Schuldgefühle??

Problemverhalten - ängstliches od. aggressives Verhalten u.m. und was man dagegen tun kann

Schuldgefühle??

Beitragvon Bummi-Mutti » Mi 2. Jun 2010, 15:58

Hi an alle

Hier wieder mal ne saudumme Frage von mir. Eigendlich heißt es ja, der Hund hat keine Schuldgefühle.

Und es heißt auch, bestrafe einen Hund nicht für Dinge, die er in deiner Abwesenheit getan hat denn er hat absolut keinen Bezug mehr zu dem Geschehenen.

Was mich aber immer immer wieder verwundert, sind die Reaktionen von Lilly.
Wenn ich/wir nach Hause kommen und alles ist in Ordnung, also sie hat nix angestellt, kommt sie sofort und begrüßt einen freudig.
Sobald sie aber irgendetwas gemacht hat, sei es, dass sie auf der Couch/im Bett war oder dass sie rein gepinkelt hat und wir merken das nicht gleich wissen wir spätestens an ihrer Reaktion dass etwas war. Sie kommt dann eben nicht zum begrüßen, verhält sich absolut unauffällig. Man kann sie dann auch freudig rufen, sie kommt nicht sondern unterwirft sich einen sofort wenn man auf sie zugeht. Spätestens dann geh ich die Wohnung ab und weiß genau....irgendwas hat sie "angestellt".
Bei Riko und Dina ist das nie so.
Wie weiß ein Hund noch nach Stunden, dass er etwas gemacht hat was Herrchen und Frauchen nicht gefällt?

Über eure Antworten bin ich schon gespannt.

lg, Astrid
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Beitragvon Leonie » Mi 2. Jun 2010, 16:38

Hi,
ich denke einfach mal, dass Hundi verknüpft "Haufen auf dem Teppich = Frauchen hat schlechte Laune". Und nachdem er das gelernt hat, beschwichtigt er.

Ob Hundi jetzt noch weiss, dass das sein Haufen war (vom Geruch her wahrscheinlich schon), oder dass das Setzen des Haufens schlecht ist (immerhin, es erleichtert ungemein), oder was auch immer ... keine Ahnung.

LG

Leonie
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RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » Mi 2. Jun 2010, 17:18

[quote][i]Original geschrieben von Leonie[/i]

Hi,
ich denke einfach mal, dass Hundi verknüpft "Haufen auf dem Teppich = Frauchen hat schlechte Laune". Und nachdem er das gelernt hat, beschwichtigt er.

Ob Hundi jetzt noch weiss, dass das sein Haufen war (vom Geruch her wahrscheinlich schon), oder dass das Setzen des Haufens schlecht ist (immerhin, es erleichtert ungemein), oder was auch immer ... keine Ahnung.

LG

Leonie[/quote]

wenn ich aber gar nicht merken würde dass sie was gemacht hat was ich nicht will....sagen wir mal...sie war auf der Couch oder im Bett...das kann ich ja nur nach näherem hinsehen erkennen und würde es erst gar nicht bemerken wenn sie sich normal verhalten würde....
dann gräbt sie sich ja ihr eigenes Grab mit ihrem "auffälligem" verhalten. Sie zeigt mir ja damit regelrecht, dass ich die Wohnung mal absuchen sollte. Komisch das alles.

Wenn einer der beiden Cocker auch auf der Couch liegen würde, der würde halt sofort runter springen wenn einer heim kommt, aber trotzdem freudig angerannt kommen.
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Beitragvon Pipilinho » Mi 2. Jun 2010, 17:22

Ohja, diese Frage geht mir auch immer mal wieder durch den Kopf.

Wir haben unseren Hund NIE für etwas Zerstörtes während unserer Abweseneheit gestraft, noch waren wir in irgendeiner dieser Situationen ärgerlich oder wütend, sondern fanden seine "Schandtaten" eher höchst amüsant :D .

Dennoch kriecht er immer auf dem Boden, wenn er mal wieder was zerstört hat (wie kürzlich eine Rührkuchenbackmischung) und beschwichtig wie wild.

Tja, keine Ahnung...

Viele Grüße, Anna
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Beitragvon Foxi » Mi 2. Jun 2010, 19:04

Ja, das kenne ich auch.

Wenn Foxi was angestellt hat merke ich das auch als erstes daran das er sich anders benimmt als sonst. Und dann gehe ich erstmal durch die Wohnung und gucke nach was es denn wohl sein könnte...

Ich glaube schon, entgegen den wissenschaftlichen Meinungen, das Hunde sehr wohl ein schlechtes Gewissen haben können.
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RE:

Beitragvon rastelli » Mi 2. Jun 2010, 19:51

Grüß dich Foxi,

[quote][i]Original geschrieben von Foxi[/i]

Ich glaube schon, entgegen den wissenschaftlichen Meinungen, das Hunde sehr wohl ein schlechtes Gewissen haben können.[/quote]Warum, glaubst du, haben Menschen ein schlechtes Gewissen?

ciao Martin
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Beitragvon Foxi » Mi 2. Jun 2010, 20:04

Hallo Martin,

ich glaube ich weiß worauf du hinauswillst...

Ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich etwas entgegen meinen Moralvorstellungen gemacht habe.

Hunde haben keine Moralvorstellungen. Das ist es doch was du meinst, oder?

Aber muß man es denn immer gleich so verkomplizieren?
Wissen das man was falsch gemacht hat bzw. was dem Frauchen/Herrchen nicht gefällt und Moral muß doch nicht gleich dasselbe sein.

Foxi
 
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RE:

Beitragvon klaus » Mi 2. Jun 2010, 21:05

Das bleibt für mich auch immer eines der ungelösten Rätsel zum Thema Hund.

Mein erster Beagle, der Wotan war da sogar so einfallsreich und hat die Spuren seiner Schandtaten zu verstecken versucht.

Ein zerfleddertes Sofakissen hab ich mal unter meinem Bett gefunden, später war er mal bei einer Freundin und hat dort eine Tafel Schoki geklaut. Die Freundin hat sich noch gewundert, wieso liegt der Wotan platt auf dem Teppich und mag nicht aufstehen? Ist er vielleicht krankt, was hat er denn?
Der hat die Schokiverpackung auf ein Häufchen zusammen gescharrt und sich drauf gelegt!

Und der Ferdi war auch so einer, so vom Typ her ähnlich wie Lilly. Er war ja eh immer ein Engelchen, aber manchmal..... da war er bissi frech und hat z.B. Parmesan aus meiner Einkaufstasche geklaut und den aufgerissen und gefressen. Ohhhh, ist mir da gleich ein reuhiger Sünder entgegen gelaufen gekommen, als ich wieder heim kam! Die Ohren aber sowas von nach hinten und ein Blick "Herrchen bitte schlag mich nicht tot, aber der Parmesan ist einfach in meinen Mund gesprungen!" Als ob ich ihn jemals geschlagen hätte.
Ich fand's lustig. Warum die einen Hunde so reagieren und die anderen überhaupt nicht....?
Bei mir waren's immer die etwas schlaueren Hunde, die dann ihr "Gewissen" geplagt hat. Aber was die sich dann für Gedanken machen, das wüsst ich auch gerne.

lg Klaus
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Beitragvon lusna » Do 3. Jun 2010, 05:22

Hallo Dina,

meine Hunde beschwichtigen nicht, wenn sie in die Wohnung gemacht haben.

Obwohl sie stubenrein sind!

Ich bekomme allerdings auch keine schlechte Laune, wenn ich sowas entdecke. Denn es passiert nur, wenn ich sie - was leider manchmal vorkommt - sie zulange alleine lassen musste. (Und ehrlich gestanden bin ich froh, daß sie es tun, denn besser ne Pfütze in der Wohnung als eine vom zulangen Einhalten belastete Niere.)

Selbst mein 5 Monate alter - stubenreiner - Junghund freut sich immer, wenn ich dann putze. Weil ich das in neutraler Emotion mache - und er eben sich bewegende Lappen einfach mal toll findet.

Der hat wirklich gelernt, daß ich nur dann "böse" werde, wenn er sich in meiner direkten Anwesenheit drinnen löst.

Ich glaube es ist wirklich die Verknüpfung: "Wenn das oder das so [B][U]ist[/U][/B], wenn Frauchen nach Hause kommt, dann ist sie sauer und wenn sie sauer ist, ist es besser "kleine Brötchen zu backen".

Beschwichtigen hat nichts mit Schuldgefühlen im menschlichen Sinne zu tun, sondern ist "nur Gefahrenabwehr".

Grüsse,

Claudia
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RE:

Beitragvon rastelli » Do 3. Jun 2010, 13:21

Grüß Dich Foxi,

[quote][i]Original geschrieben von Foxi[/i]

Wissen das man was falsch gemacht hat bzw. was dem Frauchen/Herrchen nicht gefällt und Moral muß doch nicht gleich dasselbe sein.[/quote]
Wie hast du Moral gelernt?
Da die geltende Moral von deinen Mitmenschen abhängt, ist sie nicht angeboren. Sie ist erlernt.

Deswegen ist es so einfach.
Ein Hund kann Stimmungen sehr empfindsam aufnehmen. Das merken wir gar nicht. Und Zusammenhänge, bei denen unsere Laune leidet, lernt ein Hund sehr schnell.

Nimm als Beispiel 20 Hunde in einer kleinen Wohnung. Alles angefressen, Kot in den Zimmern, Zigarettenasche auf dem Teller. Kein Hund hat ein schlechtes Gewissen. Nicht einmal der Mensch.

ciao Martin
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