grab des verstorbenen haustiers

Rechtsfragen rund um's Tier

Beitragvon la coca » Mo 26. Mai 2008, 17:00

danke für die antworten ...

[QUOTE]Und ich habe es in der Tierarztpraxis gelassen. Weil das was mit dem Körper passiert war mir nicht mehr wichtig. Das war für mich nur noch ein toter Körper. Aber jeder empfindet das anders, das ist die eigene Entscheidung[/QUOTE]

ja, so sehe ich es genau so und deswegen kann/möchte/darf wie auch immer ich mich nicht für einen tierfriedhof entscheiden, weil es einfach verdammt teuer ist und bei uns in der nähe keiner ist daher müsste ich extra nach wien fahren (dort ist der nächste schätz ich mal) und die pflege des grabs kommt ja auch hinzu ...

aber andererseits kann ich es mir beim besten willen nicht vorstellen ein verstorbenes tier verbrennen zu lassen, weil das einfach ... weiß nicht ... irgendwie makaber ist weil das wie ein weggeschmissener gegenstand für mich ist :(
aber ein grab im garten würde wahrsch auch nicht in frage kommen (obwohl ich vor 5 jahren ca. hundeknochen von dem hund meiner oma gefunden habe, aber da war die rechtliche seite halt auch anders...)

ich denke mir, mein hund (möcht gar nicht bella schreiben ... das klingt so wie wenn sie bald sterben würde :( ) möchte, dass ich ein schönes weiteres leben führe, mich um coco kümmer oder um andere, trotzdem noch oft an sie denke und vll einen platz habe wo ich oft hingehe (am spazierweg auf nem bestimmten ort oder wo auch immer) und mir denke, dass sie mir dort besonders nah ist.

ich möchte, dass bella einfach mal in ferner zukunft in ihrem geliebten körbchen bei einem wunderschönen traum über die regenbogenbrücke geht und sich freut wenn wir uns im himmel wiedersehen ... mann da kullern mir gleich wieder tränen runter...
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RE:

Beitragvon snakchen » Mo 26. Mai 2008, 18:00

[quote][i]Original geschrieben von Gerhard[/i]

Hi!
Sehr trauriges Thema.
Nochmal zurück zur rechtlichen Seite: so weit ich weiß, gibt es seit einiger Zeit so eine doofe wieder mal völlig übertriebene EU-Vorschrift, wonach das Begraben im eigenen Garten nicht mehr erlaubt ist. Alte deutsche Gesetzgebung ließ das zu.
[/quote]

Naja wenn man bedenkt wieviele heutzutage Hunde und Katzen haben... Das Grundwasser lässt grüßen ;)
Früher durfte man auch allerhand anderes einfach vergraben und niemanden hats interessiert. Ist halt jetzt anders.

Ich selbst würde meinen Hund sicher nie beim Tierarzt lassen. Begraben wohl auch nicht, ich bin schon so oft umgezogen, ich hab eigentlich zu keinem Platz einen wirklichen Bezug und ich kenne nichts wo ich sagen würde "Genau dort will ich meinen Hund begraben". Bleibt eigentlich eh nur eines, aber ohne Verabschiedungszeremonie usw. Denn verabschieden tu ich mich vom lebenden Tier.

lg, Karin
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Beitragvon Gurke » Mo 26. Mai 2008, 18:54

also soviel ich weiß ist es in Deutschland verboten Tiere allgemein im Garten zuvergraben ich habe mal einen igel versucht über den winter zu bringen aber er ist leider verstorben und da haben wir bis zum abend gewartete damit wir ihn im Garten vergraben könnten damit es niemand sieht.
Gurke
 
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RE:

Beitragvon Kat » Do 12. Jun 2008, 01:11

*Klugscheißer Modus an*

[quote][i]Original geschrieben von Gerhard[/i]

so weit ich weiß, gibt es seit einiger Zeit so eine doofe wieder mal völlig übertriebene EU-Vorschrift, wonach das Begraben im eigenen Garten nicht mehr erlaubt ist. Alte deutsche Gesetzgebung ließ das zu.
[/quote]

Das stimmt nicht. Es gibt zwar eine neue (bestimmt auch doofe und völlig übertriebene) EU-Vorschrift, aber das Begraben von Heimtieren ist in Deutschland immer noch erlaubt.
Ein Tierhalter darf sein Tier in mind. 50 cm tiefe auf seinem eigenen Grundstück begraben, wenn das Grundstück nicht in der Nähe von einem Wasserschutzgebiet oder öffentlichen Wegen und Plätzen liegt. ([URL=https://www.bundesrecht.juris.de/tiernebv/__27.html]§ 27 Abs. 3 TierNebV[/URL] )

Ausnahmen davon bestehen, denke ich, nur wenn das Tier an einer Seuche o.Ä. gelitten hat.

