TWH

Themen zu den versch. Rassen oder Mischungen

TWH

Beitragvon Morenas » Sa 23. Jul 2011, 20:06

Hallo,

gestern Abend sind wir auf unserem Spaziergang wieder einem TWH begegnet.
Rüde, 9 Monate, Oma Wolf.
Sieht sehr nach seiner Oma aus.
Wenn der ausgewachsen ist, hält Ihn die Besitzerin ganz sicher nicht mehr. Die hatte ja schon gestern Schwierigkeiten.
Bei dem hat sogar meine Maus gewusst, dass es jetzt besser ist, anständig zu sein. :D

Vor 3 Monten sind wir denen schon mal über den Weg gelaufen.
Damals hat mir die Frau erzählt : Der knabbert nicht nur das Sofa an, der zerlegt es.
Muss wohl schon vorgekommen sein.
Außerdem müssen sie Ihn mit 6 Wochen bereits geholt haben.

Die Dame hat mir dann gestern noch erzählt, seit sie 3 mal die Woche in der Rettungshundestaffel trainieren, sei es mit Ihrem Hund schon viel besser geworden.

Rettungshundestaffel mit einem TWH. :-o :-o :-o
Na ja, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Kennt jemand solche Hunde ?
Warum werden die Welpen so früh abgegeben ?
Liegt es daran, dass Wölfe in der Entwicklung gegenüber Hunden etwas voraus sind ?

VG
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Beitragvon snakchen » Sa 23. Jul 2011, 21:03

Ich kenn einige Wolfshunde die als Rettungshunde ausgebildet werden. Null Problemo. Die TWHs die ich kenne sind aber nicht mit 6 Wochen abgegeben worden.

In der Entwicklung vorraus kann ich aber nicht sagen. TWHs werden erst mit 2-3 Jahren erwachsen, die erste Läufigkeit ist oft viel später als bei anderen Rassen...

lg, Karin
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RE:

Beitragvon klaus » Sa 23. Jul 2011, 22:01

Ja, aber die TWH's oder andere Wolfshunderassen sind ja mittlerweile eine FCI anerkannte Rasse. Also da ist die Mutter sicher kein Wolf. Oder es ist kein TWH sondern ein - wie auch immer gearteter -Wolfshybrid. wobei ich das auch nicht glaube, denn die wären in der ersten Generation wohl kaum zum Rettungshund auszubilden bzw wohl gar nicht zu halten in einer Wohnung.
So recht mag ich die Schilderung nicht glauben. Aber sei's drum ;)

lg Klaus
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RE:

Beitragvon Morenas » So 24. Jul 2011, 08:18

Hallo,

@Klaus :
Du hast recht. Die sind sogar vom FCI anerkannt.

Auszug aus dem Rassestandard :

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Temperamentvoll, sehr aktiv, ausdauerfähig, gelehrig, schnell reagierend, furchtlos und mutig. Misstrauisch. Seinem Herrn gegenüber zeigt er ungemeine Treue. Widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Vielseitig verwendbar.

@snakchen
Auszug aus der Homepage eines TWH-Züchters :
Sein Rudelverhalten sollte unbedingt beachtet werden. Sein Rudel ist die Familie und alle, die dazu gehören (z.B. Andere Tiere). Ist er allein zu Haus kann es sein, dass er alles versuchen wird, um wieder zu seinem Rudel zu gelangen. Er braucht Gesellschaft und Bewegung (körperlich wie geistig). Erhält er nicht genug Aufmerksamkeit und Auslauf, kann es passieren, dass er sich langweilt und dann die Wohnung auf dem Kopf stellt, den Garten umgräbt und noch vielen anderen Unfug anstellt.

Ich frage mich : Wer braucht so etwas ?
Im Rassestandard steht : schnell reagierend, furchtlos und mutig, misstrauisch.

Auf deutsch : Wenn der etwas nicht kennt, geht er nach vorne und macht Wurst daraus.
Auf der Homepage eines Züchters steht sogar etwas von Familienhund.

VG
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Beitragvon snakchen » So 24. Jul 2011, 08:47

Wenn du dich eh so gut auskennst warum fragst du hier dann noch? 8-|

Wobei das:
[QUOTE]Sein Rudelverhalten sollte unbedingt beachtet werden. Sein Rudel ist die Familie und alle, die dazu gehören (z.B. Andere Tiere). Ist er allein zu Haus kann es sein, dass er alles versuchen wird, um wieder zu seinem Rudel zu gelangen. Er braucht Gesellschaft und Bewegung (körperlich wie geistig). Erhält er nicht genug Aufmerksamkeit und Auslauf, kann es passieren, dass er sich langweilt und dann die Wohnung auf dem Kopf stellt, den Garten umgräbt und noch vielen anderen Unfug anstellt.
[/QUOTE]
...auch auf einen jungen Beagle zutreffen kann. Und auf viele andere Rassen.

lg, Karin
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Beitragvon Morenas » So 24. Jul 2011, 09:22

Hallo,

@snakchen
Ne, ich kenne mich da nicht wirklich aus.
Mich hat es interessiert, und deshalb hab ich etwas gestöbert.

Die Informationen, welche so offiziell zugänglich sind, sind doch immer positiv gefärbt. Kein Züchter würde doch schreiben, dass irgendwelche Hunde aus seinen Würfen aufgrund irgendwelcher Probleme (was auch immer) eingeschläfert wurden.
Zudem ist davon auszugehen, dass Leute die sich für eine Rasse entscheiden und dann züchten, eine sehr große Affinität zu dieser Rasse haben.
Hier kommt dann oft der Blick durch die rosa Brille.

Was mich interessiert hat ist, ob diese Rasse (TWH) tatsächlich als Rettungshund eingesetzt wird.
Dies konnte ich mir nicht wirklich vorstellen.

lg
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Beitragvon summsebrumm83 » So 24. Jul 2011, 12:41

Moin moin,

ich traue jeder Rasse etwas zu was vielleicht nicht zu ihr passen könnte ;) ....man weiß es schließlich nie.

Ich habe mir vor 3 Monaten mal ein Interview angesehen und dieser Mann beschönigt nix und sagt wie es ist.


[youtube]RMH3SZKhalc[/youtube]

Rettungshundearbeit oder Mantrailing kommt bei dieser Rasse schon vor aber für mich persönlich ist das kein Haushund!
Ein richtig gesichertes Gehege auf dem eigenen Grundstück und mindestens zwei Tiere müssen da schon sein sonst kann es Probleme geben. Ich habe mal einen Kombi im Fernsehen gesehen in dem ein Wolfshund beim Einkaufen saß...naja...die Inneneinrichtung existierte danach nicht mehr :-o

Gruß
Rebecca
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Beitragvon Anke + Franziskus » So 24. Jul 2011, 13:36

Hi,

ich kenne mittlerweile mehrere TWH persönlich und behaupte, es mendelt gewaltig zwischen eher Viel-Wolf und eher Viel-Schäferhund. Letztere sind etwas speziellere, aber auf jeden Fall anspruchsvolle Hunde, die tatsächlich auch als RH denkbar sind (selber kenne ich keinen, der RH wäre, aber zutrauen würde ich es manchen). Erstere sind meiner Meinung nach für alle Beteiligten eine Zumutung, Wolfshybriden (keine Hunde), mit extremen Ansprüchen an ihre Haltung und mit einem Leben auch nur am Rande der deutschen Zivilisation deutlich überfordert - was deren Besitzer aber gerne völlig negieren

Aber diese mangelnde Passung an die Lebensumstände der Besitzer betrifft ja nicht nur Teile der TWH, sondern verdammt viele Hunde. Ich wundere mich über nix mehr.

ciao
Anke
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Beitragvon Morenas » So 24. Jul 2011, 19:41

Hallo,

@rebecca
Super Link. Echt informativ.
Der Kerl hat Ahnung, und beschönigt auch nichts.

