Hundeschule - Aber so Radikal?

Alles rund um die Erziehung deines Hundes

Beitragvon snakchen » Mo 3. Mär 2008, 14:01

Hm, also ich finde eine Hundeschule schon sehr sinnvoll. Klar kann man alles auch zuhause alleine lernen (den Großteil davon macht man sowieso alleine), aber irgendwie würd mir und Columbia ohne HuSchu auch was fehlen. Wenn ich in die Hundeschule gehe übe ich konzentriert eine Stunde, zuhause übe ich nie soviel und bei mir jedenfalls, kommt schnell der Schlendrian rein.
Ich fahre einmal die Woche auch fast 70km zum Agitraining. man muss sich halt überlegen was es einem wert ist.

Und bzgl harter Hand und Dominanz. So wie du das beschreibst klingt das eher so als ob du das bloß befürchtest und dem deshalb gleich von Anfang an entgegen gehen willst. Oder fällt dir jetzt eine Situation ein, wo dein Hund euch gezeigt hat, dass er unbedingt eine harte Hand braucht? Der Dominanzbegriff ist überhaupt recht veraltet und es ist nichtmal bewiesen, dass Hunde und Menschen soetwas wie ein Rudel bilden... Ich würde mich an deiner Stelle nicht so sehr darauf versteifen. Wenn man ständig "will er uns mit dem Verhalten nun dominieren?" im Hinterkopf hat, macht das das Zusammenleben nur schwerer...

Mir gehts mit meinen Hunden ganz prima, obwohl sie zuerst durch die Tür gehen, Fressen kriegen ohne dass ich zuvor davon gekostet hab, auf meinem Bett schlafen und auf meinem Schoß sitzen...

edit: [QUOTE]Wir haben uns vorgenommen das er zu 1000% hören muss egal welche Situation das es grade ist.[/QUOTE] Hm, das wird aber nicht funktionieren, außer du hast dir einen Roboterhund angeschafft.

lg, karin
snakchen
 
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Beitragvon Charis » Mo 3. Mär 2008, 14:22

@ blackangel
Schade, wenn es bei Euch in der Gegend so wenige Hundeschulen gibt ... noch dazu, wenn einige davon nicht (nur) Deinen Vorstellungen nicht entsprechen. Ähnlich sieht es in meiner Gegend allerdings auch aus. Da gibt's zwar jede Menge Hundeplätze und auch diverse Hundeschulen, aber die meisten davon kann man wirklich einfach nur in die Tonne drücken.
Vielleicht solltest Du einfach noch mal die Initiative ergreifen und nachfragen, was denn in der verbleibenden Schule für Möglichkeiten einer Teilnahme mit Deinem Chester bestehen. Eigentlich würde der in dem Alter ja schon eher in die Junghundegruppe passen.
Ansonsten ... trau' Dir ruhig etwas mehr zu. Du hast den guten Willen, hast (z.B. hier im Forum ;)) reichlich Möglichkeiten zur Nachfrage. Da solltest Du die Zeit bis zur Annahme schon überbrücken können.

@ Petra
Ich bin ja zugegebenermaßen ein HuSchu-Befürworter. Ich weiß aber auch, dass es durchaus Leute gibt, die die Hundeerziehung alleine wunderbar auf die Reihe bekommen. Das schafft nur eben nicht jeder. Du glaubst gar nicht, was wir da manchmal in den ersten Stunden zu sehen bekommen an Dummheit, Unachtsamkeit und Ignoranz. Da kann man dann wirklich nur froh sein (für die Hunde), dass solche Leute sich in kompetente Hände begeben. Abgesehen davon: In einer guten HuSchu, in der man sich wohlfühlt, macht das Training mit dem eigenen Hund einfach viel mehr Spaß als alleine :). Gleiches gilt selbstverständlich auch für gute Hundeplätze!
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Beitragvon blackangel » Mo 3. Mär 2008, 14:24

ich mein unser kleiner Führt auch ein Luxusleben er darf auf die sofa usw. hab ich auch kein problem mit nur ich hab bis jetzt von jedem gesagt bekommen das man ihm klar machen muss das er sich unterwirft ich persönlich bzw. wir haben bis jetzt noch kein versuch gestartet unseren Hund zu unterwerfen er soll ja keine Angst haben! Ja klar 1000% kann er nicht hören aber ich meine damit das wenn er auf etwas losgehen will das ich ihn zurück halten kann ohne großen Aufwand und ohne Opfer. Folgende Situationen war bei meinen Eltern da war unsere Cori (Hund meiner Eltern)ungefähr so alt wie der Chester.Meine Eltern waren einfach mit der Cora spazieren gegangen entgegen kam eine Frau mit einer Deutschen Dogge... die Dogge ist ohne Grund auf die Cora zugestürmt und hat sie gebissen so die nette gute Frau war an ihrer Dogge gehangen und hat PROBIERT den Hund von dem Welpen runterzubekommen ohne Erfolg erst als mein Vater dazwischen gegangen ist was ja auch nicht ungefährlich ist konnten wir unseren Weg fortsetzen und die Frau eben auch. Und ich möchte einfach nicht das unser Chester mal an der Stelle dieser Dogge ist und ich dann an meinem Hund hänge und machen kann was ich will und ihn würde es einfach nicht interessieren und ich wäre einfach Hilflos in dieser Situation.... Wert ist mir die Ausbildung meines Hundes sehr viel nur ich wollte eben erst in der Umgebung eine Hundeschule finden die zu uns passt.
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Beitragvon Petra&Hund » Mo 3. Mär 2008, 15:59