*Klugscheißer Modus aus*

Ich wünsche euch und euren Lieblingen aber trotzdem ein langes Leben und gute Gesundheit :o

Kathi
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Beitragvon Nici&Co » Do 12. Jun 2008, 08:33

Das Thema haben wir kürzlich noch sehr ausführlich in einem anderen Forum behandelt.
Interessant dass hier die Reaktionen sich sehr davon unterscheiden.

Zum rechtlichen hab ich mal das hier gefunden:
[URL=https://www.tierheim-lahr.de/html/letzte_ruhe.html]Letze Ruhe - Wenn das Haustier stirbt[/URL]

Also im Normalfall darf das Tier im Garten begraben werden ..... es sei denn man lebt in Bremen.
Offiziell muss man sich das demnach aber genehmigen lassen :-o .... Mal im Ernst, hat schon mal einer von euch einen Antrag gestellt um seinen Hamster zu begraben?

In unserem Garten liegen auch unsere verstorbenen Kaninchen und Hamster und auf dem Grundstück meiner Eltern müsste noch meine erste Katze liegen, aber ich würde vermutlich nicht mal mehr den Platz finden, wo sie begraben ist.
In unserem Fall wird sich die Frage trotz Garten allerdings irgendwann (hoffentlich erst in vielen Jahren) stellen, was mit den Hunden passiert, wenn sie gestorben sind.
Allein um für einen IW ein Grab auszuheben bräuchte ich ja fast einen Bagger :besorgt:

Grundsätzlich muss ich sagen hilft mir das Grab nicht über den Verlust hinweg, aber gerade für die Kinder war das Begräbnis selber immer ein hilfreiches Ritual zum Abschied.
Ansonsten interessieren auch die sich später nicht mehr für die Gräber der Tiere.
Um ehrlich zu sein: Ich meide auch menschliche Friedhöfe, wenn es geht.
Die Verstobenen leben in meiner Erinnerung weiter und nicht an irgendwelchen Gräbern.

Was ja viele bei der Tierkörperbeseitigung abschreckt ist der Gedanke, was dann mit den Körpern passiert ..... Früher hieß es ja immer, die werden zu Futter oder Seife verarbeitet.
Das scheint ja glücklicherweise nicht mehr so zu sein
[QUOTE]In diesen Tierkörperbeseitigungsanstalten werden die Körper der verstorbenen Haustiere verbrannt. Was am Ende übrig bleibt ist Tiermehl und Tierfett. Früher wurde das Tiermehl verfüttert und das Tierfett in der kosmetischen Industrie weiterverarbeitet. Heutige Gesetze verbieten das. Die Asche wird bei großer Hitze verbrannt, dass keinerlei Reste übrig bleiben. Besitzer sollten auf jeden Fall davon absehen, dass Tier selber zu verbrennen. Tierverbrennung ist nur im Krematorium möglich, die Asche kann dann in einer Urne mit nach Hause genommen werden.[/QUOTE]
Also wäre der einzige Unterschied zwischen TK-Beseitigung und Krematorium in der Praxis der, dass man die Asche nicht mitnehmen/ begraben, oder was auch immer kann.

Dafür ist ein Preisunterschied von mehreren hundert € schon ganz schön heftig finde ich.
Eine Einzeleinäscherung würde mich bei einem Hund in IW-Größe 340,- kosten zzgl. Urne :-o
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RE:

Beitragvon Chiyo » Do 12. Jun 2008, 09:51

[quote][i]Original geschrieben von Nici&Co[/i]
Interessant dass hier die Reaktionen sich sehr davon unterscheiden.
[/quote]
Fiiiiieeeeees!!! Neugierig machen und dann nicht verlinken - grrrrr. :-)
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Beitragvon Nici&Co » Do 12. Jun 2008, 19:56

