Konsequenzen von langem Pipianhalten?

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Beitragvon Hermine » Di 16. Dez 2008, 18:58

Ich versteh Dein Argument und es klingt auch sehr schlüssig!
Es widerspricht meiner Erfahrung - meine Hündin trinkt deutlich weniger bzw. macht nur sehr kleine Pfützen, wenn ich nur alle 5 - 6 Stunden rausgehe.

Gehe ich regelmäßig - ob sie will oder nicht - alle 4 Stunden, wird es nach einigen Tagen anders...

ich bin überzeugt davon, dass es damit zusammenhängt...

sie frisst aber auch mit Sicherheit nichts zwei Mal, wovon ihr schlecht geworden ist -

was ich gefüttert hab an Nahrungsmitteln z.B. kurz vor einer Magen-Darm-Grippe, kann ich danach zunächst vergessen...

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Beitragvon Hundekeks » Di 16. Dez 2008, 18:59

Hallo du,

ich finde, ein Hund sollte etwa alle 4-6 Stunden die Gelegenheit haben, sich zu lösen (außer nachts). Wie er dazu kommt, also ob er sich selbst meldet oder ihr ihn zu festen Zeiten raus lasst, das könnt ihr machen, wie ihr es praktischer findet. Wenn es ab und an mal länger wird, schadet es nichts, immerhin hält der Hund nachts auch lange aus. Aber die Regel sollte das nicht werden.

Wenn euer Hund muss, wird er sich melden, bevor die Blase so voll wird, dass es relevant für Gesundheitsschädigungen ist. Urinanstauungen sind natürlich ungesund, der Urin kann sich über die Harnleiter bis in die Niere zurückstauen. Das kann zu schweren Nierenbeckenentzündungen führen. Aber das wird beim gesunden Hund, der die Möglichkeit hat, sich zu melden, wenn er muss, nicht passieren.

Soweit ich weiß, haben Blasensteine andere Ursachen. So kann sich durch eine Blasenentzündung (bedingt durch den Stoffwechsel der Bakterien) der ph-Wert verändern und aus den evtl. reichlich vorhandenen Grundstoffen für die Steine diese Blasensteine bilden. Deswegen sollten Blasenentzündungen bald behandelt werden.

Wie ihr das also handhabt, ist eher eine praktische bzw. methodische Frage als eine gesundheitliche. Ich persönlich finde es praktischer, dem Hund die Zeiten, zu denen ich ihn raus lasse, vorzugeben. Zum einen passt es besser mit dem, was ich gerade machen will, man kann besser planen. Zum anderen ist nach draußen gehen in vielen Fällen ja auch eine Aktivität (wir spielen dann oder es geht richtig auf Hunderunde). Und ich möchte so gut es geht Aktivitäten von mir aus beginnen. Einen festen Zeitplan gibt es hier nicht, da der Alltag einfach zu unregelmäßig ist.

Meldet sich der Hund dann zwischendurch mal, gehe ich mit ihm raus. Aber das ist die Ausnahme, und meist passiert das nur, wenns Durchfall gibt.

Liebe Grüße
Hundekeks
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Beitragvon Hermine » Di 16. Dez 2008, 19:08

[QUOTE]Wenn es ab und an mal länger wird, schadet es nichts, immerhin hält der Hund nachts auch lange aus.[/QUOTE]

Immerhin wird es dem Hund, der an eine feste Routine gewöhnt ist, deutlich auffallen, dass diese nicht eingehalten wird und es kommt ganz darauf an, wie es dem Hund gerade sonst so geht dabei....



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RE:

Beitragvon Cece » Di 16. Dez 2008, 19:45

Dankeschön für eure zahl- und aufschlussreichen Antworten. :stern:

[quote][i]Original geschrieben von Hundekeks[/i]
Wenn euer Hund muss, wird er sich melden, bevor die Blase so voll wird, dass es relevant für Gesundheitsschädigungen ist. [/quote]
Elliot hat nicht umsonst seinen Spitznamen Panzerblase weg. Wenn mein Mann nur geht, sobald der Knirps sich meldet (und das macht er deutlich, indem er sich vor die Tür setzt), kommt Elliot nur 2 Mal am Tag raus. Wie lange die Zeiten dazwischen waren, könnt ihr euch ja ausrechnen. 8-|
Und er ist er 5 Monate alt. Das kann doch gar nicht gut sein?!
Andererseits zuckt er sich wirklich nicht.
Dadurch merke ich auch meist gar nicht, dass Wolf nicht - wie versprochen - mit ihm rausgegangen ist, während ich weg war. So kommt es dann eben manchmal dazu, dass er den halben Tag nicht draußen war, wenn ich vergesse nachzufragen...
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Beitragvon lena » Di 16. Dez 2008, 21:08

jetzt weiß ich was ihr gemeint habt @ maggy und @ cece :-)
Aber ich hab meinen Beitrag geschrieben bevor dieser Thread eröffnet war...... [B]15.12.2008 - 21:04[/B]
drum auch meine Ahnungslosigkeit........
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Beitragvon Maggy » Di 16. Dez 2008, 21:13