Hallo habe eben im Wald beim Hundi müde machen nochmal über dich nachgedacht. Und gerade noch letzten Beiträge gelesen.
Wenn du Bedenken hast deinen Hund allein zu erziehen macht es auf jeden Fall Sinn sich jemand zu Hilfe zu holen.
Aber und darüber habe ich eben wie gesagt nach gedacht. Jeder hat doch gewisse Vorstellungen wie das Zusammenleben mit seinem Hund laufen soll. Du solltest klar abklopfen wie es in einer Hundeschule deiner abläuft. Und vorab deine Vorstellungen bezüglich der Erziehung klar äussern.
Nichts destotrotz sei dir klar das die Hundeschule nur eine kleine Stütze für dich ist. Deinem Hund ist die Schule als solche egal, solange er bei dir ist, mit seinen Kumpel spielen darf und dort gut behandelt wird. Auf keinen Fall solltest du aber zulassen das ein Fremder (auch wenn er sich Hundetrainer auf die Polysterjacke geschrieben hat 8-) ) deinen Hund maßregelt oder die Erziehung sonstwie übernimmt. Und Labbis sind eingentlich nicht so gigantisch groß und von der Rasse her sehr umgänglich. Bloß ein wenig wild :teuflisch:
Was die Dauer der Erziehung angeht sieht es allerdings etwas anders aus. Das geht so pi mal Daumen einige Jahre. Eben traf ich eine Frau die erzieht ihren seit 11 Jahren. OK Jeder wie er will.
Was ich sagen möcht erhoffe dir nicht zuviel von einer Hundeschule. Auf Zeit gesehen bist du am Zug.
LG Petra: peace :
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Beitragvon Gwendulin » Mo 3. Mär 2008, 19:38

Hi @blackangel

Ich finde, was in der Huschu passiert ist auch völlig daneben. Ähnliches ist mir mit Prof passiert, wo der Trainer sich einfach die Leine geschnappt hat und mir mit Leinenruck gezeigt hat, wie man dem Hund beibringt bei Fuß zu gehen.

Auch ich konnte nicht so schnell reagieren, war einfach perplex.

Eine Huschu, wenn sie denn gut ist, finde ich jedoch ziemlich wichtig. Die Grundkommandos kannten sie schon vorher. Ich wollte aber, daß jemand mich beobachtet, wie ich mit den Hunden umgehe, meine Körperhaltung z.B. die kann ich kaum selbst beurteilen und mich entsprechend auch korrigiert. Denn ich mache soviel falsch und nicht der Hund.

LG
Angie

PS: und wie Charis schon schreibt, es macht Spaß nicht nur so alleine vor sich hin und her zu trainieren, sondern mit anderen Menschen und Hunden zusammen
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Beitragvon Hermine » Mo 3. Mär 2008, 22:46

[QUOTE]nur ich hab bis jetzt von jedem gesagt bekommen das man ihm klar machen muss das er sich unterwirft ich persönlich bzw. wir haben bis jetzt noch kein versuch gestartet unseren Hund zu unterwerfen er soll ja keine Angst haben![/QUOTE]

Also - ich sage das nicht.

Auf wen würdest Du eher hören? ;)

Auf einen Menschen, der dich dauernd angespannt rumkommandiert und dich unter seine Knute kriegen will

oder auf jemanden, der weiß, was er will und deine Bedürfnisse freundlich wahrnimmt, ohne sich auf der Nase rumtanzen zu lassen?
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Beitragvon blackangel » Di 4. Mär 2008, 07:36

Also ich geb dir recht das es auch etwas kleinere Labbis gibt nur der Dad von Chester kommt aus einer Amerikanischen Zucht und die sind was größer...
[IMG]http://clicker.inter-dev.de/img/clicker47ccf7543a85e.jpg[/IMG]
Hier mal ein Bild das ist dem Chester sein "Bruder" aus 2 Würfen vorher also ich denk man sieht auf dem Bild das er riesig ist :) und wie gesagt es sieht ganz danach aus als kommt Chester nach seinem Dad

hm ich denk ich wäre auch beruhigter wenn mir jemand über die Schulter schaut der Ahnung von Hunderziehung hat und besonders mir hilft Hundi so zu Erziehen wie wir es uns vorgestellt haben und es natürlich immer noch tun...