In dem Beitrag wurde von 7./8. Generation Wolf gesprochen.
Die Dame vom Spaziergang sagte aber: „Die Oma war ein Wolf“.
Auch dass sie den „Hund“ als Welpen mit 6 Wochen bekommen hat, glaube ich Ihr.
Beide Aussagen machen zusammen Sinn.
Ich hab mal meinen Dr. Miklosi gefragt. Der schreibt, dass die Sozialisierungsphase bei Wölfen früher beginnen muss.

Wie die mit Ihren TWH in den FCI oder den VDH gekommen sind??
Da kann ich nur den Kopf schütteln.

Genauso die Rassebeschreibungen des FCI :
[B]Ist seinem Halter treu ergeben: [/B]
Wenn die Mutti was zu Ihm sagt, geht es ihm komplett am A… vorbei.
[B]Misstrauisch gegenüber Fremden :[/B]
Knurrt oder bellt jeden an der zufällig auf dem Weg daherkommt (auch wenn der nur spazieren gehen will).
[B]Wachsam und rege:[/B]
Frisst den Briefträger, und alles was sonst noch so aufs Gelände kommt
[B]Er verteidigt seinen Herrn ohne jegliches Zögern hartnäckig und leidenschaftlich:[/B]
Hoffentlich fragt der vorher seinen Herrn, ob der auch verteidigt sein möchte, weil zögern tut der Hund nicht.
[B]von übersprudelnder Lebhaftigkeit und stets aktionsbereit:[/B]
Nicht tot zu kriegen, und das Kommando Platz steht unter perfekter Signalkontrolle (legt sich nur hin, wenn man es zu Ihm sagt)

Vielleicht bring ich auch mal ein Buch raus :
FCI-deutsch deutsch-FCI

VG
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Beitragvon Ute&Jessie » Mo 25. Jul 2011, 08:53

Es gibt halt immer wieder Idioten, die ums Verrecken auffallen wollen und etwas haben wollen, das aus der Norm fällt - wahrscheinlich weil sie selbst nicht genug auffallen.

Allerdings:

[QUOTE]Erhält er nicht genug Aufmerksamkeit und Auslauf, kann es passieren, dass er sich langweilt und dann die Wohnung auf dem Kopf stellt, den Garten umgräbt und noch vielen anderen Unfug anstellt.[/QUOTE]

DAS kann man ruhigen Gewissens auch von einem gesunden und lebendigen Aussi sagen, das finde ich jetzt nicht besonders speziell.

Und Hunde, die

[QUOTE]mit einem Leben auch nur am Rande der deutschen Zivilisation deutlich überfordert[/QUOTE]

sind, kenne ich auch jede Menge, und das sind keine TWHs sondern ganz normale Rasse- und Mischlingshunde, die nicht richtig erzogen, sozialisiert oder sonstwas wurden.

Ich finde, es gibt mit 'normalen' Hunden genug zu tun, da muss man sich nicht solche Exoten ins Haus und in die Gesellschaft holen, denen man überhaupt nicht gerecht werden kann.
Wenn die Leute dann selbst mit ihren TWHs Probleme haben und ihre eigenen Autos und Wohnungen zerstört werden, gehört es ihnen wenigstens nicht anders. Aber in der Regel müssen dann ja doch wieder Außenstehende drunter leiden, die denen beim Spaziergang übern Weg laufen, oder die dummerweise grade auf der Straße sind, wenn so einen Hund einen Austicker hat.

In unserer Gegend sind vor Kurzem zwei unerzogene schlecht gehaltene Hirtenhunde ausgebüxt und haben mehrere Passanten gebissen und für ziemliches Verkehrschaos gesorgt, eh sie eingefangen werden konnten - für sowas hab ich kein Verständnis. Muss man in der Stadt solche Hunde halten....

Ute&Jessie
 
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