Hund und Kind

Alles rund um die Erziehung deines Hundes

Hund und Kind

Beitragvon Jack's Fraule » Mi 2. Feb 2011, 20:39

Hallo Zusammen! Wer von euch hat auch Kinde(er) im Rudel?

in unserem lebt ein 1 1/2 Jähriger Bub und ein 7 Monate alter jungrüde.

die zwei verstehen sich eigentlich ganz gut aber manchmal frage ich mich ob ich den Hund benachteilige.

Dario (das Kind) versteht noch nicht, das andere Schmerzen empfinden wenn er Haut, beisst oder Klemmt. wir sagen immer er soll lieb sein und so und nehmen ihn weg und wenns nicht geht bringe ich den Hund in ein anderes Zimmer, nur kann ich nicht immer sofort reagieren.
Jack darf aber weder drohen noch bellen, wenn Dario im weh tut oder sein spielzeug/Knochen wegnehmen will. er darf nur seinem schmerz ausdrücken, weggehen und wir lassen es zu dass er Darios Hand in den Mund nimmt, wenn er nicht loslässt. dabei beisst er nicht zu. (oder sollten wir dass unterbinden)
es geht ganz gut so, weil Jack nichts anderes Kennt, aber jetzt ist er ja auch noch jung... und das zweite Kind ist unterwegs...
ist es richtig, dass der Hund sein Futter und seinen Platz dem Kind gegenüber nicht verdeidigen darf? der Vater meines Partners, der schon viele Hunde hatte findet das nämlich übertrieben und sagt solange sie nicht beissen dürfen sie alles. aber ich hab gelesen, das nach einer Drohung auch mal ein beissen kommt, wenn der andere nicht verstehen will.

dazu kommt noch, dass wir bald mit einem Freund zusammen ziehen, der auch noch zwei Hunde hat (Vater und Schwester von Jack) und das heisst dann wir haben ein wirkliches Rudel!

was meint ihr so dazu?


Jack's Fraule
 
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Beitragvon EverMoore » Mi 2. Feb 2011, 23:49

Hi,

bei uns treibt ein 5 Jähriger sein Unwesen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben es von Anfang an so gehalten das wir ihn korrigiert haben wenn er zu grob wurde. Er darf auch nicht im Haus rumtoben - eigentlich - und muss Enya in Ruhe lassen wenn sie irgendwo liegt oder schläft. Theorie und Praxis ist imemr so eine Sache. Hab das Kind aich schonmal vor die Tür gestellt weil er gar nicht hören wollte und ich den Hund ja auch schützen muss.

Enya hat ihn aber noch nie angeknurrt. Nur mal angebrummelt und geht dann meist weg in ihre Box. Aber ich würde ihr auch ein knurren NICHT verbieten. Bedenke das der Hund da nur lernt das er nicht drohen darf. Knurren ist ja meist Drohverhalten. Ergo erreicht du damit eventuell das er nicht mehr droht aber vielleicht mal schnappt ohne vorher nochmal zu warnen. Denn er hat ja gelernt das Warnung verboten ist. Ich wäre und bin da vorsichtig.

Schau mal hier: [URL=http://www.dog-snake.de/Aggression/aggression.htm]http://www.dog-snake.de/Aggression/aggression.htm[/URL] da steht ganz gut beschrieben was ich meine. Hatte noch ne bessere Seite aber die Find ich grade nicht mehr.

Du schreibst ja selbst das nach dem Drohen eventuell ein beißen kommen könnte. Was ist denn wenn er nicht drohen darf die Konsequenz? Lass Hund und Kind nie aus den Augen und bleib sowohl bei deinem Kind als auch beim Hund konsequent und förder ein gutes Miteinander. Im Zweifel trenne beide wenn du nicht dabei bleiben kannst. Bedenke das ist Schutz für beide Seiten. Der Hund ist vor Übergriffen vom Kind geschützt und dem Kind kann nichts passieren. WIr fahren so ganz gut und Enya nimmt erstaunlich gelassen hin was Lukas mit ihr anstellt. Sie brummelt mal aber mehr kommt nicht.
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Beitragvon hundemama » Do 3. Feb 2011, 10:42

Unser Hund ist ein gutes halbes Jahr älter als unsere Tochter und somit hatte ich Baby und Junghund gemeinsam.