Ich muss sagen unsere 1. Hundeschule war ja einfach toll da waren zwei Gruppen auf dem Platz die kleinen mit 5 Wauzis und bei den Größeren warens glaub ich 8. Er hatte da einen Riesenspaß nur das was uns gestört hat war eben dieses große Altersunterschied.Es gab da auch einen Jagdhund(1/2Jahr älter) der immer auf unseren kleinen gegangen ist und ihn immer Unterdrückt hat unsere Züchterin meinte das kann man mit Mobbing unter Hunden bezeichnen und wir sollen es nicht Zulassen...
Ende vom Lied war der Besitzer des Hundes ging es auf Deutsch am Allerwertesten vorbei als ich an seinem Hund hing und ihn von meinen ziehen wollte und die zwei Trainerinen haben mich auch kein schlag unterstützt und so sind wir da raus...

Ne klar ich sehe das auch so das der kleine mehr lernt wenn man sich mit ihm auseinander setzt und ihm mit Gedult klar macht das er das nicht darf ich denk das bringt mehr als wenn man den Hund anbrüllt oder keine Ahnung was...
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Beitragvon Charis » Di 4. Mär 2008, 09:35

[QUOTE]Es gab da auch einen Jagdhund(1/2Jahr älter) der immer auf unseren kleinen gegangen ist und ihn immer Unterdrückt hat unsere Züchterin meinte das kann man mit Mobbing unter Hunden bezeichnen und wir sollen es nicht Zulassen...
Ende vom Lied war der Besitzer des Hundes ging es auf Deutsch am Allerwertesten vorbei als ich an seinem Hund hing und ihn von meinen ziehen wollte und die zwei Trainerinen haben mich auch kein schlag unterstützt und so sind wir da raus...[/QUOTE]
Das klingt in der Tat nach Mobbing und da hat Deine Züchterin Recht: Das sollte man nicht zulassen! Dass seitens der dortigen Trainer nicht eingegriffen wurde, spricht leider auch nicht gerade für die Qualität :( .

Was mir noch eingefallen ist:
Hast Du in der HuSchu, wo Du momentan noch auf Warteliste bist, nicht zumindest die Möglichkeit, Dir das Treiben dort mal - am besten ohne Hund, wegen der Konzentration - anzuschauen?
Nicht dass Du nachher endlich den heißersehnten Platz bekommst und dann in der ersten oder zweiten Stunde gleich wieder eine Enttäuschung erlebst ...
Eine gute HuSchu (oder auch einfach ein Platz) hat damit kein Problem, wenn Leute sich das Treiben unverbindlich ein paar mal anschauen, bevor sie sich entscheiden. :)
Charis
 
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Beitragvon blackangel » Di 4. Mär 2008, 09:41

Ne ich denke das ist kein Problem und vorallem was mir da sehr gut gefällt es sind auch mehrere Hunde aber alle +/- ein paar Wochen gleich alt also die haben da nicht alle zusammen geschmissen sondern lieber mehrere Gruppen gebildet. Habe Gestern nochmal probiert dort jemanden zuerreichen aber die Frau die das macht ist erst heute wieder erreichbar und ich Ruf einfach nochmal an wie es aussieht...
Ich wende mich auch an die Einzeltrainerin um uns mal zutreffen..
Ich hoffe wir werden dann was besseres für den kleinen finden.
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Huschu..

Beitragvon Sven-Jacky » Di 4. Mär 2008, 10:33

..meld mich auch mal dazu, unsere Lady ist jetzt ca. 6 Monate alt und wir sind von anfang an mit ihr in die Welpentruppen und die Huschu gegangen.
Unsere erste Huschu war insgesamt so... na ja sagen wir mal antiautoritär.... War super weil es da in erster Linie um die sozialen Kontakte und das lernen dadurch ging, anteilig ein wenig spielen und spielerisch lernen sitz, platz und abruf spielchen. Da mir das aber zu weit war (45-60 min fahrt ein weg) habe ich mich dann mal bei uns im Umfeld umgesehen und bin zur Zeit in einer Huschu die Grundsätzlich etwas Konsequenter in der durchführung ist. Was ich hier gut finde ist die Trennung der Welpen/Jundhunde Gruppe 1> 8-ca16 Wochen und Gruppe 2 > ca. 17 wochen bis 6 monate.
Danach beginnt man dan mit dem Junghunde Kurs.
Ich merke bei unserem Hund auch das die liebevolle Kosequenz am besten klappt.
Was ist mein / unser Ziel .... Im Moment strebe ich noch die Begleithunde Prüfung an damit ich halt die meisten Situationen kontrollieren kann.... ob es klappt und ob ich solange durchhalte ;-?... das können wir in 1 - 2 Jahren drüber sprechen :o
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