grab des verstorbenen haustiers

Rechtsfragen rund um's Tier

grab des verstorbenen haustiers

Beitragvon la coca » So 25. Mai 2008, 18:57

hallo,

mir liegt ein ziemlicher kloß im hals, wenn ich daran denke, dass meine kleine bella schon fast 13 jahre alt ist und immer seniler wird.

mama bereitet mich immer mehr drauf vor, dass es sein kann, dass dieses jahr bella's letztes ist und der gedanke daran lässt mein herz bluten und mir kullern tränen runter ...

natürlich möchte jeder haustier besitzer dessen tier verstorben ist, ein angemessenes grab, damit das tier so zu sagen die letzte ruhe findet *seufz*

daher meine frage, wie ist das mit tier im garten vergraben? was gibt es da für bestimmungen?

ich weiß nur, dass es irgendwas mit dem grundwasser auf sich hat und mit der größe des tieres.

dass ich ein pferd nicht im garten verscharren dürfte ist mir klar, aber wie siehts mit nem hund mittlerer bis großer größe aus?
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Beitragvon snakchen » So 25. Mai 2008, 19:44

Ist in Österreich eigentlich verboten. Ich glaub bis zu 2 kg aber da müsste ich nun lügen. Kann sein, dass das auch schon strenger ist. Ich sag "eigentlich", weil ich keinen Tierarzt kenne, der einem das Tier nicht mit nach Hause geben würde.
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Meine Tierärztin sagt ...

Beitragvon Kimbaline » So 25. Mai 2008, 21:03

Hallo!

Ich habe mit meiner TÄ darüber gesprochen. Kimba ist 11 und hat schwere HD. Und ich wollte lieber Bescheid wissen. Aber es ist kein schönes Thema. Also, nur bei Bedarf lesen.

Also, meine TÄ kommt zum Einschläfern nach Hause. Dann bleibt der Hund in seiner gewohnten Umgebung und muss nicht in die sterile Praxis.
(Ich rechne mit Einschläfern, aber vielleicht kommt es ja auch anders.)
Der Hund kann dann auch bei mir zu Hause bleiben.
Ich glaube, du hast auch nen Hovi? Eigentlich darf man nur Hunde bis Schäferhundgröße zu Hause begraben. Aber laut TÄ ist das beim Hovi auch noch ok.
Ebenso kann man seinen Hund dem TA zum "Üben" zur Verfügung stellen. Oder der TA behält den Hund und ...
Bei uns gibt es auch ein Kleintierkrematorium. Aber das wird nicht unsere Entscheidung.
Naja, es ist ein trauriges Thema. Hab ich auch noch nicht erlebt. Aber ich dachte, je mehr ich weiß, desto leichter wird es. Zumindest in dem Moment.

Aber ich wünsche euch noch eine lange Zeit zusammen.
Kimbaline
 
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Beitragvon Gwendulin » So 25. Mai 2008, 21:28

Hi Katrin,

ich habe eine andere Beziehung zu den Toten, seien es Menschen oder Tiere.

Was Kumbaline schreibt, finde ich für mich persönlich das Wichtigste beim Abschied. Wenn es denn so weit ist, sollte das Tier so wenig Streß wie möglich haben. Dann fände ich es klasse, wenn der Tierarzt ins Haus kommt und das Tier in meinen Armen einschlafen könnte.

Mein letztes Tier war ein Kaninchen. Wenn ich zu hause war hatte es immer Freilauf außer in der Küche, da durfte es nicht hin. Hat aber immer auf der Schwelle gesessen und die Nase so lang wie möglich in die Küche gestreckt. Gab da ja auch immer leckere Kartoffelschalen, Paprikaschnitzel und anderes *smile

Nun eines Tages bin ich nach hause gekommen. Das Kaninchen war in meiner Abwesenheit im großen Käfig und ich wollte es rauslassen. Hat sich wie immer auf die Hinterbeine gestellt und ist einfach umgefallen. Ich habe es rausgelassen. Alles normal, bis es einen Haken geschlagen hatte im Übermut und mit einem Bein an das Stuhlbein geschlagen ist. Das wiederholte sich in den nächsten Tagen und ich habe jedesmal gezittert, wenn ich das Kaninchen rausgeholt habe.

Der Tierarzt meinte damals es hätte einen Schlaganfall gehabt. Haben einiges ausprobiert keine Besserung und am Ende habe ich es mit 10 Jahren einschläfern lassen. Ich war dabei, habe es in meinen Armen gehalten und das war mir wichtig.