Für wichtig halte ich, dass ihr Regeln aufstellt, die sowohl für Hund als auch für euch Menschen binden sind.

- Der Hund bekommt eine Rückzugsmöglichkeit, in der das Kind dem Hund einfach in Ruhe lassen muss! Das kann im selben Raum sein - dann ist es etwas schwierig, oder in einem anderen Raum - was die Sache vereinfacht.

- Wenn der Hund frisst, würde ich das Kind einfach nicht dazu lassen, somit erübrigt sich die Frage ob der Hund sein Fressen verteidigen darf oder soll.

- Wenn du deinem Hund jedliches Drohen abgewöhnst, kann es leicht passieren, dass er nicht mehr droht und gleich schnappt! Je nach Rasse und Eigenart drohen Hunde sehr heftig. In solchen Situationen ist es unbedingt notwendig eurem Kind zu erklären, dass der Hund jetzt seine Ruhe will und ihr müsst die Situation auflösen.
Das kann so geschehen, dass der Hund dem Raum verlassen kann und sich auf seinen Ruhebereich zurückziehen kann.
Oder dass das Kind sich einen anderen Platz zum Spielen sucht.
[QUOTE]Jack darf aber weder drohen noch bellen, wenn Dario im weh tut oder sein spielzeug/Knochen wegnehmen will. er darf nur seinem schmerz ausdrücken, weggehen und wir lassen es zu dass er Darios Hand in den Mund nimmt, wenn er nicht loslässt. dabei beisst er nicht zu. (oder sollten wir dass unterbinden)[/QUOTE]
Lies dir bitte diesen Absatz noch mal durch und überlege genau!
Ich würde hier schreiben: Dario darf dem Hund nicht weh tun! Und es ist völlig normal, dass der Hund knurrt wenn ihm weh getan wird! Er ist ein Lebewesen und keine Maschine!!!
Das mit dem Hand ins Maul nehmen lassen kann schon eine Möglichkeit sein. Nur denke daran, wenn Dario Jack weiter weh tut, kann es sein, dass Jack fester zubeißt und das wiederum zu Verletzungen führen kann.... Somit ist große Vorsicht geboten. Mir wäre es lieber der Hund knurrt und ich kann einschreiten, weil ich es höre...

- Hund und Kind dürfen NIE unbeaufsichtigt miteinander spielen. Oft reichen nur Sekunden aus um dem Kind schwerste Verletzungen zuzufügen.

- Es hat auch keinen Sinn das Kind oder den Hund zu schimpfen. Ruhiges Handeln hat bei beiden die bessere Wirkung!

- Und ja Hunde haben auch Rechte, aber wenn sie klare Regeln haben, dann fügen sie sich auch und wenn es für euch einfacher ist, dann würde ich eher dazu raten, den Hund nicht mehr ins Wohnzimmer zu lassen. Aber das muss dann immer Regel sein und nicht nur wenn es dir zu viel wird.

Auf jeden Fall eine schwierige Aufgabe! Ich kann mich noch gut erinnern... oftmals war ich der Verzweiflung nahe! ;)
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Beitragvon Crime » Do 3. Feb 2011, 14:24

Mit der Hand im Mund würd ich auch vorsichtig sein.

Luke macht das gelegentlich wenn ich ihn bürste. Früher öfter als er es noch gehasst wenn ich ihn gebürstet hab. Daher hat er damit angefangen mir kontra zu geben wenn ich rumzupfe. Heute mag er es zu sehr, da hat er keine zeit für meine hand.

