer mehr. Längst läuft mein Hund wieder ohne Leine, er rennt nicht mehr weg. Ich bin trainiert darauf, sein Verhalten schnell einzuschätzen und dementsprechend zu reagieren. Die Zeiten, in denen er ohne Verzögerung das Weite suchte, sind vorbei. Und manchmal klappt es sogar ohne Clicker…
Inzwischen zahlt es sich aus, daß ich mich nicht allein auf das Geräusch des Clickers verlassen habe, sondern selber alles an Stimme und Motivation mit einbrachte, was ich hatte. Frauchen ist für Balzak wieder ein verläßlicher Boß geworden. Wenn sie sagt, es ist in Ordnung, so kann man das glauben.
Es funktioniert noch nicht immer. Neulich ging ich morgens nur kurz aufs Feld, und plötzlich hatte ich zwei Heißiuftballons über mir. Ein Griff in die Tasche, verflixt, Clicker vergessen! Ich nahm Balzak an die Leine, und kaum über uns, ließ ein Ballon Gas ab. Prompt hatte ich wieder ein Nervenbündel neben mir, bei dem ich die Hacken in die Erde stemmen mußte. Der kurze Weg nach Hause war ziemlich stressig. Ich hastete ins Wohnzimmer, schnappte mir den Clicker, pfiff den Hund wieder nach draußen (der freiwillig kam!), und zwei Minuten später steht Balzak schwanzwedelnd ohne Leine neben mir, derweil die Ballons über unser Haus schweben. Manchmal staune ich immer noch.
Eine andere Situation habe ich ohne Clicker geschafft. Auf einem Agilityturnier wurde der Lautsprecher neben uns auf einmal laut gedreht, und Balzak machte auf dem Absatz kehrt Richtung Tor. Der Clicker war in der Tasche am anderen Ende des Platzes, und ich hatte noch drei Minuten bis zum Start. Ich habe es ohne Clicker geschafft. Dasselbe Prinzip, viel Bewegung, “Sitz”, “Fuß”, schneller, langsamer und loben, loben, loben. Fünf Minuten später verließ Balzak mit V und einem Fehler den Parcours.

Spaß an Agility

Wir machen jetzt tatsächlich wieder Agility. Nachdem ich schon glaubte, es würde nie klappen. Noch mit zwei Jahren dachte Balzak, die Hindernisse wären dazu da, umgerannt zu werden. Irgendwann wurde es zu gefährlich, und ich verlor wirklich den Spaß. Er blieb im Stofftunnel stecken, er fiel mit dem ganzen Reifen um, er sprang einfach aus Spaß vom Laufsteg. Zwischendurch kniff er mich in Arme und Beine, dann fing er an zu motzen. Was muß man bei diesem Hund alles beachten! Eine unbedarfte Bewegung meinerseits, und schon flippt er wieder aus. Wie ein Collie läßt er sich sowieso nicht führen, und für jeden Meter, den er von mir weg geht, muß ich dankbar sein. Anfangs ließ er sich noch nicht einmal über eine einzige Hürde allein schicken.
Aber inzwischen wird er ruhiger. Mit fünf Jahren kann man das auch langsam erwarten. Den Team-Test und die BH-A haben wir geschafft, aber ich kann nicht behaupten, daß mir das besonderen Spaß gemacht hätte. Seine Hektik hat mir den letzten Nerv geraubt. Dafür hat er nur 6 A1 -Einsätze gebraucht, um die Qualifikation für die A2 zu bekommen. Das wiederum finde ich recht erstaunlich. Inwieweit ich auch in Zukunft auf Agilityturniere gehen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Balzak ist doch recht schwer, und die Belastung beim Agility wird immer höher. Drei Plazierungen in der A2, um in die A3 zukommen, erfordern doch einen gewissen Ehrgeiz, den ich nicht auf Kosten der Gesundheit meines Hundes austragen möchte.

Steckenpferd Obedience

Obedience ist dafür zu unserem besonderen Vergnügen geworden. Fußgehen wie die englischen Profis erreichen wir wohl nie, aber der Spaß an der Arbeit ist ja nun die Hauptsache. Und seit einiger Zeit macht es wirklich viel Freude, seine Bemühungen in der Distanzkontrolle, beim Apportieren und Vorausschicken zu beobachten.
Freestyle bereitet uns großen Spaß, indem Balzak neuerdings auch einige Meter rückwärts “bei Fuß” geht oder im Rückwärtsgang von mir fünf Meter weggeschickt wird. Spielerei natürlich, aber Balzak platzt bald vor Stolz (ich auch). Inzwischen gehört neben der Spaziergeh-, Clicker- und Agilitytruppe auch eine Obediencetruppe fest zu unserem Zeitplan.

Balzak will arbeiten

Ich bin kein Hundesportler und werde es auch nie werden. Balzak ist ein Arbeitstier und schleicht herum wie ein geprügelter Hund, wenn die Spielstunde mal ausfallen muß. Er ist kein selbstsicherer Hund und wird es auch nie werden. Gleichgültig, ob mit anderen Hunden, Menschen oder Situationen, die er nicht sofort einschätzen kann — er kann rückwärts gehen oder mit einem Bellen nach vorne oder so erhaben tun, als hätte er das alles schon hundertmal gemacht.
Auf der anderen Seite ist er nach wie vor ein dominanter Hund, der jeden Tag wissen will, ob ich das mit der Chefsache immer noch ernst meine. Es sind Kleinigkeiten, aber er testet meine Konsequenz bei jeder Gelegenheit, die sich ihm bietet. Er liebt auch Kinder, legt sich auch sofort hin, wenn Klein-Tamara mit 18 Monaten „Baatz!“ mit entsprechender Körperhaltung schreit, aber ich lasse ihn keine Sekunde alleine mit ihr. Das Vertrauen, an der Leine mit unbekannten Kindern durch die Gegend zu laufen, während wir Erwachsenen hinterhergehen, das hat er allerdings zu meinem Erstaunen mittlerweile. Ein Mädchen gab mir dann allerdings ziemlich schnell die Leine mit den Worten zurück: “Der ist aber langweilig, der macht ja gar nichts!”