Und ich habe es in der Tierarztpraxis gelassen. Weil das was mit dem Körper passiert war mir nicht mehr wichtig. Das war für mich nur noch ein toter Körper. Aber jeder empfindet das anders, das ist die eigene Entscheidung.

Danach bin ich stundenlang heulend durch die Feldmark gelaufen. Aufe inmal kam eine Krähe, die ist über mich geflogen und hat sich 5 m vor mich gesetzt.

Lach nicht. Ich habe das als Zeichen gesehen und als die Krähe wieder aufgeflogen ist, habe ich mich noch einmal verabschiedet.

Auch nach 20 Jahren drehe ich mich noch einmal um und erwarte, das das Kanickel auf der Schwelle sitzt und auf meine Kartoffelscheiben wartet.

Ich weiß nicht, ob Du verstehst was ich meine. Wo der Körper begraben ist, ist mir egal. Es ist immer noch im meinem Herzen.

Ich wünsche Dir und Deiner kleinen Bella, daß Ihr noch lange zusammen sein könnt.

LG
Angie
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RE:

Beitragvon klaus » So 25. Mai 2008, 22:18

Darüber hab ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht, meine Herren sind ja auch nicht mehr die jüngsten (Ajax 11 und Ferdi irgendwie auch so, genau weiss ich's ja nicht, Tierheimhund).

Mein letzter Hund starb bei meiner Tierärztin auf dem OP Tisch. Sollte eigentlich nochmal operiert werden, im Lauf der OP hat sich dann aber heraus gestellt, dass er weitaus schlimmer krank war, wie angenommen.
Also die Entscheidung wurde mir mehr oder weniger abgenommen.
Ich hab ihn dann bei der TÄin gelassen, dort kam er zur Tierkörperbeseitigungsanstalt.
War für mich auch nicht schlimm. Zu dem leblosen Körper hatte ich dann eh keinen Bezug mehr, hab ihn eben noch schön zugedeckt und ihm nochmal gestreichelt.

Wie das mit den Herren wird, ist auch sicherlich bald mal akut. Nachdem ich hier nun keinen eigenen Garten habe und schon zu lebzeiten der Hunde ein riesen Nachbarschaftsgeschrei losgebrochen ist, brauch ich über eine Bestattung im Garten gar nicht nachzudenken.
Hätt ich aber eh nicht gemacht. Es gibt hier in der Nähe einen richtigen Tierfriedhof. Zumindest die Adresse hab ich mal, ob ich das dann in Anspruch nehme oder nicht, wird sich zeigen. Ansonsten wie beim letzten, Tierkörperbeseitigung. Gibts hier auch und die nehmen verstorbene Haustiere auch mit etwas Einfühlungsvermögen entgegen. Also nicht nur "Ja, schmeiss da mal hinten rein in die grosse Tonne...."

Wie sie sterben und wo, würd ich immer den Tierarzt entscheiden lassen. Bei Ajax bin ich mir ziemlich sicher, dass der keinen grossen Wert darauf legt, in meinen Armen sterben zu dürfen. Bestimmt würd er's auch nicht ablehnen. Ich denke, das hängt ganz von seiner Stimmung ab und ob er meine Nähe sucht, oder lieber seine Ruhe will.
Ferdi ist so auf mich fixiert, den muss ich in's Regenbogenland begleiten, alles andere wäre unfair.

Ich denke aber, dass beide nicht in meinem Arm sterben wollen. Das ist ihnen schon zu Lebzeiten nicht so geheuer und das muss ich ihnen auch nicht in der letzten Stunde antun. Wie sie's eben wollen, grad der Ajax mich ja in der Hinsicht immer wieder mal überrascht, dass er plötzlich meine Nähe wollte.