Aber wenn ich damals gezupft hab, hat er immer ein wenig gedrückt, dann wusste ich "oha das tat weh".
einmal muss es echt richtig weh getan haben. Dementsprechend hat er stärker zugebissen. War für mich nichts dramatisches aber wenn ich meine Hand jetzt aber durch die hand eines 1,5jährigen ersetze :-o

Und Luke hats ja auch nicht bös gemeint.
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RE: Hund und Kind

Beitragvon Maggy » Fr 4. Feb 2011, 10:00

[quote][i]Original geschrieben von Jack's Fraule[/i]

Hallo Zusammen! Wer von euch hat auch Kinde(er) im Rudel?

in unserem lebt ein 1 1/2 Jähriger Bub und ein 7 Monate alter jungrüde.

die zwei verstehen sich [B]eigentlich[/B] ganz gut aber manchmal frage ich mich ob ich den[B] Hund benachteilige[/B].[[/quote]
Sosehr man den eigenen Hund auch liebt, er ist der letzte im Rudel!

[quote][Dario (das Kind) versteht noch nicht, das andere Schmerzen empfinden wenn er Haut, beisst oder Klemmt. wir sagen immer er soll lieb sein und so und nehmen ihn weg und wenns nicht geht bringe ich den Hund in ein anderes Zimmer, nur kann ich nicht immer sofort reagieren. [/quote]
Wenn das Kind nicht unbeaufsichtigt ist sollte es nicht passieren können, das das Kind dem Hund weh tut. Das Kind darf doch auch nicht alleine mit dem heißen Ofen bleiben?

[quote][Jack darf aber weder drohen noch bellen, wenn Dario im weh tut oder sein spielzeug/Knochen wegnehmen will. er darf nur seinem schmerz ausdrücken, weggehen und wir lassen es zu dass er Darios Hand in den Mund nimmt, wenn er nicht loslässt. dabei beisst er nicht zu. (oder sollten wir dass unterbinden)
es geht ganz gut so, weil Jack nichts anderes Kennt,[/quote]
Knurren oder drohen gegen die eigenen Leute? Geht meiner Meinung nach gar nicht. Und das der Hund die Hand in den Mund nimmt auch nicht.

[quote][ aber jetzt ist er ja auch noch jung... und das zweite Kind ist unterwegs...
ist es richtig, dass der Hund sein Futter und seinen Platz dem Kind gegenüber nicht verdeidigen darf? [/quote]
Nein, er darf das Futter nicht verteidigen - wobei das nicht grad ein 18monatiges Kind austesten muss.

[quote][[der Vater meines Partners, der schon viele Hunde hatte findet das nämlich übertrieben und sagt solange sie nicht beissen dürfen sie alles. aber ich hab gelesen, das nach einer Drohung auch mal ein beissen kommt, wenn der andere nicht verstehen will.[/quote]
Oh je, DER hätte besser auch keine Hunde....

[quote][dazu kommt noch, dass wir bald mit einem Freund zusammen ziehen, der auch noch zwei Hunde hat (Vater und Schwester von Jack) und das heisst dann wir haben ein wirkliches Rudel!

was meint ihr so dazu?[/quote]
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RE: RE: Hund und Kind

Beitragvon EverMoore » Fr 4. Feb 2011, 10:57

Ich kann das nicht so ganz stehen lassen.. Ich schreib daher mal in den Beitrag mit Rot rein, ist einfacher und besser nachzuvollziehen.

[quote][i]Original geschrieben von Maggy[/i]

[quote][i]Original geschrieben von Jack's Fraule[/i]

Hallo Zusammen! Wer von euch hat auch Kinde(er) im Rudel?

in unserem lebt ein 1 1/2 Jähriger Bub und ein 7 Monate alter jungrüde.

die zwei verstehen sich [B]eigentlich[/B] ganz gut aber manchmal frage ich mich ob ich den[B] Hund benachteilige[/B].[[/quote]

Sosehr man den eigenen Hund auch liebt, er ist der letzte im Rudel!

