Neurotische Katze (lang)

Katze und Mensch, Probleme, Merkwürdigkeiten, usw.

Beitragvon Hermine » Fr 17. Okt 2008, 13:34

Ich nicht. Ich finde es bodenlos egoistisch. Ich möchte aber niemanden persönlich beleidigen damit!
Hermine
 
Beiträge: 2010
Registriert: So 21. Mai 2006, 19:49

RE:

Beitragvon Chiyo » Fr 17. Okt 2008, 14:35

[quote][i]Original geschrieben von Hermine[/i]
Ich finde es bodenlos egoistisch. [/quote]
Das ist alles nicht so einfach. Ich gehe von gesundheitlichen Problemen aus, die durch 3 Wochen Antibiotikumgabe beseitigt werden können oder durch eine Diät.

Aber falls die Katze kerngesund ist und wirklich eine Verhaltensstörung vorliegt, die sich nicht durch einfache Maßnahmen beseitigen läßt (mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe, anderes Klo, andere Streu, mehr Klos an anderen Stellen, etc.), dann muß man sich schon fragen, ob das Zusammenleben mit dieser Katze für die Menschen zumutbar ist.

Wenn die Katze noch einigermaßen fit ist, lohnt sich meiner Meinung nach ein Versuch, sie in ein neues Zuhause zu vermitteln. Wenn sie sehr alt und gebrechlich ist, wäre Einschläfern wahrscheinlich die bessere Maßnahme - auch im Interesse der Katze.

Zuallererst sollte aber wirklich Blut und Urin untersucht werden. Wenn das Ergebnis feststeht, kann man anfangen, sich andere Gedanken zu machen.

[QUOTE]Ich bin nicht sicher, ob sich gesundheitliche Probleme über einen solchen Zeitraum nicht auch schon anders gezeigt hätten,[/QUOTE]
Biene hatte eine chronische Blasenentzündung. Sie hatte keine anderen Beschwerden als Unsauberkeit - mal mehr mal weniger.

[quote][i]Original geschrieben von Jenny99[/i]
(Wobei ich schon 5 Jahre einen inkontinenten Hund hatte..morgens putzen, mittags putzen...usw..da hat jeder andere Nerven, der eine kanns, der andere nicht...)
[/quote]
Das läßt sich meiner Meinung nach nicht vergleichen. Erstens kommen Katzen in höhere Bereiche und können dementsprechend [B]überall [/B]hinpinkeln, Hunde dagegen nur auf den Boden, Couch, Bett etc.
Zweitens riecht Hundeurin so gut wie nicht. Man putzt - das war´s. Der Gestank von Katzenurin läßt sich nicht entfernen. Das Einzige, was hilft, ist eine Rundumrenovierung: neue Fußböden, neue Tapeten, neue Möbel.
Chiyo
 
Beiträge: 2559
Registriert: Mo 22. Dez 2003, 13:41

Beitragvon Hundekeks » Fr 17. Okt 2008, 15:30

Hm, einschäfern finde ich schon hart. Wenns meine Katze wäre, würde ich- falls es wirklich nicht mehr geht- versuchen sie irgendwo noch unter zu kriegen. Es wird doch irgendwo ein Plätzchen geben, wo sie leben kann und keinen stört.

Auf dem Hof, auf dem ich lebe, ist vor kurzem so ein Notfall eingezogen. Die Katze ist inkontinent und hat Probleme, sich sauber zu halten. Auch sonst ist sie alt und merkwürdig und hat keine Zähne mehr. Man kann sie nicht mehr so einfach in einer Wohnung halten. Sie wurde deswegen zum Einschläfern zum Tierarzt gebracht. Die Tierärztin gab sie uns dann mit und nun lebt sie in der Scheune. Inzwischen geht es ihr gut. Sie sieht aus wie der letzte Husten, da sie ihre Dreckpfoten selbst nicht mehr sauber bekommt, aber jedesmal, wenn ich sie treffe, sieht sie sehr glücklich aus.

Es ist also manchmal auch eine Frage es richtigen Ortes. Vielleicht findet sich so ein Platz für diese Katze, falls sie tatsächlich nicht an einer Krankheit, sondern an einer schwerwiegenden Verhaltensstörung leidet.
Hundekeks
 
Beiträge: 1082
Registriert: Sa 13. Sep 2008, 20:27

Beitragvon Jenny99 » Fr 17. Okt 2008, 16:58

@Hermine: Nehme ich Dir nicht übel.

Als Anmerkung noch, damit Ihr mich nicht missversteht: ich würde natürlich über alles gut nachdenken, Ursachen suchen usw. Ich bringe kein Tier enfach so zum Einschläfern.

Das war auch der Grund, warum ich das mit dem Hund erwähnte. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, bei jeder Kleinigkeit das Tier loswerden zu wollen.