Achja....seufz. Langes Leben wünsch ich euch und euren Hunden!
lg Klaus
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Beitragvon Chiyo » Mo 26. Mai 2008, 01:07

Ich habe Tiffy, Moritz und Bienchen verbrennen lassen. Sie wurden in einem Krematorium für Haustiere verbrannt, zusammen mit anderen Haustieren, weil mir eine Einzelverbrennung mit 200 Euro zu teuer war. Die Gemeinschaftsverbrennung kostete 30 Euro, dazu 30 Euro Euthanasie. Das war - zusammen mit den vorangegangen Behandlungen - teuer genug. 8-|

Die Vorstellung, Moritz im Garten zu verbuddeln und von Würmern auffressen zu lassen, hätte ich ganz entsetzlich gefunden. :-o Aber wir haben auch nur einen kleinen Garten.
Ein Freund verbuddelt Katze neben Katze auf seinem Bauernhof. Da stört das weniger. 8-|
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Beitragvon Tequila 1 » Mo 26. Mai 2008, 06:02

Hallo, da mein Branko jetzt in Kürze 11 wird und ja schwergradig HD und anscheinend auch noch ED hat habe ich mich vor kurzem, zusammen mit einer Freundin die Branko genauso liebt wie ich, Gedanken gemacht was ist wenn der Tag des Abschieds kommt. Tierkörperbeseitigungsanlage kommt für mich nicht in Frage. Ich habe es damals bei dem Schäferhund meiner Eltern miterleben müssen. Ich werde den dumpfen Aufschlag den es gab, als der Mann sie über eine Mauer warf nie vergessen. Genauso wenig den Gestank dort. Zudem kann ich mich einfach nicht mit dem Gedanken abfinden, dass Branko dann zu Tiermehl oder sonstigem verarbeitet wird. Wir waren dann bei uns in der Nähe beim Tierheim, mit angehörigem Tierfriedhof. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten. Wie Verbrennung, Massenverbrennung, Grab und Massengrab. Wir haben entschieden, wenn Branko über die Regenbogenbrücke gehen wird, dann wird es ein Einzelgrab. Das ist zwar relativ teuer, aber meine Freundin und ich haben beschlossen, jetzt schon mal anfangen zu sparen. Ich finde Branko hat das verdient, er war mir so lange Jahre treu. Lg Tequila
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Beitragvon Chiyo » Mo 26. Mai 2008, 09:59

Dem Tier dürfte es wohl ziemlich egal sein, was nach dem Tod mit seinem Körper passiert. 8-| Es geht doch ausschließlich darum, wie der Mensch am besten mit dem Verlust des geliebten Tieres klar kommt.

Bekannte haben ihren Terrier verbrennen lassen und haben jetzt die Urne auf dem Kaminsims stehen - zusammen mit einem Foto. Sie finden das toll, haben auch jede Menge Fotos von der Aufbahrung des Tieres gemacht.

Das ist ganz eindeutig nichts für mich. :-o :-)

Wenn la coca meint, daß ein Grab sie trösten kann, ist es natürlich sinnvoll, Bella zu begraben.
Mir bringt ein Grab keinen Trost.
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Beitragvon Crime » Mo 26. Mai 2008, 11:11

Bei mir ist das ja noch eine sehr graue Theorie aber ich denke ich werd ihn auch am ehesten verbrennen lassen und mir dann vielleicht die Urne in den Garten stellen oder die Asche auf der Lieblingswiese verstreuen oder so. Aber wie gesagt da ich eh noch gar keinen Hund hab alles noch graue Theorie.

Was ich auf gar keinen Fall mach, ist das Tier ausstopfen zu lassen. Ne also bitte nicht. Das kann man von mir aus mit Rehen oder Tigern oder so machen aber mein Haustier ist ja eher Familienmitglied und das fände ich doch sehr markaber oder gar noch zu nem Schal machen lassen (Gibt es angeblich tatsächlich). Nein danke!!
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Beitragvon Gerhard » Mo 26. Mai 2008, 12:25

Hi!
Sehr trauriges Thema.
Nochmal zurück zur rechtlichen Seite: so weit ich weiß, gibt es seit einiger Zeit so eine doofe wieder mal völlig übertriebene EU-Vorschrift, wonach das Begraben im eigenen Garten nicht mehr erlaubt ist. Alte deutsche Gesetzgebung ließ das zu.
Wer alleine wohnt, einen nicht-einsehbaren Garten hat oder freundliche, gute Nachbarn, kann das aber durchaus ignorieren (meine persönliche Ansicht), denn wo kein Kläger, da kein Richter.
Allerdings muß das Grab für einen großen Hund natürlich sehr groß sein. Da hat man ziemlich viel zu buddeln, das ist echt Knochenarbeit.
Verbrennen ist durchaus eine Alternative, aber vielleicht auch Ansichtssache. Meine Anka habe ich damals verbrennen lassen. In meinem Herzen ist sie sowieso... ;(
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