[red]Warum werd ich das Gefühl nicht los das hier auf Rudel und Rangordnungstheorien rumgeritten wird? Wenn man aber das mal aufgreift dann denkt mal drüber nach ob der Hund das Kind ernsthaft als über ihm stehend akzeptieren würde? Kinder können in dem Alter keinen Hund unterordnen, es sollte darauf hinaus laufen das die Erwachsenen eine Koexistenz von Hund und Kind schaffen aus der eine gegenseitige tiefe Freundschaft entsteht. Ich würde weder mit dem Hund noch mit dem Kind irgendwas anstellen nur damit der Hund an unterster Stelle steht. Hunde nehmen Kinder nicht so ernst wie uns und somit wäre eine Unterordnung an dem Punkt zum scheitern verurteilt. Man kann übrigens nichts falsch machen wenn man auf seinen Bauch hört. Wenn du genug Zeit für Kind und Hund hast dann benachteiligst du auch keinen. [/red]

[quote][Dario (das Kind) versteht noch nicht, das andere Schmerzen empfinden wenn er Haut, beisst oder Klemmt. wir sagen immer er soll lieb sein und so und nehmen ihn weg und wenns nicht geht bringe ich den Hund in ein anderes Zimmer, nur kann ich nicht immer sofort reagieren. [/quote]

Wenn das Kind nicht unbeaufsichtigt ist sollte es nicht passieren können, das das Kind dem Hund weh tut. Das Kind darf doch auch nicht alleine mit dem heißen Ofen bleiben?

[red]Hmm also mal ein Beispiel. Hund und Kind spielen zusammen auf dem Boden. Das Kind greift etwas zu fest ins Fell oder zwickt den Hund. Selbst wenn du genau daneben sitzt ist das nicht zu verhindern. Sofortiges friedliches eingreifen ist hier dann angesagt. Versucht dem Kind ganz sanft zu erklären warum es das nicht soll (ich hab meinen dann auch mal gezwickt ums zu veranschaulichen), Kinder lernen daraus sehr schnell und auf der andren Seite beuge vor. Nimm den Clicker her und besetzte zwicken, kneifen, festeres packen, an den Ohren ziehen etc. all solche Dinge die das Kind machen könnte positiv. Bring dem Hund bei das es nix schlimmes ist und keine Gegenwehr nötig ist. Es hilft übrigens nicht zu schimpfen. Ruhiges, überlegtes Handeln und erklären ist besser.[/red]

[quote][Jack darf aber weder drohen noch bellen, wenn Dario im weh tut oder sein spielzeug/Knochen wegnehmen will. er darf nur seinem schmerz ausdrücken, weggehen und wir lassen es zu dass er Darios Hand in den Mund nimmt, wenn er nicht loslässt. dabei beisst er nicht zu. (oder sollten wir dass unterbinden)
es geht ganz gut so, weil Jack nichts anderes Kennt,[/quote]

Knurren oder drohen gegen die eigenen Leute? Geht meiner Meinung nach gar nicht. Und das der Hund die Hand in den Mund nimmt auch nicht.

[red]Das kommt drauf an, wenn er gelernt hat sein Futter zu verteidigen dann gewöhnt ihm das ab. Zeigt ihm das nix schlimmes passiert und er sein Futter immer wieder bekommt. AUf der andren Seite kann man sowas auch dem Hund beigebracht haben in dem er gelernt hat das der Mensch ihm sein Futter streitig macht. (Die Ratschläge den Hunden öfter mal das Futter wegzunehmen etc.) Auch hier ruhig und überlegt handeln. Das Knurren in keinem Fall verbieten sonder überlegen warum er knurrt und Gegensteuern mit alternativem Verhalten und Sicherheit. Vermittel ihm die SIcherheit das nichts passiert, das ihm keiner was grundlos wegnimmt und das er die Sachen wiederbekommt oder etwas besseres dafür.

Zum Thema Hand, bring dem Hund was andres bei. Statt Hand vielleicht eher sanftes Pföteln. So sind die Zähne aus dem Weg und er kann trotzdem noch seinen Unmut ausdrücken. Bring dem Hund für alles was du nicht willst einfach was er stattdessen zun kann und dem Kind musst du nahe bringen was diese Signale bedeuten. Denk dran Kinder denken immer nur bis zum nächsten Moment und sind und bleiben unberechenbar. Also mach deinen Hund berechenbar in dem du ihm für alle diese "gefährlichen" Situationen rüstest und ihm erklärst was er statt dessen machen soll.[/red]

[quote][ aber jetzt ist er ja auch noch jung... und das zweite Kind ist unterwegs...
ist es richtig, dass der Hund sein Futter und seinen Platz dem Kind gegenüber nicht verdeidigen darf? [/quote]

Nein, er darf das Futter nicht verteidigen - wobei das nicht grad ein 18monatiges Kind austesten muss.

[red]Also, Futter zu verteidigen ist ein natürliches Verhalten das für den Hund was ganz normales ist! Das er das bei uns nicht darf muss er erstmal verstehen. Ich vermute da ist in den ersten Monaten irgendwas vorgefallen oder schief gelaufen so das er gelernt hat das er verteidigen muss. Wie schon oben gesagt. Trainiert das mit ihm. Vermittelt ihm wieder Sicherheit und er wird keinen Grund mehr sehen das Futter zu verteidigen.Auch nicht bei deinem Kind. Mach ihm das schmackhaft das gar nix dabei ist wenn man mal ihm was wegnimmt, er bekommt es wieder oder sogar noch was viel besseres dafür. Auch hier bitte nicht schimpfen und NICHT das Knurren verbieten, mit ist lieber der Hund warnt als wenn er gleich schnappt. Erklär dem Kind auch altersgerecht wie das ist mit dem Futter. Dein Kind gibt sein Essen ja sicher auch nicht gerne wieder her. [/red]

[quote][[der Vater meines Partners, der schon viele Hunde hatte findet das nämlich übertrieben und sagt solange sie nicht beissen dürfen sie alles. aber ich hab gelesen, das nach einer Drohung auch mal ein beissen kommt, wenn der andere nicht verstehen will.[/quote]

Oh je, DER hätte besser auch keine Hunde....

[red]So wirklich Unrecht hat er gar nicht. Wenn man davon ausgeht das die Hunde früher knurren durften und sich natürlich verhalten durften. Heute ist das ja ein Tabuthema. Wir vergessen dabei aber das es ganz natürliches und hundetypisches Verhalten ist. Der Punkt ist wenn wir das drohen untersagen dann beißen sie im schlimmsten Fall sofort. Das kann nicht unser Ziel sein. Also statt Verbot lieber umlenken. Beobachte genau wann er droht (nicht erst wenn er knurrt, die drohen schon viel eher) und trainiere mit ihm dann Duldung solcher Situationen. Dann habt ihr auf Dauer mehr Erfolg als mit Verboten.[/red]

[quote][dazu kommt noch, dass wir bald mit einem Freund zusammen ziehen, der auch noch zwei Hunde hat (Vater und Schwester von Jack) und das heisst dann wir haben ein wirkliches Rudel!

was meint ihr so dazu?[/quote]
Na Prost-Mahlzeit :(

[red]Hmm, dann sollte das gleiche für die andren Hunde gelten. Sie sollten schon vor dem EInzug bei euch mit Euren Spielreglen vertraut gemacht werden. Soll heißen was Euer Hund nicht darf dürfen auch sie nicht und sie sollten dafür ebenfalls Ersatzverhalten gezeigt bekommen. Bedenke auch das es mit 3 Hunden, und 2 kleinen Kindern, davon ein Säugling Tumult geben kann und wird. Mach deinem Freund unbedingt klar das das nur funktioniert wenn er die Hunde schon vorher auf diese Konstellation vorbereitet und die Hunde einen respektvollen Umgang mit deinem Kind lernen. Respektvoll im Sinne von Freundschaft. [/red]

