Neurotische Katze (lang)

Katze und Mensch, Probleme, Merkwürdigkeiten, usw.

Neurotische Katze (lang)

Beitragvon Marla » Do 16. Okt 2008, 14:43

Hallo Leute,

vielleicht könnt Ihr mir helfen.
Ich bin ganz verzweifelt. Meine Katze kam 1998 aus einem Problemhaushalt mit 5 Jahren zu uns. Sie war schon immer sehr schüchtern und schreckhaft.
An uns hat sie sich aber gut gewöhnt und uns vertraut, etc. Es gab keine Probleme. Jetzt ist sie 15.
Dann sind wir umgezogen und bekamen ein Baby.
Seitdem geht sie nicht mehr raus, bricht ständig und pinkelt. Sie frisst auch [B]kein[/B] Futter, nur wenn sie wirklich ewig nichts bekommt. Dann maunzt und nervt sie die ganze Zeit. Wir haben schon fast alle Sorten ausprobiert, billig, teuer, es ist egal. Sie frisst nicht und nervt dann.
Anfangs lag natürlich nahe, dass sie eifersüchtig auf das Baby ist, aber die Kleine ist inzwischen 3 1/2 und es ist immer noch so...
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie nervig das ist. Unsere Wohnung ist die reinste Kloake geworden, ständig Katzenkotze und Pisse, ich habe als nur noch einen Hass auf das Nervvieh.
Weiß jemand Rat?
Marla
 
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RE: Neurotische Katze (lang)

Beitragvon Aspen » Do 16. Okt 2008, 15:01

[quote][i]Original geschrieben von Marla[/i]
.. ich habe als nur noch einen Hass auf das Nervvieh.[/quote]

Also dieser Satz erschrickt mich ein bißchen!! :(
Vielleicht hat sie ja auch gesundheitliche Probleme.
Habt ihr sie mal richtig durchchecken lassen, mit richtig großem Blutbild??

LG Nicole
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Beitragvon snakchen » Do 16. Okt 2008, 15:28

Das Alter, dass sie nichts frisst und erbricht (häufig, kein Futter sondern hauptsächlich schleim?) sind Anzeichen für Nierenproblematik wie sie sehr viele Katzen in dem Alter haben. Ich würde die Katze dem Tierarzt vorstellen und das Blut auf Creatinin, Harnstoff und Phosphor untersuchen lassen. Das können viele Praxen mittlerweile schon vor Ort innerhalb von 5 Minuten machen lassen.

Erst dann, wenn man eine Nierenkrankheit ausschließen kann, würde ich weiterüberlegen ob da was mit dem verhalten nicht passt.

lg, Karin

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RE: Neurotische Katze (lang)

Beitragvon Chiyo » Do 16. Okt 2008, 17:58

[quote][i]Original geschrieben von Marla[/i]
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie nervig das ist. [/quote]
Ja, ich weiß das aus eigener Erfahrung. :-o
Bienchen hatte sehr häufig Blasenentzündungen und es gab auch immer wieder Phasen, in denen sie täglich erbrach. ;(

Auch von mir gibt es deshalb die Empfehlung, zum Tierarzt zu gehen und die Katze untersuchen zu lassen. Bienchens Blutwerte waren blendend, alles tiptop in Ordnung. Erst die Urinentnahme aus der Blase zeigte das Problem: E.colis, wo keine hingehörten.

Manchmal vermutet man psychische Probleme (Bienchen war ein ängstliches Sensibelchen) und in Wirklichkeit sind Bakterien die Ursache allen Übels. 8-|

PS. Das Brechen war weg, als sie kein Supermarkt-Dosenfutter mehr bekam.
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Beitragvon Hermine » Do 16. Okt 2008, 20:16

Wenn eine 15-jährige Katze plötzlich Probleme bekommt, liegt es wirklich sehr nahe, dass sie krank ist...
oder keinen Rückzugspunkt für sich hat.
Ich würde auch zum TA gehn... ;)
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Beitragvon zilli » Fr 17. Okt 2008, 00:13

wenn eine Katze, die eigentlich hungrig sein sollte, nichts frisst und gleichzeitig nach Futter verlangt, kann das auf Zahnprobleme hinweisen, das war bei einigen von unseren so.

Zum Erbrechen müsste man wissen, ob sie gerade Verspeistes von sich gibt, Pflanzenreste, Haare, nur Schaum oder gar Kotähnliches erbricht.

edit: snakchen: klar, die Nieren waren es bei unserem letzten auch, Erbrechen war schaumartig und starke Abmagerung kam dazu. Auch die Farbe der Bindehäute gibt Auskunft; auch über Leberschäden.

Aber da kennt sich der TA aus.

Das "Protestpinkeln" wenn es das auch ist - kenne ich auch, es manifestiert sich an Orten, an denen es besonders störend ist (Sofa, Schuhe, etc.) und ich kenne kein Mittel dagegen. Es kann jahrelang anhalten.

So hart es klingt, aber wenn medizinisch nichts zu verbessern ist, würde ich mich eventuell - auch im Interesse des Kleinkindes - von der Katze trennen. D.h. [B]nicht[/B], sie woanders hin zu vermitteln.

Vorher solltest du aber medizinische Gründe, die behebbar sind, ausschließen.

lgb

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RE:

Beitragvon Aspen » Fr 17. Okt 2008, 04:09

[quote][i]Original geschrieben von Brigitte & Chilli[/i]
So hart es klingt, aber wenn medizinisch nichts zu verbessern ist, würde ich mich eventuell - auch im Interesse des Kleinkindes - von der Katze trennen. D.h. [B]nicht[/B], sie woanders hin zu vermitteln.
[/quote]

Meinst du damit Euthanasie !!!! :-o
Finde ich echt krass, wie du das so empfiehlst. Tier funktioniert nicht mehr so wie wir es gerne hätten........na, dann weg mit!! ;D
Das macht mich echt sauer.
Unverständliche Grüsse Nicole
Aspen
 
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RE: Neurotische Katze (lang)

Beitragvon mittendrin » Fr 17. Okt 2008, 07:13

Hallo Maria,

[quote][i]Original geschrieben von Marla[/i]
Anfangs lag natürlich nahe, dass sie eifersüchtig auf das Baby ist, aber die Kleine ist inzwischen 3 1/2 und es ist immer noch so...
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie nervig das ist. Unsere Wohnung ist die reinste Kloake geworden, ständig Katzenkotze und Pisse, ich habe als nur noch einen Hass auf das Nervvieh.
Weiß jemand Rat?[/quote]

Sie macht das seit 3 1/2 Jahren? Ja, ich kann mir vorstellen, dass das nervig ist, so hart Du es auch ausdrückst.
Ich bin nicht sicher, ob sich gesundheitliche Probleme über einen solchen Zeitraum nicht auch schon anders gezeigt hätten, würde aber trotzdem auch den TA-Besuch empfehlen.

Eine ähnliche Geschichte gab es bei uns:
Wir hatten immer 4 Katzen, eine nach der anderen verstarb dann, seufz. Die Jüngste mit 13 Jahren war noch da und nun tieftraurig so allein.
Ich bin ins Tierheim gegangen und bat um einen älteren, selbstbewußten Kater. Die Katze kann nämlich durchaus ne Zicke sein und Ponda findet fremde Katzen auch klasse zum Ärgern.
Wir bekamen Igor, seines Zeichens rotzfrecher Russe :-) Seine erste Handlung hier: auf dem Sofa Platz nehmen und Ponda die Krallen um die Ohren hauen. Das lief also gut, alles in Ordnung.

Dann zog Eddie ein und zeitgleich hatte der Kater eine Verletzung am Hinterbein. Eddie hatte Oberwasser, der Kater war im Hintertreffen.
Der Kater verkroch sich auf unserem Hochbett und pinkelte zigmal ins Bett. Unsere Begeisterung war riesig und ich war mir auch ganz sicher, dass das ne psychische Geschichte ist. Passte halt alles so gut.

Bis ich eines Morgens in Flur und Bad blutige Pinkelpfützen fand. Ich hab akribisch alle Hunde untersucht - nix. Kommt der Kater um die Ecke und setzt sich vor meinen Augen hin und pinkelt....

Der langen Rede, kurzer Sinn: nachdem der Kater beim TA war, die Behandlung abgeschlossen, hat der auch nie wieder ins Bett gepinkelt.
Und wenn er wieder mal anfangen sollte, schlepp ich ihn gleich zum TA.

Gute Besserung und liebe Grüße,
Ellen

mittendrin
 
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Beitragvon Hermine » Fr 17. Okt 2008, 08:51

@Brigitte & Chilli

[QUOTE]D.h. nicht, sie woanders hin zu vermitteln.[/QUOTE]

Denkst Du, das wäre wirklich auch im Sinne der Katze entschieden?

LG Hermine
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Beitragvon Jenny99 » Fr 17. Okt 2008, 12:16

Hallo,
also ich persönlich würde bei so einem doch schon recht alten Tier auch wahrscheinlich eher einschläfern als sie nochmal zu vermitteln. Und sie behalten, obwohl sie mir nur auf den Keks geht...naja, das merkt das arme Tier doch auch....und hat so keinen schönen Lebensabend. (Wobei ich schon 5 Jahre einen inkontinenten Hund hatte..morgens putzen, mittags putzen...usw..da hat jeder andere Nerven, der eine kanns, der andere nicht...)
Ich versteh aber auch andre Meinungen.
Nur, wenn der Halter sich entascheidet, noch einige schöne Wochen für das Tier zu bieten und danach einzuschläfern - dann könnte ich das auch verstehen....
Jenny99
 
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