“80 % RICHTIG” oder “10 MAL RICHTIG, 1 MAL FALSCH” oder “DIE 300x-PICK-METHODE”

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Es ist nicht leicht, zu wissen, ab wann du mehr von deinem Hund verlangen kannst. Er macht fünf Sekunden lang Platz-Bleib – Hurra, wer hätte jemals geglaubt, dass diese unruhige Hummel von einem Welpen jemals fünf Sekunden lang an einer einzigen Stelle bleiben würde? Und nun? Wirst du für immer und ewig ein 5-Sekunden Sitz-Bleib üben, oder was?

Es gibt drei Methoden, nach denen du dich richten kannst. Die erste wurde von Baileys entwickelt. Du kannst die Anforderungen steigern, wenn du eine Erfolgsquote von 80 % hast. Wenn du zehn Mal ein 5-Sekunden Sitz-Bleib übst, und dein Hund sechs davon hinkriegt, hast du eine Erfolgsquote von 60 %. Du musst dann mehr auf diesem Niveau trainieren (oder weniger, wenn es ein Verhalten ist, das deinem Hund unangenehm ist). Wenn er es hingegen neun Mal gut macht, dann kannst du zu einem 6-Sekunden Sitz-Bleib übergehen.

Die zweite ist meine Methode. Wenn dein Hund es zehn Mal richtig macht, dann kannst du riskieren, dass es ein Mal daneben geht. Wenn dein Hund zehn Mal ein gutes 5-Sekunden Sitz-Bleib macht, kannst du einen Schritt weitergehen und sechs Sekunden verlangen. Im Endeffekt ist dies Baileys Methode sehr ähnlich, weil die meisten Leute das Verhalten sowieso bloß acht statt zehn Mal abfragen.

Hier steht Banner w200-rightDie dritte Methode ist eine Variante von Alexandra Kurland. Ich persönlich mag sie am liebsten. Im Allgemeinen wird es das “300x Pick”-Bei Fuß, oder “300x Pick”-Bleib, oder “300-Pick”-was-auch-immer genannt. (Anm.d.Ü.: Der Name leitet sich von einem Experiment ab, bei dem Brieftauben lernten, 300 Mal auf eine Stange zu picken, um eine Belohnung zu erhalten). Wenn du anfängst, verlangst du ein Platz-Bleib für eine Sekunde. C&B (Click und Belohnung). Dann zwei Sekunden. C&B. Dann drei Sekunden. C&B. Dann vier Sekunden. Dann fünf Sekunden. Dann sieben Sekunden – ups, er ist aufgestanden. Geh’ zurück auf eine Sekunde und baue die Zeitdauer wieder von vorne auf. Der Hund wird dir sagen, wo sein Unverständnis beginnt und wann er weiterkommt. Wenn du es dir genau überlegst, ist diese Methode eigentlich wieder die gleiche wie die vorhergehenden. Wenn du an einem 10-Sekunden Sitz-Bleib arbeitest, hast du zehn Mal geclickt und belohnt, bevor du elf Sekunden verlangst. Und wenn du Zeiten erreichst, in denen 1-Sekunden-Intervalle nicht mehr nötig sind, (352 Sekunden, 353 Sekunden…), kannst du in Intervallen von fünf oder zehn Sekunden steigern. Der Hund zeigt dir schon, wann er so weit ist.

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