Extreme Magen-Darmgeräusche bei Hund

Krankheiten, Impfungen, welches Futter, usw.

Extreme Magen-Darmgeräusche bei Hund

Beitragvon Bummi-Mutti » Fr 29. Jul 2011, 20:05

Hallo,

ich habe ne Bekannte die einen Labrador hat und mit ihrem Latein am Ende ist.
-bekommen als Welpe mit 12 Wochen mit Flöhe und Parasiten im Ohr - normale Behandlung vom Tierarzt
-erstes Futter Royal Canin
-immer Probleme mit voller Analdrüse und entzündeten Ohren
-nach 1 1/2 Jahren Futterwechsel auf Josera Optiness in der Hoffnung das Probleme besser werden - negativ-
-zwischen durch immer wieder aufkommende Lugenentzündung wurde natürlich mit Antibiotika behandelt
-Anfang dieses Jahres wurde der Hund immer ruhiger, Fell wurde schuppig und er bekam kahle Stellen im Fell, mit auftretenden Durchfall - Tierarzt stellte keine Diagnose, sie sollte nur über Futter essentielle Fettsäuren zuführen. Zusätzlich wurde eine chemische Kastration durchgeführt ( Empfehlung der Hundeschule)
-Zustand wurde schlechter, Haarausfall ohne Ende und immer wieder Durchfall. Da der alte Tierarzt nichts festgestellt hat - Tierarztwechsel -
der feststellte:
-Analdrüse extrem vereitert
-Ohren total entzündet
-kahle Stellen
Behandlung: zweiwöchige Antibiotikabehandlung 2x täglich und Futterumstellung auf Select Gold Sensitive. Daraufhin Besserung der Symptome. Nach abklingen der Antibiotika Wirkung treten wieder folgende Symptome auf:
-Fell wieder bißchen lichter und Hund versucht sich wieder am After zu lecken und zeigt Rötungen
-Auffällig sind die extremen Magen-Darmgeräusche nach dem Füttern ( 2x täglich ) z.B. pfeifende Gurgelgeräusche mit stinkenden Pupsen.
Der Hund wiegt fast 37kg, ist aber extrem groß für einen Labrador. Er ist sehr träge und sehr schwer zu motivieren ohne Leckerlies.

Wir sind mit unserem Latein am Ende, ist er krank, was für Futter soll gegeben werden...; wenn Blutuntersuchung bzw. Allergietest gemacht werden sollte, auf was sollte geachtet werden? Bin dankbar für Eure Hilfe, meine Bekannte macht sich Sorgen.

Das hier ist der gute Sam um den es hier geht.
[IMG]https://clicker.inter-dev.de/img/clicker4e3313afb1dff.jpg[/IMG]

[IMG]https://clicker.inter-dev.de/img/clicker4e3314342adfd.jpg[/IMG]


Liebe Grüße
Astrid
Bummi-Mutti
 
Beiträge: 1338
Registriert: So 31. Jul 2005, 12:25

Beitragvon Gerhard » Sa 30. Jul 2011, 07:25

Hört sich wirklich dramatisch an. Armer Kerl!
Ein TA sagte mir mal, es gebe halt Hunde, die Probleme mit der Analdrüse haben, und andere haben es nicht. Warum das so sei wisse niemand. Dh. dieses Problem hat der Hund womöglich unabhängig von den anderen Sachen. Vielleicht bleibt es auch, aber das wäre nicht sooo dramatisch.
Antibiotika sind eine großartige Sache. Sie retten Leben, und oft genug gibt es keine Alternative dazu. Deshalb bin ich keineswegs Gegner davon. AAABER: sie zerstören eben auch die Darmflora, das kann man nicht verhindern. Ohne Darmflora (oder mit "falscher" Darmflora) geht es der Verdauung und damit dem ganzen Organismus schlecht. Deshalb wird häufig empfohlen, nach Antibiotika-Gabe die Darmflora wieder aufzubauen. Bei Menschen hilft Naturjoghurt, beim Hund weniger, aber beim Hund hilft Limburger-Käse (ja, der stinkige!). Da sind die Bakterien drin, die der Hundedarm braucht. Das würde ich meinem Hund in so einem Fall geben.
Darüber hinaus sehen die Symptome für mich obendrein nach Allergie aus. Die kann auch bei verschiedenen Futtersorten auftreten. Ich würde in so einem Fall meinem Hund eine selbstgekochte Diät verpassen. Erstens um den angegriffenen Darm zu schonen, zweitens um evtl. Allergene aus dem Fertigfutter zu meiden. Z.B. Reis mit Huhn, Obst/Gemüse (gekocht!) falls der Hund das nimmt. Auch gekochte Kartoffeln. Alles mit Getreide (Weizen!) würde ich erst mal meiden, es gibt die Gluten-Allergie.
Last not least wäre die Frage, ob es in erreichbarer Nähe eine Tierklinik gibt (Uni-Kliniken sind hier die erste Wahl), die über mehr Wissen und Möglichkeiten verfügt, die Angelegenheit zu untersuchen. Kostet natürlich was und ist damit für manche Leute ein Problem.
Gerhard
 
Beiträge: 228
Registriert: Do 13. Apr 2006, 15:24

Beitragvon snakchen » Sa 30. Jul 2011, 12:27

Einen Tierarzt der nach TCM arbeitet aufsuchen und mal aufhören den Hund chemisch zuzukleistern wäre mal mein erster rat. Grad so Sachen wie Ohren, Analdrüsen usw sind Sachen die man prima mit Akupuntur behandeln lassen kann.

