Sterben als Kunst?

Rechtsfragen rund um's Tier

Sterben als Kunst?

Beitragvon wolf_puppy » Mo 21. Apr 2008, 18:25

Bitte tut etwas dagegen! ;(

Was für ein Mensch ist so krank, so etwas "Kunst" zu nennen? Wer ist so krank, an so etwas überhaupt zu denken? Und wer ist so krank, sich so etwas anzusehen, ohne etwas dagegen zu unternehmen?

Ich kann es einfach nicht verstehen... :-|

Aber je mehr Menschen es sehen, lesen, davon hören, desto größer ist die Chance, dass der eine oder andere etwas dagegen unternimmt und so steigt auch die Chance, dass tatsächlich etwas gegen solche Grausamkeiten getan werden kann.

Bitte schickt diese E-Mail an ALLE Personen in eurem Adressbuch weiter!
So grausam es ist und so viel Tränen auch wegen eines einzigen Tieres, das vielleicht sowieso gestorben wäre, vergossen werden - SEHT es euch an! Tut etwas gegen diese Grausamkeit und bleibt nicht Tatenlos!
Lasst solche Menschen - wenn ihr schon nicht im Namen des Tieres handeln wollt - nicht den Namen der Kunst beschmutzen durch solche niveaulosen Aktionen!

Nehmt euch diese E-Mail zu Herzen und lasst sie nicht sofort im Papierkorb verschwinden, bitte!

PS: Wer kein Tierliebhaber ist, bedenke bitte Folgendes: Wenn man schon so weit gesunken ist, Tierquälerei Kunst zu schimpfen, dauert es nicht mehr lange, bist statt dem Tier ein Kind dortsitzt und vor den gespannten Augen der Zuschauer verhungert. Denn sehen wir nicht auch jeden Tag zu, wie auf der ganzen Welt Leute verhungern?
Ein Schritt in die richtige Richtung, das wäre zumindest ein Anfang. Also: Wehrt euch gegen die unmenschliche Unmenschlichkeit!

Gedanken mit Herz
von Michael Aufhauser

Sterben als Kunst?

Der selbsternannte „Künstler“ Guillermo Vargas aus Costa Rica will in diesem Jahr zum zweiten Mal einen angeketteten Straßenhund, also sowieso einen von den Ärmsten der Armen, verhungern lassen.
Und zwar auf Einladung der Biennale in Nicaragua.
Der Hund verhungert langsam und er blickt dabei auf einen Satz, den Herr Vargas mit Trockenfutter an die Wand geschrieben hat: „Du bist, was du liest…“
Vielleicht wird er diesmal noch geschmackloser sein und schreibt: „Du bist, was du isst.“ Jedenfalls hat schon bei der ersten Aktion keiner der so „kunstinteressierten“ Besucher der Galerie den armen Hund zu befreien versucht, oder ihm wenigstens Futter und Wasser gegeben. Seine flehenden Blicken waren ihnen allesamt gleichgültig, es geschah ja im Namen der Kunst.
Der „Künstler“ selbst gibt an, es handle sich dabei um eine „Demonstration gegen die Unmenschlichkeit…“
Ich denke, wer unmenschlich handeln muss, um die Unmenschlichkeit anzuprangern, der ist ein eiskalter Dilettant, ein Künstler aber nie und nimmer. Kunst gehört zur Kultur und das schließt qualvolle Opfer-Rituale dieser Art aus.
Denn seit wann muss man selber herzlos foltern, um gegen die Folter zu sein…?
Bitte schreiben Sie gegen diese zweite Qualshow an die Botschaft von Honduras nach Berlin unter: informacion@embahonduras.de.
Oder an das Konsulat nach Wien: Konsulat von Honduras, Breitenfurter Straße 372, 1230 Wien 23. Weitere Informationen zur Petition: www.petitiononline.com/13031953/petition.html.
wolf_puppy
 
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Beitragvon Billi » Mo 21. Apr 2008, 19:56

...hier sehen wir des menschen bester freund...oder was?
[IMG]https://clicker.inter-dev.de/img/clicker480ceedbea300.jpg[/IMG]
... :-|
Billi
 
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RE:

Beitragvon klaus » Mo 21. Apr 2008, 20:35

Das Thema geistert ja schon lange durch die Foren.