Fazit

Ob ich noch einmal einen Briard will? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich liebe den Briard, aber ich kenne auch seine Schwächen. Und die der Züchter, die sich vielfach etwas vormachen, anstatt den Tatsachen ins Auge zu sehen. Da schaut man ins Clubheft, findet einen Wurf nur halb HD-ausgewertet, und von diesen Hunden haben zwei schwere HD. Und auf der nächsten Seite liest man, die Verpaarung wird wiederholt…
Auf den Ausstellungen findet man jedesmal aufs neue Hunde in den Ringen, die durch Rufen hochgepuscht werden, damit sie schön unter Spannung stehen. Beobachtet man sie genau, stellt man schnell fest, daß die Rute eher Richtung Bauch zeigt und sie am liebsten fluchtartig das Gelände verlassen würden. Richter, die auf diese Zeichen achten, gibt es nur selten. Neulich wollte ich mich mit einer Briardbesitzerin unterhalten, was leider kaum möglich war, weil der Hund alles wütend anblaffte, was drumherum so hin und her lief. “Er ist toll. Ich kann nichts Negatives sagen…” konnte ich dann noch so eben verstehen. Das schließt aber bitte nicht aus, daß es dennoch gute Briards gibt. Hunde, die gesund sind, die nicht hektisch werden und selbstsicher auftreten. Für mich gilt aber: Der nächste Hund wird auf jeden Fall wieder Secondhand — mal sehen, das schließt den Briard ja nicht aus…

Was ist Obedience?


Obedience: Gehorsam in Perfektion

Obedience heißt schlicht und einfach “Gehorsam”. In England, Skandinavien, der Schweiz, den USA, den Niederlanden, ja sogar in Südafrika u. a. ist dies die Erziehung schlechthin. Obedience ist zunächst einmal eine Sportart in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, aber in meinen Augen auch eine grundsätzliche Einstellung zur Erziehung, die auf Hör- und Sichtzeichen beruht, kein “Schema F” kennt und viel Abwechslung bietet.

Fußgehen wird in einer Perfektion abverlangt, die es in unserem Lande kaum gibt. Der Hund läuft absolut im Takt, begeistert und hoch konzentriert. Daneben existieren Übungen wie die Distanzkontrolle, bei der der Hund auf Entfernung von Sitz in Platz oder Steh durch ein kurzes Zeichen (Hör- oder Sichtzeichen) gebracht wird. Der Witz dabei: Man sollte dem Hund vorher beibringen, dabei eine Spur rückwärts zu gehen, damit er nicht aus Zufall mal zu weit nach vorne kommt.


“Platz” auf Handzeichen..

Der deutsche Dachverband tut sich schwer damit, eine eigene Prüfungsordnung aufzustellen, was seit einiger Zeit zur Folge hat, daß immer mehr Leute auf eigene Faust üben und sogar ausländische Richter zu Prüfungen bestellen, die dann nach dänischer oder Schweizer PO richten.Freestyle Obedience ist eine Obediencevorführung mit Musik. Ich habe Videos aus England und Amerika gesehen, bei denen einem schlichtweg die Luft wegbleibt. Das Können und die Begeisterung der Hunde sind einfach unbeschreiblich. Verbissenheit und falscher Ehrgeiz sind hier absolut fehl am Platz. Auch beim Freestyle ist Fußgehen die Basisübung— allerdings in zahlreichen Variationen von Seitwärtsgehen, Rückwärtsgehen, Drehungen und Wendungen bis zum “Tanzen”. Rassetypische Eigenschaften der Hunde können bedacht und eingebaut werden, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


…”Sitz” aus dem Platz – eine Aufgabe für Profis!..

Je nachdem, welche Musik vom Hundeführer ausgewählt wird, wirkt die Darbietung auf den Betrachter völlig unterschiedlich.

Clicker

Man kann ihn nicht in drei Sätzen beschreiben, und das will ich hiermit auch nicht tun. Wie vieles andere auch in der Hundeerziehung, kommt er so langsam in Mode und wird ohne Wissen und Können mißbraucht. Machen Sie das bitte nicht nach! Die Anwendung ist im Grunde einfach zu verstehen, erfordert aber dennoch für die meisten Menschen ein ziemliches Umdenken. Auf einmal gebe ich nicht sofort ein Kommando, sondern überlasse dem Hund die Wahl seines Verhaltens. Habe ich nicht genau verstanden, warum und wann ich clicken soll und was ich mit “shaping” (formen) alles erreichen kann, ist alles für die Katz! Den Clicker als “Ranrufinstrument” zu benützen ist pure Verschwendung und nicht Sinn der Sache. Also, Information ist alles! Ein Seminar zur Einführung kann gute Dienste leisten. Das Internet ist die Quelle für Neueinsteiger und “Wiederholungstäter” geworden.

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