Jo - ich les schon, aber nicht immer das Datum. Und ich hatte erst das von Cece gelesen und dann Deinen Bericht gelesen, Lena. Und da dachte ich, Deine Antwort wäre verrutscht :-)

Aber nu weißte Bescheid wie wir das mit Pipi und Kacka so halten......
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Beitragvon Hermine » Di 16. Dez 2008, 21:14

@Cece

Das wär bei meiner Maus exakt dasselbe... sie würde sich nur melden, wenn es wirklich heftig ist. Deshalb versuche ich, möglichst regelmäßig mit ihr nur ganz kurz rauszugehen - sie pieselt - und wir gehen wieder heim. Sie schläft oft lange Perioden - aber wenn ich an die Tür gehe, ist sie dabei...
und sie muss eigentlich immer, wenn ich gehe.

LG Hermine
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Beitragvon Hundekeks » Di 16. Dez 2008, 21:48

Zweimal ist definitiv zu wenig. Bist du ganz sicher, dass er wirklich nichts sagt ober fällt es nur nicht auf? Bzw. nehmt ihr sein "Melden" erst wahr, wenn es ganz wahnsinnig nötig ist. Manche Hunde melden auch erst, wenn es echt sehr dringend ist, aber das ist dann kein zuverlässiges Signal, sondern ein Notsignal.

Wenn er sich nicht von sich aus regelmäßig meldet (was ja viele Hunde machen), dann schickt ihn ab und zu raus oder geht mit ihm. Wie gesagt, alle 4-6 Stunden sollte er doch mal pieseln. Wenn es dann an einem Tag mal länger dauert und er noch nicht an der Türe steht, auch gut. Aber für regelmäßig ist zweimal am Tag wirklich viel zu wenig.
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Beitragvon Cece » Di 16. Dez 2008, 22:41

[quote][i]Original geschrieben von Hundekeks[/i]
Bist du ganz sicher, dass er wirklich nichts sagt ober fällt es nur nicht auf? [/quote]
Mir fällt es nicht auf. Das liegt auch daran, dass ich in diesen Fällen auch nicht darauf achte, eben weil ich ja der Meinung bin, dass mein Mann schon mit dem Kleinen draußen war. Elliot verhält sich m.E. ganz normal. Sobald er sich vor die Tür setzt, geht's raus. Das weiß er auch.

[quote][i]Original geschrieben von Hundekeks[/i]
Aber für regelmäßig ist zweimal am Tag wirklich viel zu wenig. [/quote]
Das kommt nur ab und an mal vor, wenn ich unterwegs bin, mein Mann nicht geht und ich nicht dran denke, nachzufragen. 8-|
Aber es regt mich dann umso mehr auf. Eben weil er mir dann immer 'nen Vogel zeigt und nicht verstehen will, warum man mit dem Hund gehen sollte, obwohl dieser offensichtlich faul auf dem Bett liegt und nicht muss...
Wie er das mit seinen drei Hunden vor Elliot gehalten hat, ist mir relativ schnurz. Ich muss mir nur immer sein Kopfschütteln angucken, wenn ich die Zeitspannen bemängele. *seufz*
Und so richtige Argumente außer "Du hältst doch auch nicht 12 Stunden an und Elliots Blase ist bestimmt kleiner als deine!" kann ich auch nicht vorbringen.
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Beitragvon Hundekeks » Di 16. Dez 2008, 23:06

Hm. Also ich kann nur von Daisy berichten. Die stiefelt auch zur Türe, wenn sie muss. Aber wenn sie zur Türe stiefelt, dann ist es bei ihr absolut oberdringend. Es ist also quasi ihr Notsignal: ihr habt mich vergessen.

Wecken würd ich ihn jetzt nicht unbedingt, nur weil die 6 Stunden um sind. Aber der Hund wird ja irgendwann mal wach sein und dein Mann kann da doch mal nebenbei die Tür aufmachen. Ist doch eigentlich kein großes Ding, wenn man einen Garten hat (ich hoffe ich erinnere mich richtig mit dem Garten?)

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