Aber wo bleibt der Aufschrei, wenn es um Stierkämpfe geht?
Wo beim Hobbyangeln oder bei der Trophäenjagd in Afrika?
Täglich verhungern zahllose Hunde in Entwicklungsländern, täglich verhungern auch zahllose Menschen in diesen Ländern.
Es ist leicht, den Künstler zur perversen Bestie zu erklären. Damit ist ein Schuldiger gefunden und wir haben das Gefühl, etwas getan zu haben.

[URL=https://www.wunsch-hund.de/aktuell/wunsch-hund_news-blog/hat_guillermo_vargas_einen_hund_f%FCr_die_kunst_verhungern_lassen?.html]Hier[/URL] eine Seite aus einem anderen Blog, die ich recht gut finde. Besonders der letzte Abschnitt, den hier hier nochmal rein kopiere:

[I]Aktiver Tierschutz oder langfristig angelegte Entwicklungshilfe ist dagegen immer im Dienst, auch wenn keiner hinguckt. Zeit, den eigenen Geldbeutel oder noch besser das konkrete eigene soziale Engagement ins Spiel zu bringen. Der beste Zeitpunkt dafür ist, wenn man sich gerade (gerne auch zurecht) über ein konkretes Drama aufregt.[/I]

Ich finde, wer wirklich was gegen die Unmenschlichkeit auf unserem Planeten unternehmen will, kann das jeden Tag tun.
Die Finanzierung der Ausbildung eines Jugendlichen in der dritten Welt wäre nur eine davon. Damit ist mehr geholfen, als irgendwelche Petitionen oder Protestmails zu schreiben, die sich gegen Dinge wenden, wie sie täglich 1000fach geschehen und sich nur dadurch von diesem Fall unterscheiden, dass sich dort die Öffentlichkeit nicht dafür interessiert.

lg Klaus
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Beitragvon Jenny99 » Di 22. Apr 2008, 04:57

"Jedenfalls hat schon bei der ersten Aktion keiner der so „kunstinteressierten“ Besucher der Galerie den armen Hund zu befreien versucht, oder ihm wenigstens Futter und Wasser gegeben. Seine flehenden Blicken waren ihnen allesamt gleichgültig, es geschah ja im Namen der Kunst."

Nein, nicht weil es im Namen der Kunst geschah, war es gleichgültig. Ich bin sicher, diesen besuchern der Ausstellung, die jetzt teilweise auch die Bilder rumreichen, war es grundsätzlich gleichgültig! Sie sind auch draußen an hunge4rnden Hunden und evtl gar Kindern vorbei gegangen, haben die Eintrittspreise für ihr Vergnügen bezahlt und gar nicht daran gedacht, daß sie somit die Macht haben, Hunger zu lindern.
Der Hund ist verhungert, weil niemand den Mut hatte, Futter aus einem Schriftzug zu nhewmen und es ihm zu geben. "Du bist was Du liest" ist an uns gerichtet, die wir hingehen und nichts tun. Wie der Großteil von uns nichts tut. Und bitte, wie wenige Menschen sind in der Lage, für eine gehbehinderte Dame einen Sitzplatz im Bus frei zu machen? Wem fällt die Dame überhaupt auf? Und wenn schon hier nicht hingesehen wird -wie dann dort?
Und alle Petitionsunterzeichner sind sich hoffentlich bewußt -das ändert nichts an der Welt, es macht sie nicht besser, denn Worte haben zwar Macht, aber nicht diese, sonst würde ja mal jemand auf die edlen und auch geschichtlichen Texte hören, daraus lernen. Für ein Individuum mag es etwas ändern -es verhungert dann auf der Straße. Der Hund verhungert, bis ihn jemand füttert, egal, wo er ist. Und es ist mir unbegreifflich, wie ein Hund in einer Austellung, wo er wohl gesehen werden muß, verhungern kann. Ist das die Welt? Sieht jeder nur weg? Schwint jeder nur Reden ohne zu Handeln? Der Künstler mag perverse Ideen haben, aber die Schuld am Leid liegt nicht bei ihm -sondern bei uns...Und hat er nicht sein Ziel erreicht? Schaut nun nicht jeder dort hin? War sowas erst nötig, um solch eine Aufregung über Hungersnot auszulösen? Wow! Alles wird vergessen, wenn es nicht in den Medien ist?

PS: Ich weiß, hier sind viele Leute anders, aber scheinbar, meiner subjektiven Wahrnehmung nach, schaut doch die Mehrheit nur weg. Egal worum es geht. Ich stand selber schon unter schmerzend heulend am bahnhof, konnte kaum aufstehen -und hab den Krankenwagen selber rufen müssen, owohl ich Leute um Hilfe gebeten habe. Ich hab nachts neben einem Brand versucht ein Auto anzuhalten, da ich kein handy habe und die Feuerwehr nicht rufen konnte -keiner hielt an. Das sind nur kleine Verdeutlichungen im Alltag dafür, daß wir unsere Augen genausowenig nutzen, wie unseren Verstand, unser Geld....
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Beitragvon snakchen » Di 22. Apr 2008, 13:17

Ich habs auch unterzeichnet. Natürlich gibt es auch jede Menge anderes Leid, was nicht jeden Tag in den Medien ist. Aber soetwas dann noch als Kunst zu bezeichnen? Und wenn die Künstler mit dieser Aktion ihr Land repräsentieren, find ich das nur gut, wenn viele Menschen zeigen, dass sie soetwas absolut bescheuert finden.
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Beitragvon Shaia » Di 22. Apr 2008, 20:13

gut, dass das hier auch eingestellt ist.!wir haben (in einem anderen forum) schon die halbe weltpresse, tv, kunstszene etc. informiert.
das ganze wurde aber als "hoax" hingestellt, dann aber doch wieder nicht... aber auf jeden fall unterschreiben!

schaut mal, was heute in der presse war (aber das wisst ihr ja in deutschland sicher bereits):
https://www.20min.ch/life/lifestyle/story/21402026


liebe grüsse,
andrea

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Beitragvon Gerhard » Mi 23. Apr 2008, 09:24

Hallo!
Ich habe erfahren, daß die bekannte TierOrga PETA von diesem Fall weiß und sich drum kümmert. Dort hat man erfahren, daß der Veranstalter diese "Aktion" nicht zulassen will. Zumindest also ein Hoffnungsschimmer.
Woran man sieht: immer wieder protestieren gegen Mißstände kann durchaus helfen. Negative Publicity und das im großen Umfang kann sich kaum einer mehr leisten heutzutage.
Also: weiter unterschreiben, Protestbriefe schicken, das hilft durchaus. Wenigstens manchmal.
Hoffnungsvolle Grüße
Gerhard
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Beitragvon Shaia » Mi 23. Apr 2008, 09:26

Danke für die Infos!!!!
Hoffen wir das Beste!
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Beitragvon wolf_puppy » Mi 23. Apr 2008, 09:40

Danke, dass sich wenigstens einige von euch dafür interessieren, dem armen Tier zu helfen.
Es stimmt - es gibt so viel Leid auf der Welt, gegen das was unternommen werden müsste - aber kann man das?
Man soll doch immer "klein" anfangen. Also machen wir das auch!
Dieser Hund hat mit unserer Hilfe die Chance, zu überleben! Auch, wenn er dann auf der Straße verhungert. Aber durch unsere Hilfe kriegt er wenigstens eine Chance...
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Beitragvon Shaia » Mi 23. Apr 2008, 09:44

... und es geht um die Würde des Tieres und die "öffentliche Tierschutzverletzung", ein Hund der auf der Strasse verhungert weil er nicht an Futter kommt, kein Futter findet etc. ist ganz und gar nicht gleich zu stellen mit einem Hund, dem es verwehrt wird, auf Futtersuche zu gehen, den man vor tausenden von Augen (aus aller Welt! auf solchen Messen tummeln sich nicht nur Lansleute!) erbärmlich "verrecken" lässt! Das ist Qual und nicht "Natur" und das ist der grosse Unterschied.

lg,
Andrea
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