[QUOTE]Fiiiiieeeeees!!! Neugierig machen und dann nicht verlinken - grrrrr. [/QUOTE]
Ja ja, ich mach ja schon :D
Guckst du hier: [URL=https://www.cetpet.de/phpBB2/viewtopic.php?t=500]IW-Artus-Forum[/URL]
Ich hoffe ihr könnt den Thread lesen ohne registriert zu sein

Ich hab ihn jetzt nicht nochmal komplett gelesen (braucht man zu viele Taschentücher ;( ), aber ich meine mich erinnern zu können, dass da der Gedanke an Tierkörperbeseitigungsanstalt (oder wie auch immer die Dinger heute heissen) für die meisten unvorstellbar war.

Grundsätzlich finde ich, da sollte jeder den Weg gehen, der ihm am meisten hilft seine Trauer zu verarbeiten - und das ist sicher individuell ganz verschieden.
Nici&Co
 
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RE:

Beitragvon Chiyo » Do 12. Jun 2008, 21:14

Dankeschön. :)

[quote][i]Original geschrieben von Nici&Co[/i]
Grundsätzlich finde ich, da sollte jeder den Weg gehen, der ihm am meisten hilft seine Trauer zu verarbeiten - und das ist sicher individuell ganz verschieden.[/quote]
Du sagst es.
Als Tiffy eingeschläfert wurde, ging hinterher alles so hoppladihopp und deshalb dachte ich, als Moritz eingeschläfert wurde, daß ich ihn vom Tierarzt noch mal mit nach Hause nehme, um mich in aller Ruhe von ihm zu verabschieden.

Das Dumme war, daß dieser tote Körper nichts mehr mit meinem geliebten Moritz zu tun hatte. Der Meinung war auch Bienchen, die kurz an ihm schnupperte und dann völlig uninteressiert wegging. 8-|

Ich brachte ihn also recht schnell wieder zum Tierarzt zurück, damit er verbrannt wurde.
Es hätte mir nichts gebracht, ihn im Garten zu verbuddeln oder ihn einzeln verbrennen zu lassen.
Es gab nur einen Trost - Spencer! (**)
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Beitragvon la coca » So 15. Jun 2008, 13:42

hmmm ... und wie ist das dann, wenn mein haustier stirbt und ich nimms noch mit nach hause und dann bring ichs zum TA und der verbrennts? (bzw. die verbrennungsblablablaanstanlt) kostet das dann wieder extra so wie wenn ich direkt in die verbrennungs-dings bring?


echt ein scheiß thema ... anders kann man das nicht mehr ausdrücken :traurig:
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Beitragvon Chiyo » So 15. Jun 2008, 14:16

Bei unserer Tierärztin läuft das so:

Das Tier wird eingeschläfert (30 Euro), außerdem bezahlt man dafür, daß das Tier vom Krematorium abgeholt und verbrannt wird (30 Euro).
Das Krematorium ist in der Nähe und kommt 2 (oder 3?) mal pro Woche vorbei, um die Tiere abzuholen. Bis dahin bleiben sie bei der Tierärztin. (Das ist tatsächlich ein Service, der nicht berechnet wird. :-o )

Es spielt keine Rolle, ob man das Tier noch mal mit nach Hause nimmt. Allerdings konnten wir Moritz ja selbst transportieren. Bei einem großen schweren Hund käme ich nicht auf die Idee, das so zu machen.

Eine Alternative ist es, das Tier zuhause einschläfern zu lassen. Das ist natürlich etwas teurer und wenn man es dann später abholen läßt, kostet das sicher extra. Allerdings scheint mir das die beste Methode zu sein, sich in aller Ruhe von seinem Hund zu verabschieden und sich die Zeit nehmen zu können, die man braucht.

Direkten Kontakt zum Krematorium hatte ich nicht, alles lief über die Tierärztin.

Ich habe mich nicht vorher informiert, weil ich nicht damit gerechnet hatte, daß die Katzen so früh sterben. Sie waren topfit und sind sehr schnell an Krebserkrankungen gestorben. ;( Moritz war noch nicht mal 14 - viel zu jung zum Sterben, Tiffy war 15, Biene 17.

Ein trauriges Thema, ja. ;(

PS. Die genannten Preise sind aktuell (Mai 08) von Biene, also einer Katze. Hunde kosten höchstwahrscheinlich mehr.
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