[/quote]


AHJA nochwas:

Achte drauf das das Kind dem Hund sein Spielzeug nicht wegnimmt und auch nicht den Kauknochen! Erstens tun das Freunde untereinander nicht. Die nehmen sich nicht gegenseitig alles weg und zweitens, ich sehe ja wies bei uns anteilig läuft, Kinder geben es dem Hund in der Regel nicht wieder. Also sei hinterher. Nimm das Zeug dem Kind wieder ab und gibs dem Hund zurück. Noch besser leite dein Kind an dem Hund seine Sachen wieder zu geben. Bei uns hat es auch solche Sachen im Alltag und ich weiß wie stressig das ist. Ich renn auch imemr dem Kind nach und nehm dem das Spielzeug wieder ab. Vorbeugend hab ich jetzt einfach alles unter Verschluss. Spielzeug bgibts nur noch wenn ich dabei bin und wir gemeinsam mit Enya spielen. Somit war das schnell gesessen. Knabberknochen und co. schleppt Enya an ihren Platz und wenn sie auf diesem liegt dann muss Lukas sie in Ruhe lassen. Tut er das nicht, bin ich sehr konsequent und stelle das Kind vor die Zimmertür. (nein das ist nicht Bevorzugung des Hundes) Andersrum darf Enya nicht ins Kinderzimmer (wäre für sie lebensgefährlich) und auch nicht an sein Spielzeug. Lässt aber Lukas was rumliegen und sie schnappt es sich, dann unterscheide ich da zwischen gefährlich, das nehm ich sofort ab bzw tausche und weniger gefährlich, das darf sie kurz behalten und rumtragen. (Warum? Mein Kind lernt so ganz nebenbei das er seine Sachen nicht überall verstreuen darf.)

Geht mit Konsequenz und Gefühl an die Sache ran, stör dichnicht am knurren. Führe ein Tagebuch wann knurrt er, warum knurrt er, was tut dein Kind edem Hund alles an. So kannst du leicht überschauen und ruhig gegensteuern mit Lieber und Geduld. Bitte bitte strafe deinen Hund niemals wenn er knurrt. Strafe höchstens dich selber für den Gedanken, das du ihn dafür starfen willst! Du nimmst ihm damit die Chance eine Situation abzubrechen ohne das es eskaliert. Betrachte es aus seiner Sicht, was er tut ist nicht böse gemeint er stellt auch keinen Rang in Frage, er tut das eben weil es die Natur so in seine Gene gelegt hat. Er tut es aus dem einzigen Grund wegen dem unsere Hunde alles tun was sie tun. Selbsterhaltung. Gefährlich wirds erst wenn du diese natürlichen Verhaltensweisen unterdrückst. Betrachte den Hund als Hund beobachte ihn genau mach dich mit seinem Verhalten und seinen Eigenarten vertraut. Er tut nichts aus bösem Willen heraus, er hat seine Gründe dafür. Wenn du dann verstehst warum ers tut kannst du Gegensteuern und hast einen langfristigen Erfolg ohne seine natur zu unterdrücken.

Bsp: Du gehst auf der Straße spazieren. Jemand rempelt dich bewusst grob an. Du bist empört und stauchst ihn zusammen. Er tut es vielleicht nochmal weils ihm Spaß macht dich zu reizen. Ja du wirst vermutlich nun auch sauer sein eventuell sogar selbst zurückschubbsen und dich wehren. Dem Hund gehts ähnlich. Wenn er mit Absicht umgerannt wird (hatte dei beispiele hier daheim öfter) dann knurrt er oder brummelt aus Unmut über diese Situation. Wird er wieder umgerannt dann brummelt er lauter. (Hier schon eingreifen!) Wenn das Kind das Brummeln nicht wahr nimmt oder nicht akzeptiert kommt das Knurren. Das ist nunmal das natürlichste der Welt, wenn man sich bedroht oder bedrängt fühlt und angemacht wird. In der Regel ist Knurren erfolgreich denn der Angreifer hört auf. Erst in letzter Instanz wird aus dem Drohen ernst. (Soweit sollte es nie kommen können wenn du immer ien AUge auf die beiden hast.)
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Beitragvon Jack's Fraule » Fr 4. Feb 2011, 14:21

Danke euch!
fühle mich einerseits noch verwirrter andererseits habt ihr mir sehr geholfen!

doch sehe ich, das ich einiges nicht gnz verständlich ausgedrückt habe:

zum Futter: Jack verteidigt sein Futter eigentlich nicht. er hat gelernt, dass er es zurückbekommt und dario hat wahnsinnigen Spass ihm etwas zu geben. Dennoch füttern wir ihn mittlerweilen seperat, weil Dario immer jacks futter nehmen und ihm von geben wollte, das wollten wir nicht, da er immer auch mal eins selber naschen wollte. für mich war es dann stressig, da ich es ihm immer und immer wieder ohne erfolg sagen musste.

das drohen war in folgender Situation (und ich sehe ein, dass ich diese hätte verhindern sollen, sie kam auch nicht mehr vor!):
Jack hatte gerade ein getrocknetes Pansenstück erhalten und legte sich in seine Garage im Wohnzimmer. Darioo spielte in der Küche bei mir und ich war am Abwaschen. (wohzimmer und küche kann man nicht abtrennen) Dario ging unbemerkt zu Jack und nahm ihm offenbar den Pansen weg (wie genau hab ich nicht bemerkt) ich hörrte da nur ein deutliches knurren, liess alles liegen und rannte zu den beiden hin. ich habe da Dario gesagt er solle den hund sein lassen und habe beiden dan Pansen weggenommen. ich gebe zu, hätte ich Jack direkt beim knurren erwischt, dann hätte ich richtig geschimpft.

danach, habe ich oft Dario erlaubt Jack den Pansen zu geben, wich aber nicht mehr von Darios Seite bis der Pansen weg war.

Damit Dario besser mit Jack spielen kann, möchte ich Jack beibringen ihm das spielzeug direkt auf mein komando zu bringen.

Aber das mit der Hand habt ihr wohl alle recht, ich werde da versuchen Jack eine Alternative bei zu bringen.

da die hunde von unserem Freund sind beide sehr schreckhaft und ich will das wir dann ein "Hundezimmer" haben wo sie ruhe von den Kindern haben.

Danke euch nochmals, ist immer gut andere meinungen und erfahrungen zu lesen!
Jack's Fraule
 
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Beitragvon Alinas Mama » Sa 5. Feb 2011, 13:20

Ein Hundezimmer ist eine gute Idee. Oder auch eine Stelle im Zimmer, an der jeder der Hunde seine unbedingte Ruhe hat. Wir haben für unsere kleine Hündin, die sehr schnell ängstlich reagiert, einen großen Pappkarton ins Zimmer gestellt, in die Ecke zwischen die Sofas, mit einer Decke drin und einer oben drüber, das ist ihre Höhle. Da darf keins der Kinder (fast 2, fast 7 und fast 8) ran. Übrigens auch die anderen beiden Hunde nicht. Und "Nein, das gehört dem Hund!" versteht auch ein 1,5-jähriges Kind durchaus. Und das natürlich konsequent.

Beim Hundefutter hat das Kind NICHTS zu suchen! Wenn der Hund ein ruhiger Fresser ist, kann es ihm das Futter bringen und beim Fressen zugucken, aber es hat den Hund dabei nicht anzufassen, geschweige denn ins Futter zu greifen. Das Risiko ist einfach viel zu groß, dass der Hund zuschnappt, egal wie lieb und verträglich er "normalerweise" ist. Das Gleiche gilt für Knabbereien. Unserer Kleinsten haben wird mit einem deutlichen "Finger weg!" (genau wie beim Herd) ganz schnell klar gemacht, dass die Futterbälle den Hunden gehören und kein Kinderspielzeug sind. Jetzt guckt sie zu und erzählt fleißig "Wauwau mammamm", grabscht aber nicht mehr danach. Das Kind ist NICHT ranghöher als der Hund, die ELTERN sind es. Sie müssen, für den Hund erkennbar, das Kind erziehen, dann muss auch nicht der Hund die Erziehung auf seine Weise übernehmen. Anders ausgedrückt: die erwachsenen Zweibeiner haben die Futterkontrolle. Sie teilen zu und setzen die Verteilung auch durch. (Btw, es kann auch helfen, dem Kind ein Stück Apfel o.ä. zum Knabbern zu geben, während der Hund frisst, das verringert den "Ich will auch"-Effekt ;))

Und ja, der Hund darf knurren. Um die Körpersprache des Hundes (Versteifen, Augen aufreißen etc.) zu verstehen, ist das Kind noch zu klein, ein Knurren dagegen ist ein deutliches Signal, das es ebenso versteht wie ein verbales "Schluss jetzt!" Um dieses Signal noch zu verstärken, kann es auch die Zweibeiner-Mama einsetzen, wenn sie mit dem Kind schimpft. Klingt albern, funktioniert aber.

Und zu guter Letzt: es ist praktisch unmöglich zu verhindern, dass das Kind den Hund mal kneift oder an den Haaren zieht, auch wenn man dabei ist. Bei uns war es dann meist so, dass der Hund entweder weggegangen ist oder wir zum Kind sagen: "Aua, das tut dem Hund aber weh. Mach ei, mach's wieder gut." Das Kind streichelt (notfalls von Erwachsenenhand geführt) vorsichtiger, und der Hund verknüpft den kurzen Moment des Schmerzes mit Streicheleinheiten. Unsere große Hündin lässt sich heute so gut wie alles von den Kindern gefallen :)
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Beitragvon Doodle » So 6. Feb 2011, 12:20

Kompliment, sehr gute Hinweise und Vorschläge!

Ich plädiere auch für eine hundefreie Zone und ggf. für die Hunde eine kinderfreie Zone (Box oder Kennel, Ecke mindestens)
bei 3 Hunden und zwei Kleinkindern kannst du gar nicht schnell genug sein.
Wie viel entspannter kannst du einen Säugling wickeln oder füttern, wenn du dein Kleinkind sicher weißt!

Der Hund korrigiert das Kind so schnell, denk nur daran wie lange es dauert bis du aus der Küche kamst, da wäre alles schon erledigt.

Martin Rütter hatte mal einen passenden Vorschlag zum Kleinkind:
das Kind darf dem Hund ( unter Aufsicht versteht sich)
Leckerchen über den Boden rollen, die Idee dabei ist, Hund erlebt: das Kind ist klasse aber die Leckereien gibt es immer weg vom Kind, nicht aus der Hand des Kindes also!
Alles Gute wünscht Do :D dle
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Beitragvon Jack's Fraule » So 6. Feb 2011, 21:09

gute Idee mit den Lekerli!
erlich gesagt, seit wir mit dem clickern angefangen haben, bettelt Jack. wenn Dario mit was zu Essen rumläuft, denkt er auch gleich es wär für ihn. kommt aber zum glück selten vor!

ja mir wäre wirklich viel wohler, wenn ich die Hunde separieren kann und sie sich sicher zurückziehen können. wir müssen uns da einiges überlegen beim Einrichten der neuen Wohnung.

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