Ein paar Anfängerfragen

Für alle Ersthundebesitzer und deren Fragen.

Beitragvon Morenas » Fr 30. Nov 2012, 09:18

Hi,

leise wird er dadurch nicht :)
Aber die Umgebung kannst Du kontrollieren.
Spielzeug weg, wenn er schlafen soll.
Der Vorhang, der Teppich etc. ist nicht in Reichweite.
Und nebenbei lernt er noch einen Ort der Ruhe kennen, und hat einen Rückzugsort, wo er auch in Ruhe gelassen wird.
(Das Ding nicht gerade an die Tür stellen).

Meiner Meinung nach ist Hundetraining : vorrauschauende Führung und dadurch positive Erfahrung.

Die Meisten bringen sich doch selber unnötig in Schwierigkeiten.
Und haben dann irgendwelche Verhalten, welche man dann wieder abtrainieren kann.

Du musst ja nicht, wenn Du nicht willst.
Die Entscheidung, liegt bei Dir.
Es gibt ja noch andere gute Ratschläge.

Vg
Bernd
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Beitragvon rufus88 » So 2. Dez 2012, 10:43

meine finni hat das auch gemacht - abends einen bellanfall bekommen...wir haben es ausgesessen (sprich: ignoriert) und mit zunehmemdem alter hörte sie einfach damit auf...
ich meine, dein hund ist baby...hundebabys sind manchmal verrückt und erstaunlich viele dinge erledigen sich beim jungen hund von selbst... :D
rufus88
 
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Beitragvon Morenas » So 2. Dez 2012, 16:43

Hi,

@rufus

[quote]..wir haben es ausgesessen (sprich: ignoriert)[/quote]
Mit anderen Worten : Ihr habt es abtrainiert.
Und zwar durch [URL=https://de.wikipedia.org/wiki/Extinktion_%28Psychologie%29]Extinktion.[/URL]

VG
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Beitragvon rufus88 » So 2. Dez 2012, 17:28

okay :D du hast wohl recht, aber dann ist es doch eine wirkungsvolle methode. aber danke für die nachhilfe in sachen lernpsychologie! :-)
rufus88
 
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Beitragvon Morenas » So 2. Dez 2012, 17:58

Hi,

@rufus
Finde ich gut, dass Du es sportlich nimmst. :) :)

Wenn Dich das Thema Lernpsychologie interessieren sollte : [URL=https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/]Lernen.[/URL]


VG
Bernd
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RE:

Beitragvon klaus » So 2. Dez 2012, 22:54

[quote]
[quote]..wir haben es ausgesessen (sprich: ignoriert)[/quote]
Mit anderen Worten : Ihr habt es abtrainiert.
Und zwar durch [URL=https://de.wikipedia.org/wiki/Extinktion_%28Psychologie%29]Extinktion.[/URL]

VG
Bernd
[/quote]

Das kann man so oder so sehen!

Helmut Kohl z.B. hat seine Parteispendenaffaire [B]ausgesessen[/B]. Ob eine Extinktion im lerntheoretischen Sinne stattfand? Ich habe da meine Zweifel.
Helmut Kohl musste längerfristig sehr viel Aversives einstecken deswegen. Also wenn ein Lernprozess, dann weniger wegen der Extinkion. .

Ein bellfreudiger Hund trägt die Bürde, seine Umwelt zu nerven und früher oder später, kriegt er sein aversives Päckchen. Genau wie der Helmut, den eines Tages sein Mädchen ganz offen in die Klinge springen ließ.

Ein offenes Gespräch zur rechten (frühen) Zeit erscheint mir da humaner.

lg Klaus
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Beitragvon joan86 » Mo 3. Dez 2012, 13:14


Weil ich glaube, dass meine Frage vielleicht wirklich etwas falsch verstanden wurde: Mir geht es nicht so sehr darum, das Bellen jetzt abzustellen (das kann ich sowieso nicht, kleiner Hund und so.. und ein Bellkommandotraining braucht ja schließlich auch seine Zeit.) Meine Frage ist vielmehr: Wie kann ich in diesen Bellmomenten sie ablenken, mit ihr spielen, ihr was zu tun geben oder wie auch immer, [B]ohne das vorherige Bellen zu bestätigen? [/B]

also quasi vermeiden, die Verknüpfung herzustellen "ich mach Terz, dann kommt Frauchen und beschäftigt sich mit mir."

Dass eine Möglichkeit ist, sie einfach zu ignorieren, ist mir klar - nur ist diese eben auch für die Nachbarn laut ;) Wünsche mir aber noch eine andere Möglichkeit, vielleicht habt ihr ja Ideen.

Zu Helmut Kohl: Danke Klaus für diesen schönen Vergleich :)

Wie würdest du in diesem Fall das offene Gespräch führen?
[gray](Ich kann ja mal eine Pressekonferenz einberufen? :D) [/gray]

joan86
 
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Beitragvon Ute&Jessie » Mo 3. Dez 2012, 14:45

Wenn du reagierst, wenn sie bellt, wird sie immer draus lernen, dass auf Bellen eine Reaktion folgt, egal wie, was, wo, positiv oder negativ.

Du müsstet ihr zuvor kommen.
Sagtest du nicht, immer so um die Abendzeit herum?
Also dann animiere sie zu einem Spiel BEVOR sie anfängt. Und hinterher streichelst du sie, damit sie wieder runterkommt und müde wird.

Oder du machst um diese Zeit etwas ganz anderes, verlegst vielleicht das Abendgassi auf diese Zeit.

Wie man auf einen bellenden Hund reagiert, ohne dass er sich in seiner Bellerei bestätigt fühlt, wüsste ich sonst nicht.

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RE:

Beitragvon joan86 » Mo 3. Dez 2012, 15:11

[quote][i]Original geschrieben von Ute&Jessie[/i]

Wenn du reagierst, wenn sie bellt, wird sie immer draus lernen, dass auf Bellen eine Reaktion folgt, egal wie, was, wo, positiv oder negativ.
[/quote]

[quote]
Wie man auf einen bellenden Hund reagiert, ohne dass er sich in seiner Bellerei bestätigt fühlt, wüsste ich sonst nicht.
[/quote]

Schade. :o Ja mit Ablenkung um die ungefähre Zeit versuche ich im Moment, leider ist es nicht so gut vorhersehbar, gerne dreht sie auch dann nach dem Gassi noch mal richtig auf.. naja, wir lernen ja beide noch, evtl muss ich mein Herz gegen die Nachbarn verhärten 8-) bis wir das Bellen auf Kommando gelernt haben... (und damit das still sein)
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RE:

Beitragvon klaus » Mo 3. Dez 2012, 22:39

[quote]Wie würdest du in diesem Fall das offene Gespräch führen?
[gray](Ich kann ja mal eine Pressekonferenz einberufen? :D) [/gray][/quote]

Ein Abbruchsignal. Auch als "Verbot" bezeichnet. "Hund, halt die Klappe bitte, sonst werde ich unentspannt!"

Danach (nach einer deutlichen Pause, >1 Minute) kann man den Hund bestärken. Aber RUHE sollte dabei sein, ein ruhiges Streicheln, gemeinsames Entspannen.... Immer schauen, wie fühlt sich der Hund dabei, ist das eine echte Ruhe oder droht er im nächsten Moment wieder zu explodieren.
Ruhig muss er werden, und nicht nur stimmlich.

Mit Spiel bestätigen sollte dann im fortgeschrittenem Stadium auch klappen.

lg Klaus
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