Ansonsten: Blutbild mit Hormonen.
Und eine Ausschlussidät. Weg vom Getreide, mal 3 Wochen ausschließlich Pferd mit Kartoffeln füttern. Auch als Leckerlie und aufpassen dass der Hund NICHTS anderes zwischen die Zähne kriegt.
Wenn es ihm damit besser geht, mal eine Sorte Fisch dazuprobieren und vielleicht Karotten. Aber immer nur eine Futtersorte auf einmal dazu.

lg, Karin
snakchen
 
Beiträge: 3688
Registriert: Fr 8. Jul 2005, 08:05

Beitragvon Korry » Sa 30. Jul 2011, 12:40

Hallo Astrid,

das hört sich aber sehr nach einer Unverträglichkeit auf Industrienahrung an. Die Symptome sind ganz typisch dafür. Umstellung auf Frischfutter wäre die erste Maßnahme. Herausfinden, was der Hund nicht verträgt, kann man nicht zuverlässig über die Blutuntersuchung. Mein TA empfiehlt die schon gar nicht mehr. Mit der Bioresonanztherapie geht das wunderbar. Info dazu hier www.bicom-bioresonanz.de
Auf Reis und Huhn reagieren 8 von 10 Hunden mit einer Unverträglichkeit und genau das empfehlen die TÄte als Diät bei Durchfall. Sie wundern sich dann, dass der nicht in den Griff zu bekommen ist und geben noch mehr ABS, die den Darm noch menr schädigen usw.
Wenn deine Bekannte sich auf Frischfütterung einlassen mag, helfe ich gerne. Einfach melden.

Grüße von
Rita
Korry
 
Beiträge: 871
Registriert: Mo 14. Mai 2007, 17:14

Beitragvon Bummi-Mutti » So 31. Jul 2011, 07:07

Vielen Dank Euch dreien für Eure Meinungen.
Ich werd Petra die Antworten mitteilen und Euch natürlich über den weiteren Verlauf mit Sam auf dem laufenden halten.

LG, Astrid

Ach...was ich noch fragen wollte: Wieviel müsste sie denn dann füttern wenn sie z.b. mit Pferd und Kartoffeln anfangen würde?

2 - 3 % des Gewichtes des Hundes als Gesamtfuttermenge??

Und davon 70 % Fleisch und der Rest Kartoffeln?

Bräuchte sie dann noch Zusätze?
Und...weiß jemand nen günstigen Lieferanten für das Fleisch oder bekomm ich sowas beim Metzger, eher weniger, oder?

Also, nochmal vielen lieben Dank für Eure Hilfe.
Bummi-Mutti
 
Beiträge: 1338
Registriert: So 31. Jul 2005, 12:25

Beitragvon Korry » So 31. Jul 2011, 09:33

Hallo Astrid,

mit der Menge liegst du schon ganz richtig. Man muss aber immer schauen, wie der einzelne Hund reagiert. Für den einen kann es zuviel und für den anderen zu wenig sein. Aber als Richtwert ist das okay. Auf jeden Fall muss Calcium dazu. Das geht in Form von Eierschalenpulver, Calciumcitratpulver oder auch MicroMineral von cdVet. Mit der Knochenfütterung würde ich bei einem Anfängerhund bei der Frischfütterung noch warten, aus mehreren Gründen. Wichtig ist auch ein gutes, kalt gepresstes Öl wegen der Omega-3-Fettsäuren, die im frischen Fleisch zu wenig vorhanden sind. Gut für Hunde sind Rapsöl, Hanföl, Leinöl (besonders gut), Fischöl.
Fleischquellen gibt es im Internet massenhaft. Mein Fleischlieferant ist www.futterkiste-homberg.de
Dort gibt es auch Pferdefleisch. Ich habe den Vorteil, dass ich hinfahren kann, aber die verschicken auch.

Grüße von
Rita
Korry
 
Beiträge: 871
Registriert: Mo 14. Mai 2007, 17:14

Beitragvon nina und splash » So 31. Jul 2011, 12:33

hallo

ist der hund auf SDU von einem ta überprüft, der davon eine ahnung hat? (mehr infos dazu gibts im schildi-forum auf [URL=https://www.yorkie-rg.de]yorkie[/URL]

das würde ich mal noch in betracht ziehen.

gruss nina
nina und splash
 
Beiträge: 327
Registriert: Do 3. Jan 2008, 14:13

RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » So 31. Jul 2011, 17:46

[quote][i]Original geschrieben von nina und splash[/i]

hallo

ist der hund auf SDU von einem ta überprüft, der davon eine ahnung hat? (mehr infos dazu gibts im schildi-forum auf [URL=https://www.yorkie-rg.de]yorkie[/URL]

das würde ich mal noch in betracht ziehen.

gruss nina[/quote]

Auf was bitte??

Muss ich mich in dem Forum anmelden oder wo finde ich genau die informationen dazu??

Auch ein Dankeschön an Dich, Nina.
Bummi-Mutti
 
Beiträge: 1338
Registriert: So 31. Jul 2005, 12:25

RE: RE:

Beitragvon klaus » So 31. Jul 2011, 18:38

[QUOTE]Auf was bitte??[/QUOTE]

Schilddrüsenunterfunktion :)

lg Klaus
klaus
 
Beiträge: 4562
Registriert: Sa 9. Aug 2003, 20:48

RE: RE: RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » So 31. Jul 2011, 19:01

[quote][i]Original geschrieben von klaus[/i]



Schilddrüsenunterfunktion :)

lg Klaus[/quote]

Ach was bin ich dumm...hätt ich ja drauf kommen können, ich habs ja selber auch...
Stimmt, die Symptome könnten auch dazu passen.

Das Wort Schildi-Forum hat mich irritiert...dachte an Schildkröten. :-)
Bummi-Mutti
 
Beiträge: 1338
Registriert: So 31. Jul 2005, 12:25

Nächste

Zurück zu Gesundheit / Ernährung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste