Psychisch überlagert??

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Psychisch überlagert??

Beitragvon Bummi-Mutti » Fr 5. Dez 2008, 22:59

Hallo ihr alle

ich mach mir seit gestern große Gedanken über Riko. Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, hab ich ihn zu meiner Mutter gegeben mit der Meinung, dass er sich als Einzelhund selbst weniger unter Stress setzt als er es hier bei mir im Rudel getan hat.

Bis jetzt lief auch alles glatt, er folgt gut, alles bestens.
Gestern ruft mich meine Mum dann an und sagt, dass er die ganze Bude vollgekotzt hätte. Im gleichen Atemzug kam die frage, ob er sich, wenn er bei mir schon mal gekotzt hätte, auch die gesamte behaarung der Rute raus gerupft hat!! :-o
Das hat er bei mir natürlich nie getan!! Meine Mutter sagt, die ganzen langen "Federn" sind weg....und das war ne Menge die er da hatte!!!!!
Heute war sie den ganzen Tag nicht daheim und ne Nachbarin hat sich um ihn gekümmert...was mir nicht so gefällt. Eigendlich war ausgemacht, dass er von gestern auf morgen zu mir kommt.
War meiner Mutter aber zu viel Stress. 8-|
Eben schreibt sie ne mail, ob er bei mir auch schon mal in die Wohnung gepisst hat!!!!!

Ich weiß nicht, aber mir kommt das echt komisch vor. Gestern hab ich den halben Abend nur geheult...erstens, weil ich es nicht gerade toll von meiner Mutter fand, dass sie Freitag den ganzen Tag nicht da ist, obwohl sie weiß dass es ihm schlecht geht und er eigendlich ne Bezugsperson bräuchte.
Des weiteren ist es für mich halt echt scheiße zu wissen, meinen "Hundekind" geht es nicht gut und ich kann nicht bei ihm sein, nicht mal meine Mutter war es heute, die es an meiner Stelle sein sollte.
Meine Güte, und schon wieder heul ich!! (Wie blöd komm ich mir vor).

Meine Mutter meinte, dass er sich die Haare raus gerissen hat, weil er in dem Moment eben kein Gras zum fressen hatte, dass er hätte kotzen können. Aber mir kommt das alles nicht ganz astrein vor.

Was meint ihr dazu??

Mir kommt das so vor, als wenn er psychisch angeknackst ist. Bei mir hatte er die Aufgabe, sich um die Mädels zu kümmern, was er zu extrem betrieben hat.
Jetzt hat er keine Aufgabe mehr. Ihm ist vielleicht langweilig und er sucht sich beschäftigung.

Ich möchte mir Riko so schnell wie möglich anschauen und wenn ich sehe dass es ihm psychisch nicht gut geht, hole ich ihn wieder nach hause zu seiner Familie.

traurige Grüße, Astrid und die Mädels
Bummi-Mutti
 
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Beitragvon snakchen » Fr 5. Dez 2008, 23:26

Ganz ehrlich? Ich denke das ist psychisch. Du hast ihn ja öfter mal über nacht weggegeben, das war er ja gewohnt, aber dann hast du ihn einfach nicht mehr abgeholt. Ich glaube es würde ihm leichter fallen, wenn er komplett aus deinem Leben verschwunden wäre. Aber er ist ja praktisch immer noch ein Teil von deinem Leben (auch wenn er nur bei deiner Mutter lebt, er kennt sie ja von Besuchen, vermute ich und sieht dich vielleicht ab und zu mal?) und ich denke, dass er deshalb nicht damit zurecht kommt.

An deiner Stelle würde ich mich entscheiden, zwischen behalten und weggeben und wenn weggeben, dann richtig. Zu jemandem der mit so einem Hund fertig wird indem er ihm die nötige Zeit, die er braucht, geben kann. Auch wenn es hart klingt, ich glaube, dass du Riko zu deiner Mutter gegeben hast, weil du vielleicht nicht für den letzten endgültigen Schritt bereit warst und das für eine ganz gute Lösung war. Müsste ich meinen Hund weggeben, würde ich mich auch freuen, wenn er zu jemandem kommt, den ich gut kenne. Ob das aber für den Hund so gut ist? Ich weiß nicht...

Was macht deine Mutter denn so mit Riko? Vielleicht ist er auch nur körperlich unterfordert?

lg, Karin
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RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » Fr 5. Dez 2008, 23:34

[quote][i]Original geschrieben von snakchen[/i]



Was macht deine Mutter denn so mit Riko? Vielleicht ist er auch nur körperlich unterfordert?

lg, Karin[/quote]

naja, ich weiß, dass sie ihn einmal wöchentlich oder so mit zum walken nimmt.
wie lange die gassi gänge sonst so sind, weiß ich nicht.
Ja, du hast recht. ich konnte ihn nur mit dem Gedanken abgeben, dass ich ihn jederzeit sehen kann und ich hab ihn auch mit der Forderung abgegeben, dass er nur zu mir kommt wenn meine Mum mal keine Zeit hat.
Ich hab meine Mutter mal besucht mit den Mädels. Und als wir vom Gassi gehen an meinem Auto vorbei gekommen sind, hat er sich sofort vor den Kofferraum gesetzt und gewartet, dass ich ihn auf mach und er rein kann.



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Beitragvon snakchen » Fr 5. Dez 2008, 23:40

Hmhmhm, ich kann mir vorstellen, dass dir die Entscheidung nicht leichtgefallen ist. Meinst du, dass ihm einmal Walken und normale Spaziergänge reichen? Du hast ja sonst auch noch allerhand mit ihm gemacht, oder? Ich glaub dass das auch der springende Punkt ist. Du kennst Riko am besten und wirst wissen was er braucht, überleg mal ob es nicht wirklich an der Unterforderung liegen könnte.
snakchen
 
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Beitragvon Bummi-Mutti » Fr 5. Dez 2008, 23:46

ja, das denk ich auch. Aber nun erklär das mal meiner Mutter!!!
Sie hat mir schon mal erzählt dass sie mit dem Gedanken gespielt hat, mit ihm Fährtentraining zu machen, dafür hätte sie aber keine Zeit.

Tja, ich weiß auch nicht ob die Entscheidung die richtige war. Ich hab es ihm doch nur Gut gemeint!
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Beitragvon Aspen » Sa 6. Dez 2008, 06:49

Oh Astrid, das tut mir leid zu hören. :( Ich denke auch das das psychischer Natur ist. Das du das Beste für Riko wolltest, das glaube ich dir. Doch weiß das Riko leider nicht. Das ist ja immer das Schlimme, das man es ihnen nicht erklären kann.
Glaube auch, das er zu dem Verlust, noch unterfordert ist. Den Gedankengang von Karin finde ich gut.
Ich weiß auch nicht, ob Besuche von dir und den 2 Mädels das Richtige sind. Riko ist ja noch nicht so lange weg und das er sich vor dein Kofferraum setzt, weil er denkt es geht dort rein, zeigt auch, das er bei deiner Mutter noch nicht "angekommen" ist.
Lösungen sehe ich eigentlich auch nur wie folgt:
1. Entweder deine Mutter lastet Riko mehr aus, sowohl körperlich, doch eher mental (so wie sie es z.B. ja plante mit Fährte !)
Da ist deine Mama jetzt gefordert, denn ich denke das Riko leidet.
2. Oder wie auch Karin schon geschrieben hat, ihr findet ein tolles Zuhause für ihn, wo man ihm gerecht wird.
3. Oder, du holst das Kerlchen wieder zu dir.
Ich wünsche für Riko und auch für dich, Astrid, das ihr eine Lösung findet. Drücke dir ganz fest die Daumen, kann mir nämlich gut vorstellen, das es dir nicht gut geht.
:troesten:
LG Nicole
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Beitragvon snakchen » Sa 6. Dez 2008, 08:38

Hallo Bummi, ich nochmal. Ich hab mir heute nacht noch mal Gedanken gemacht.

Ich denke du solltest dir überlegen wie es für dich jetzt war, ohne Riko. Hat dir das Zusammenleben nur mit den Mädels mehr Spaß gemacht? Und angenommen Riko würde es bei deiner Mutter jetzt prima gehen, wärst du glücklich mit der Entscheidung? Hättest du ihn am liebsten wieder mit nach hause genommen als ihr euch getroffen habt, oder war es okay, dass du nur mit den Mädels heim fährst? Dann finde ich, dass deine Entscheidung wohl richtig war.

Allerdings musst du jetzt noch schauen, dass auch Riko damit glücklich wird. Das schlimme, wenn man gezwungen ist einen Hund abzugeben, ist ja eben, dass man ihn völlig loslassen muss. Alles andere wäre für den Hund nicht gut und wohl mehr egoistischer Natur. Das heißt auch nicht, dass der Kontakt zum Hund völlig abbrechen muss, Fotos, Telefonate und nach nem halben Jahr vielleicht auch wieder Treffen sind ja immer möglich. Aber eben erst wenn er sich bei den neuen Besitzern wirklich zuhause fühlt.
So wie ich Riko kennengelernt habe, wäre er ein toller Einzelhund bei Leuten die mit ihm arbeiten möchten. Und ich bin mir sicher, dass es solche Leute irgendwo gibt.

Jetzt musst du überlegen was du wirklich willst, aber dann endgültig. Was sagt eigentlich deine Mutter dazu, ist sie glücklich mit Riko und würde sie ihn überhaupt wieder hergeben?

Ach Mensch, vor der Entscheidung will ich jetzt nicht stehen!

lg, Karin
snakchen
 
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RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » Sa 6. Dez 2008, 10:36

[quote][i]Original geschrieben von snakchen[/i]

Hallo Bummi, ich nochmal. Ich hab mir heute nacht noch mal Gedanken gemacht.

Ich denke du solltest dir überlegen wie es für dich jetzt war, ohne Riko. Hat dir das Zusammenleben nur mit den Mädels mehr Spaß gemacht? Und angenommen Riko würde es bei deiner Mutter jetzt prima gehen, wärst du glücklich mit der Entscheidung? Hättest du ihn am liebsten wieder mit nach hause genommen als ihr euch getroffen habt, oder war es okay, dass du nur mit den Mädels heim fährst? Dann finde ich, dass deine Entscheidung wohl richtig war.



lg, Karin[/quote]

Hallo Karin

lieb dass du dir gedanken gemacht hast.
Damals bin ich eigendlich mit nem guten Gewissen wieder heim gefahren. Die Zeit ohne ihn war entspannt und schön. Kein Stress mehr während dem Gassi gehen. Ich war bis Donnerstag der Meinung dass ich für ihn das richtige getan hab.

Seit dem Anruf meiner Mutter denk ich nicht mehr so. Ich weiß nun, dass es Riko nicht gut geht....
und wenn es sich die nächste Zeit nicht legt, dann bin ich der Meinung dass es besser wäre, wenn ich ihn wieder nach hause hole.
Bummi-Mutti
 
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RE: Psychisch überlagert??

Beitragvon Miss Kitty » Sa 6. Dez 2008, 11:36

[quote][i]Original geschrieben von Bummi-Mutti[/i]



Meine Mutter meinte, dass er sich die Haare raus gerissen hat, weil er in dem Moment eben kein Gras zum fressen hatte, dass er hätte kotzen können. Aber mir kommt das alles nicht ganz astrein vor.

Was meint ihr dazu??

traurige Grüße, Astrid und die Mädels
[/quote]

Diese Erklärung würde ich nicht so ohne weiteres von mir weisen. Meine Kitty hat oft und gerne gekotzt. Dazu brauchte sie auch immer ne Menge Gras. Einmal hat sie im Auto angefangen, mit Inbrunst die Fußmatte abzulecken und anzuknabbern. Zum Glück wußten wir gleich, was das bedeutet und konnten rechtzeitig nen Parkplatz ansteuern. Kaum draußen ging es dann auch schon los mit der Kotzerei.
Aber ich glaube, die Frage muß lauten, warum muß er so heftig kotzen (und in die Wohnung urinieren)? Das sieht mir sehr nach Stress aus. Unsere Kitty war auch ne Streßkotzerin. Wir haben sie mal für ein paar Stunden bei meiner Schwiegermama gelassen, die sie nur von gelegentlichen Besuchen her kannte. Da hat sie dann auch die Bude vollgekotzt. :-o
Wenn es dem Hund schlecht geht, fühlt man sich echt sch...... Aber Du solltest bei einer Entscheidung, was mit Rico geschehen soll, auch berücksichtigen, wie es Dir gehen würde, wenn er wieder bei Dir wäre. Wenn das für Dich und Deine Mädels dann auch wieder zum Stress ausartet, dann wäre es vielleicht für alle das beste, wenn er in ganz andere Hände käme, wo man sich Rico-gerechter mit ihm beschäfftigen würde. Solch eine Entscheidung (auch wenn es bedeutet, daß Du ihn dann nicht mehr siehst) wäre dann eine reife,gute Entscheidung im Sinne aller.
Ich wüsch Dir ganz viel Kraft in dieser Situation.
Fühl Dich ganz feste in den Arm genommen. :umarmen:
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Beitragvon Leonie » Sa 6. Dez 2008, 12:21

Liebe Astrid,
ich denke auch, dass sich Riko bei deiner Mutter nicht soo wohl gefühlt hat. Aber wenn es dann bei Euch Stress gibt, wäre es vielleicht besser, ihn in eine andere Familie zu geben, wo er Einzelhund ist, und du ihn nach einer angemessenen Umgewöhnungszeit besuchen kannst. Aber Du müsstest Dir dann auch 100% sicher sein, dass es ihm dort gut geht, weil Du ihn ja anfangs nicht besuchen kannst.
Ich drücke Euch allen fest die Daumen, dass sich die Situation wieder beruhigt!
Und ich fühle mit Dir, ich weiss noch, wie wir die Probleme zwischen Happy und Tarik hatten und ich mir überlegen musste, ob ich es probiere (und wenn ja, wie) diese Sache zu schlichten oder ob ich Happy einschläfern muss... es war grauenhaft. Als ich dann anfing zu kotzen und nicht mehr schlafen konnte, habe ich beschlossen, es zu versuchen, Bücher gewälzt, alle möglichen und unmöglichen Leute um Rat gefragt, etc etc - und es hat geklappt.

Sei feste gedrückt

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