@Chiyo: ich weiß, das kann man nicht vergleichen. Mein Kätzchen habe ich damals weitervermittelt, da sie sich nach meinem Umzug in die Großstadt sehr unwohl gefühlt hat und daher unsauber geworden ist. Nach Monaten gings nicht mehr, das Tier tat mir leid hier. Also ist sie aufs Land gezogen.
Dot, wo sie jetzt wohnt, lebte ein 17 (oder 18?) jahre alter Kater, der bis zu seinem Tod Probleme mit den Nieren hatte und die letzten Monate auch sehr viel gepieselt hat. Die Familie renoviert gerade komplett. Ich habe sie bewundert, für ihre Geduld und Akzeptanz. Sie hatten aber auch ein großes Haus und viel Platz für die Katzen.
Jenny99
 
Beiträge: 555
Registriert: Mi 13. Sep 2006, 15:52

Beitragvon Aspen » Fr 17. Okt 2008, 17:33

Hallo.
Vielleicht geht der Katze ja "ihre" Familie auf den Keks und sie würde woanders neu aufblühen. Es wäre ungerecht der Katze gegenüber, nachdem sie sich als gesund erweisen würde, ihr nicht diese Chance zu geben. Es ist doch ein Lebewesen, das viele Jahre gut für einen war!!! Ich habe auch eine Katze gehabt, die hat mir 1 1/2 Jahre alles vollgesch..... Bauchspeicheldrüse war hinüber. Meine Wohnung hat gestunken...... mich hat keiner mehr freiwillig besucht!! Und trotzdem hätte ich sie nieeee und nimmer deshalb eingeschläfert.!!! Und gehasst habe ich sie auch nicht deswegen und auch hätte ich sie auch nie Nerv-Vieh genannt!!!!
Nicole
Aspen
 
Beiträge: 1122
Registriert: Mo 21. Mai 2007, 17:11

Beitragvon Hundekeks » Fr 17. Okt 2008, 17:50

Wie gesagt, einschläfern fänd ich jetzt auch keine Option, weil es sicher irgendwo eine Möglichkeit gibt, wo sie leben kann, wenn man genug sucht.

Aber ich kann voll verstehen, dass einem nach 3 1/2 Jahren irgendwann mal die Nerven blank liegen. Ich meine, Marla hat die Katze immer noch und bereits so lange Zeit Probleme damit- das sieht für mich so aus, als könnte man davon ausgehen, dass sie die Verantwortung für die Katze ernst nimmt. Leute, die keine Verantwortung tragen wollen, ertragen nicht so lange Zeit eine pinkelnde Katze. Das ist auch wirklich kein Zuckerschlecken, meine hatte das 4 Monate lang und war dann wirklich sehr erleichtert, als alles gut wurde- die Frau vom Tierschutz, wo ich sie her hatte, meinte, dass die meisten Leute sie schon längst zurück gegeben hätten.

Es sieht so aus, als wäre sie im Moment einfach überfordert ist, da eine Entscheidung zu treffen. Zum Tierarzt ist sicher erst einmal ein guter Rat, auch wenn die Pinkelei mit der Geburt ihres Kindes begonnen hat, was ja eher nach einem Verhaltensproblem riecht. Dennoch kann es natürlich Zufall sein. Falls sie wirklich verhaltensgestört sein sollte, hoffe ich, dass es eine gute Lösung geben wird, mit der sowohl Marla als auch die Katze gut leben können.

Vielleicht ist die Katze froh, wenn sie ein ruhigeres Zuhause bekommt, vielleicht ist ihr der Trubel in einer Familie mit Kleinkind einfach zu viel.

Ich wünsche eine weise Entscheidungsfindung.

Liebe Grüße
Hundekeks
Hundekeks
 
Beiträge: 1082
Registriert: Sa 13. Sep 2008, 20:27

Beitragvon Hermine » Sa 18. Okt 2008, 07:16

[QUOTE]was ja eher nach einem Verhaltensproblem riecht. [/QUOTE]

Haben sich die Gefühle der Katze gegenüber verändert...

Ich kann mich noch erinnern, wie ich es einfach nicht mehr geschafft hab am Abend, meinen Hund zu streicheln bzw. Körperkontakt auszuhalten, weil den ganzen Tag zwei Kleinkinder quasi an mir "gezerrt" hatten...
mein Hund reagierte damals extrem unterwürfig auf meine plötzliche Ignoranz, die schlichtweg Erschöpfung war...
Hermine
 
Beiträge: 2010
Registriert: So 21. Mai 2006, 19:49

Beitragvon Maggy » Sa 18. Okt 2008, 07:48

Schade, daß bisher keine Antwort bzw. Info kam. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß jemand 3 1/2 Jahre so was mitmacht ohne beim Tierarzt gewesen zu sein.

Ich kenne auch einen Fall, da waren 2 Katzen im Haus. Dann kam ein Baby und eine der Katzen fing an überall hin zu machen. Ein Kollege von mir war dann zufällig da und dem gefiel der Kater. Er hat ihn am gleichen Tag mit nach Hause genommen und beim ihm hat der nicht einmal hin gemacht!

Aber: Wer geht schon das Risiko ein und nimmt so eine Katze? Der Schuß könnte ja auch nach hinten los gehen 8-|

Unser Kater ist auch oft mäkelig beim Fressen ohne das er was hat, wir spotten dann immer ein bisschen, daß er wohl gemerkt hat, daß er zu dick wird und ne Diät einlegt ;) Aber ist dabei sauber. Und irgendwann verfällt er wieder in den Freßwahn, wie zur Zeit und holt wieder auf.
Maggy
 
Beiträge: 1642
Registriert: So 31. Aug 2008, 16:21

Vorherige

Zurück zu Verhalten und Soziales

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron