Fragen an Aussie-Besitzer

Themen zu den versch. Rassen oder Mischungen

Fragen an Aussie-Besitzer

Beitragvon Suse » Mi 27. Okt 2010, 17:09

Hallöchen zusammen,

da ich leider keinen Aussie in live kennenlernen kann, habe ich gedacht, das ich doch auch euch "befragen" kann :D

(Ich entschuldige mich schon jetzt für diese "Fragen-Bombe", die ich platzen lasse 8-| )

Mich würde es sehr interessieren wie euer Tagesablauf aussieht (Arbeit?), was ihr mit euren Hunden so macht (Sport?) und welche Vor- und Nachteile ihr an dieser Rasse seht.

Besonders interessiert mich auch die Pflege, da man darüber wenig liest und wie ausgeprägt er haart.
Ist der Aussie eher bellfreudig oder mehr oder weniger "stumm"?

Der Aussie ist zwar ein Hütehund, habe aber schon des öfteren gelesen, das besonders Rüden einen gewissen Schutztrieb aufweisen? Welche Erfahrungen habt ihr?

Außerdem wollte ich noch ehrliche Meinungen darüber hören, was ihr davon hält einen Hund ohne Garten zu halten und jenachdem, Vor- und Nachteile?!

Achja... eine kleine Frage noch.
Rüde oder Hündin?! Kann ich das an meinem Umfeld festmachen? Also wieviele Rüden/Hündinnen in meiner Gegend wohnen, bzw. was Freunde und Bekannte haben, mit denen wir dann mal spazieren gehen möchten.
Hier in meiner Ecke gibt es überwiegend Rüden die man dann häufiger mal trifft und Freunde haben mehr Hündinnen die man vll. 1 bis 2 mal die Woche sieht... wofür würdet ihr euch entscheiden?

Freue mich sehr etwas von euch zu lesen :D

LG Suse
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Beitragvon Regine » Mi 27. Okt 2010, 18:05

Hallo Suse,

zum Aussie kann ich Dir nix sagen, meine sehen ganz anders aus :) .
Ganz sicher kann man Hunde in der Wohnung halten, man muss halt das eine oder andere beachten. Der Garten allein macht keine gute Hundehaltung, er macht manches einfacher.
Wichtig finde ich, dass man ein "Klogebiet" in erreichbarer Nähe hat, mit einem Hund, der Durchfall hat, erst 5 Minuten laufen zu müssen, ist genauso doof wie den Durchfall im Kacktütchen entsorgen müssen. Außerdem braucht man verläßliche Hundesitter für den Fall, dass man selbst krank wird.

Ob Rüde oder Hündin? Als ersten Hund hatte ich einen Rüden, erstens gabs bei der Rasse grad nix anderes :) , zweitens hatten meine potentiellen Hundesitter damals beide eher unverträgliche Hündinnen.
Der zweite ist wieder ein Rüde, weil wir dachten, damit kennen wir uns jetzt ja aus :-) , und seit einem Jahr haben wir noch eine Hündin. Ich finde die Unterschiede jetzt nicht so gravierend, die liegen eher in der Rasse und Vorgeschichte als im Geschlecht.

LG Regine
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Beitragvon Billi » Mi 27. Okt 2010, 18:34

Da fühl ich mich doch glatt angesprochen :D
[QUOTE]Mich würde es sehr interessieren wie euer Tagesablauf aussieht (Arbeit?), was ihr mit euren Hunden so macht (Sport?) [/QUOTE]
[U]zum sport: [/U]
wir haben mal mit agility angefangen, was -wie ich glaube- spike sehr gut gefallen hat (und mir auch) aber ich geh ja noch zur schule (3x pro woche bin ich erst ab halb 4 daheim) und hab dann auch noch hausaufgaben und klausuren (und da das alles zum abi zählt muss mans halt auch ordentlich machen 8-| ) deshalb bin ich zur zeit nicht inm agility-kurs, was ich eigentlich wirklich gern sonst weitermachen würde. :( wir üben halt ab und zu (ca. 2x im monat 8-| ) im garten mit so nem selbst-zusammenbastel-set.
ansonsten sind bei unserem mittags-gassiegang als immer noch 2 bis 3 andere hunde dabei, dh die rennen dann halt zusammen rum, flitzen über die hügel, felder und machen sich halt sonstwie dreckig - das sieht als auch ziemlich sportlich aus :xpleased:

[U]spikes tagesablauf: [/U]
morgens (5:30 - 6:00uhr) mit mama gassie
dann von 7:00 - ca. 13uhr allein daheim (Arbeit, Schule) -da gibts keine probleme, er pennt einfach
mittags: (15/16 - je nach dem :o ) gassie mit seinen 3 besten hundekumpels (Billi, Luna, Asko)
zwischendurch: etwas clickern oder einfach so rumalbern, fang-den-schuh spielen, rumliegen, getrocknete pansensteifen kauen und nach hund stinken
abends: (20uhr) abendrunde (diesmal "nur" mit Billi, aber abends lassen wir sie als an der leine -vor allem wenns so dunkel ist)
schlafen :sleepingdog:

am wochenende geh ich als mit ihm morgens -(und mittags, abends = wie oben geschrieben)

[U]zum alleinbleiben:[/U]
als wir ihn als welpe bekommen haben hat mama noch nicht gearbeitet, dh es war in der anfangszeit immer jemand da

[QUOTE]und welche Vor- und Nachteile ihr an dieser Rasse seht.[/QUOTE]
öhm... also ich finde es gut dass spike kein jagdhund ist -was nicht heißt, dass er nicht gern mal hinter ner katze herrennen würde(!) aber meist gibt ers recht schnell wieder auf und kommt zurück und nimmt nicht die fährte auf oder so 8-|
ich hab sowiso das gefühl er benutz lieber seine augen anstatt seiner nase (wir sind mal an ner gießkanne durchgelaufen und ich könnte schwören er dachte es sei ne katze :-o )

ich glaube wenn ich spike allein versorgen müsste, würde ich entweder spike oder die schule vernachlässigen müssen, da es doch ziemlich viel zeit in anspruch nimmt dreimal am tag zu laufen, HuSchu, evtl. Agility, wenn man mal krank ist -hat jezt nicht unbedingt was mim aussie zu tun, ist aber gut wenn man jemanden hat der einem auf jeden fall mal was abnehmen kann.

[QUOTE]Besonders interessiert mich auch die Pflege, da man darüber wenig liest und wie ausgeprägt er haart. Ist der Aussie eher bellfreudig oder mehr oder weniger "stumm"?.[/QUOTE]
im haus bellt er nur wenn wir grad voll am toben sind oder jemand kommt den er nicht kennt. draußen bellt er schon eher mal, aber das kommt einfach auf die situation drauf an.

also bürsten muss man ihn schon so... 1x in 2 wochen. wenn man das dann super-gründlich macht mit großem und kleinem kamm reicht es auf jeden fall bei spike. und wenn er mal wieder kletten gesammelt hat und aussieht wie ein igel halt auch, aber öfters bürste ich ihn eigentlich nich... :o
auf meiner lieblingstasse steht übrigens: "everything tastes better with doghair in it..." :D
tja, was soll ich dazu sagen? -haaren tut er.
:D schöner satz *lach* also wer n sauberes haus will muss viel öfters saugen, ist klar -aber etwas das ich positiv am langen fell finde: es sammelt sich meist elegant in den ecken, also es ist leich wegzufegen/saugen. und er haart ja nicht extrem...er haart normal :-)

[QUOTE]Der Aussie ist zwar ein Hütehund, habe aber schon des öfteren gelesen, das besonders Rüden einen gewissen Schutztrieb aufweisen? Welche Erfahrungen habt ihr?[/QUOTE]
hm, also wenn man abends im dunkeln läuft ist es schon mal vorgekommen, dass spike "unheimlich" aussehende männer angebellt hat obwohl sie (für mich) nichts bedrohliches gemacht haben, aber erst zwei mal von dem her weiß ich auch nicht ob das überhaupt schutztrieb war...*schulterzuck*
bei fremden leuten ist er eher zurückhaltend und will nicht unbedingt gestreichelt werden, aber er gewöhnt sich auch schnell an neue leute -(wie zB die arbeiter, die im moment hier rumlaufen und unser haus isolieren)
und leute die er gut kennt (oder die ihm als leckerlies geben) findet er super und müssten seiner meinung nach ab und zu eine gesichtswäsche über sich ergehen lassen :xpuppykisses:

[QUOTE]Außerdem wollte ich noch ehrliche Meinungen darüber hören, was ihr davon hält einen Hund ohne Garten zu halten und jenachdem, Vor- und Nachteile?![/QUOTE]
also garten finde ich super für einen hund, aber ein garten ist kein ersatz für spaziergänge und deshalb BRAUCHT man keinen garten für den hund, es ist halt praktisch zB zum stubenrein werden muss man im nachthemd nicht auf die straße latschen :D oder man kann ihn draußen seine ekligen knochen essen lassen, die man nicht im haus haben will.
aber da unser zaun ziemlich niedrig ist und spike herausgefunden hat dass er drüberspringen kann wenn der nachbarshund durchläuft und party schmeißen kann lasse ich ihn auch nicht mehr unbeaufsichtigt nach unten, weil wir in der nähe der "haupt"straße wohnen, von dem her ist unser garten jezt auch nicht so ultra wichtig, nur sehr praktisch halt zB zum agility üben oder so. :xpleased:

[QUOTE]Rüde oder Hündin?! [/QUOTE]
:-) wir hatten uns auf hündin festgelegt -als wir bei den welpen waren sind wir ganz spontan mit nem rüden heimgekommen :-o 8-| :-)
ich glaube am besten schaut ihr einfach welcher charakter am besten zu euch passt, weil in unserer straße versteht sich spike mit allen hunden (alles auch rüden) und der rüde aus der nächsten straße kann er auf den tod nicht aussehn :o ich glaube das kann man vorher einfach nicht wissen...
spike versteht sich mit vielen rüden, aber genau mit dem von unseren bekannten nicht 8-| was aber glaube ich sehr gut hilft, ist wenn sie sich von klein auf kennen, auf jeden fall hat das bei spike und billi ziemlich gut geklappt :xpleased:

ui das war lang :-o aber ich müsste zu allem was geschrieben haben :-)
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Beitragvon Suse » Do 28. Okt 2010, 09:04

Hallöchen,

vielen lieben Dank für eure Ansicht der Dinge :)

@ Regine
Danke für deine Antwort. An dieses eine "Geschäftchen" hätte ich sicher so nicht gedacht! :-)
Das der Welpe nach der Abholung aus dem Auto zu einem bestimmten Punkt gebracht werden soll, auf dem er dann sein erstes kleines Geschäft verrichten soll, damit er sich später daran orientieren kann, hab ich schon mal gelesen. Werde ich in der Form auch so machen und berücksichtigen das es eine Stelle ist, an dem vll. auch mal was liegenbleiben darf ;)
Nach einem geeigneten Hundesitter habe ich mich schon umgehört... besser zu früh als zu spät :-)

Ob Hündin oder Rüde... ich denke die Entscheidung wird doch ausm Bauch heraus getroffen. Sind halt eben alle verschieden und das sich auf Prognose alle bestens verstehen, geht ja eh nicht :D

@ Billi
Vielen lieben Dank für den schönen Einblick in deinen Hundealltag!
Das Spike nicht von Anfang an gewohnt war mehrere Stunden alleine zubleiben und es nun trotzdem keine Probleme gibt, ist ja wunderbar. Wenn Spike ein "typischer" Rassevertreter ist/wäre, hört sich das für mich super an!
Ich werde nämlich 3-4 Wochen Urlaub nehmen, wenn das Hundchen einzieht und von Anfang an mit ihm üben, das alleine bleiben nicht schlimm ist. Ist die Wahrscheinlichkeit groß das er auch in dieser Zeit stubenrein werden kann?

Das mit dem Jagdtrieb finde ich auch super.
Ich möchte keinen Jagdhund haben, der neben dem hinterjagen, ständig seine Nase aufn Boden hat :o
Da ich genau weiß, was mir gefällt und was nicht, konnte ich ja auch die Suche nach einer geeigneten Rasse relativ gut eingrenzen.

Der Satz auf deiner Tasse ist ja spitze! :-)
Martin Rütter und sein Pizza-Beispiel zeigt es ja auch :p

[B]Version1:
Man bekommt eine Pizza... auf der Pizza ist ein Haar. "Ah! Ein Haar von meinem Hund..." Nehme ich runter und esse weiter...

Version2:
Man bekommt eine Pizza... auf der Pizza ist ein Haar. "Komisch! Das Haar kenne ich nicht... vielleicht vom Pizzabäcker? Igiiitt! Das esse ich nicht!"[/B]

Echt lustig! Aber so ist es ja wircklich... obwohl sich der Pizzabäcker sicher viel seltener in Sch... wälzt, als der eigene Hund! :-) :-)

Ich muss nun leider weg... sonst könnte ich sicherlich noch mehr dazu schreiben...

Vielen lieben Dank!

LG Suse :)
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Beitragvon Maggy » Do 28. Okt 2010, 09:32

Im Großen und Ganzen kann ich mich den Ausführungen von Billie anschließen.

Wenn Du noch mehr wissen willst geht mal hier hin:

http://dasgrosseaussieforum.plusboard.de/

Da gibt es auch eine Liste nach PLZ geordnet, vielleicht findest Du da einen Aussie-Besitzer in Deiner Nähe und kannst mal mit zum Gassi gehen.

Maggy
 
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Beitragvon Ute&Jessie » Do 28. Okt 2010, 13:38

Hallo Suse,

Jessie ist eine 12-jährige Aussidame, da fühle ich mich doch direkt angesprochen.

Zum Thema Sport:
Wir haben soeben unsere letzte Agility-Saison beendet. Diese Woche zieht die Gruppe in die Reithalle um, da werden wir nicht mitgehen und auch nächstes Jahr nix mehr machen. Aber du merkst schon, wenn dein Aussi gesund ist, ist er lang fit!
Früher haben wir außerdem noch THS gemacht und Frisbee gespielt.
In der letzten Zeit habe ich Longieren angefangen, als Ersatz fürs Agi, damit sie sich noch sportlich bewegen kann. Außerdem machen wir (ein wenig) Mantrailing und (viel) Dogdance. Und sie geht am Pferd.

Also, wenn du einen Aussi haben willst, solltest du schon etwas mit ihm unternehmen. Auf'm Sofa allein wird er nicht glücklich sein.

Zum Bellen: ja, sie bellen gerne.
Jessie bellt sehr viel und ich kenne auch viele andere Aussis, die gerne bellen. Vor allem im Agi-Parcous fällt mir das manchmal negativ auf - da hat sich Jessie zum Glück immer zurück gehalten.

Zur Pflege: obwohl relativ langhaarig sind sie nicht allzu pflegeintensiv. Ich bürste sie eigentlich nur ganz selten. Zu Fellwechselzeiten natürlich mehr. Wenn sie haaren, haaren sie kräftig, aber man kann die fetten Flusen gut mit einem feuchten Schwamm abnehmen. Im Gegensatz dazu bohrten die kurzen Haare unseres Boxers früher überall rein und blieben drin. Jessie legt so eine Art Wolldecke über alles, und die kann gut überall wieder entfernen. :D

Vorteil: sie sind mittelgroß und sportlich aber immer noch recht handlich, mal hochheben ist kein Problem (Auto/Arzt...)
Wenn sie normal veranlagt und einigermaßen erzogen sind, jagen sie nicht.

Nachteil: sie sind Arbeitshunde und wollen beschäftigt werden, sonst fangen sie vielleicht doch aus Langeweile das Jagen an oder andere Dummheiten.

Schutztrieb hat Jessie gar keinen. Ok, sie bellt, wenn jemand kommt, sie würde aber dann doch jeden Einbrecher freundlich begrüßen und sich streicheln lassen.

Garten oder nicht...
Manchmal denke ich, Hunde ohne Garten haben es besser, weil die wirklich jeden Tag Gassi gehen müssen. Einige Bekannte lassen ihren Hund halt in den Garten und warten drauf, dass er sich selbst beschäftigt und bewegt.
Abgesehen von dieser Einstellung ist ein Garten ist natürlich schon von Vorteil. Wenn der Hund mal krank ist und öfters raus muss, oder wenn man selbst mal krank ist.
Wir haben einen Garten und ich bin auch froh drum, weil ich mir dadurch die frühmorgendliche Gassirunde schenke und erst später gehe, aber Jessie bleibt nicht alleine im Garten, während ich beispielsweise am Computer sitze.

Rüde oder Hündin das musst du entscheiden, oder dir einfach den Welpen aussuchen, der dir gefällt oder zu dem dir der Züchter rät.
Ich kenne nette Rüden und Hündinnen und ich kenne unleidliche Exemplare beiderlei Geschlechts.

So, ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.

Liebe Grüße
Ute & Jessie



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Beitragvon Suse » Do 28. Okt 2010, 16:42

Hallöchen zusammen,

vielen Dank Maggy für den Link.
Das werde ich auf jeden Fall mal versuchen.
Im Nachbarort habe ich durch Zufall heute gleich zwei Aussies gesehen (ich bin fast ausgeflippt vor Freude :D )... aber da ich die dort in der Gegend noch nie gesehen habe und ich oft da bin, könnte es sein das sie nur zu Besuch waren.

Vll. habe ich Glück und es findet sich im Forum jemand der in meiner Nähe wohnt :-)

Danke Ute für deinen ausführlichen Bericht :D
Das der Aussie auch noch im hohen Alter so sportlich ist, hätte ich in der Form nicht erwartet. Darauf muss ich mich dann wohl einstellen.

Mantrailing ist auch etwas das mich interessieren würde... wenn es dem Hund gefällt, wäre das toll.
In der HuSchu in der mein Schwiegervater mit seiner Beaglehündin Lucy ist, sagen eigentlich alle das ein Hütehund dafür völlig ungeeignet wäre. Wenn der Hund daran Gefallen findet, warum nicht?! ;)

Da ich mindestens einmal im Monat bei Bekannten reite (sie wohnen weiter weg), kam mir gerade der Gedanke das ich das Hundi ja auch mit dorthin nehmen könnte.
Ist es für den Hund ein leichtes beim Pferd zu bleiben oder gehört da mehr oder weniger eine "richtige" Ausbildung zu.
Wenn der Hund kommt, wenn ich rufe und er sich nicht allzu weit entfernt, könnte das ja schon ausreichen, oder?

Deine Gedanken mit dem Garten, teile ich genauso.
Es gibt viele Leute hier die ihren Hund mehr oder weniger gar nicht mehr spazieren führen... mein Schwiegervater gehört leider auch dazu. Wenn es HOCH kommt, geht er einmal am Tag mit ihr raus.
Lucy ist jetzt etwas über ein Jahr alt und empfindet das Halsband möglicherweise immernoch als störend, da sie es sonst nie umhat und sich dann ständig kratzt und schüttelt, wie ein Welpe. Auch das "Zurückrufen" wird nicht mit ihr geübt, weshalb sie, wenn sie mal aus dem Garten ausbüchst, nicht kommt, wenn man sie ruft... bei mir meistens schon, da sie weiß, das ich immer ein Leckerchen für sie habe, wenn sie was gut gemacht hat... bei den anderen bekommt sie leider so gut wie nie was. Warum sollte sie auch kommen, wenn für sie nichts dabei rausspringt?!

Da fällt mir auch gerade eine Frage ein. Kann es vorkommen das Hunde die wircklich selten Hundekontakt haben mit Katzen spielen wollen als wären es Hunde?
Oder ist das normal, wenn der Hund mit der Katze gut befreundet ist und die Katze sich viel gefallen lässt?

Nichts gegen meinen Schwiegervater in Spe... aber was dies und das betrifft, möchte ich es im jeden Fall besser machen... oder es zumindestens versuchen und mich bemühen.

Man kann sich ja auch schnell einen Arbeitsjunkie heranziehen.
Wie verhindere ich es schon im Welpenalter das ich zu wenig bzw. zu viel mache? Woran erkenne ich das es zu viel war? Besser gefragt: Wie finde ich das Beste Mittelmaß?

Danke!
LG Suse 8-|
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Beitragvon Ute&Jessie » Sa 30. Okt 2010, 08:51

Hallo Suse,

einen Arbeitsjunkie ziehst du dir heran, indem du dem Welpen keine Ruhephasen gibst. Manchen Junghunden muss das auch einfach mal aufzwingen, damit sie lernen runterzufahren und abzuschalten.

Ob ein Hund, der selten bis nie Sozialkontakt hat, mit Katzen spielen will... Keine Ahnung, ich könnte mir aber vorstellen, dass Hunde ohne Sozialkontakt eher Probleme haben, eben weil sie keine großen Erfahrungen im Umgang haben. Vielleicht liege ich aber auch daneben.
Es ist halt so, dass Hund und Katze total entgegengesetzte Körpersprachen haben und es schon alleine deshalb mit der Kommunikation hapert, wenn sie es nie miteinander gelernt haben.

Wie haben einen Kater und Jessie und er können richtig gut miteinander kommunizieren. Sie spielen auch manchmal miteinander, unabhängig davon, ob Jessie grade kurz vorher Hundekumpels getroffen hatte oder nicht.

Zum Ausreiten mit Hund
Natürlich muss ein Reitbegleithund sorgfältig ausgebildet werden. Erst zu Fuß nur der Hund, dann zu Fuß mit Pferd an der Hand, dann hoch zu Roß, unter Umständen sogar anfangs mit Helfer am Boden.
Und das Pferd muss auch erst an den Hund gewöhnt werden - und sag jetzt nicht, die Pferde kennen Hunde. Unsere Pferde kannten Hunde auch und besonders Jessie von klein auf, und als ich das erste Mal oben saß und nicht mehr als Puffer zur Verfügung stand, drehte und wand sich das Pferd trotzdem wie ein Aal. Es ist für den Hund und das Pferd ein sehr großer Unterschied, ob der Mensch auf dem Boden bei ihnen steht oder hoch über ihnen trohnt.
Außerdem muss der Hund mehr als gut horchen, weil du aufm Pferd deine Wünsche nicht mehr durchsetzen kannst, wenn da der Hund noch nicht 200% gehorcht, lernt er nur, dass der HF aufm Pferd nicht ernst genommen werden braucht.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere Hundeführer, die das auf die leichte Schulter genommen haben und die es dann aufgeben mussten. Eine hat sogar frustriert ihr Pferd verkauft...
Ok, ich will dir keine Angst machen.
Wenn es klappt und ihr ein gutes Dreierteam werdet, gibt es nichts schöneres als einen Ausritt mit Hund!
Aber es sollte halt für alle 3 ein entspannter Ritt werden, für Mensch, Hund und Pferd.




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Beitragvon Maggy » Sa 30. Okt 2010, 10:04

So wie ich es weiß, kommt der Aussie ja eigentlich auch vom Reiten, bzw. ist als Reitbegleithund ideal. Western-Reiter haben meist Aussies. (Aktuell fällt mir dazu Corinna Schumacher grad ein.)

Ich habe aktuell grad einen Bernersenn-Colli-Mix hier, der keine Katzen kennt. Die Familie lebt außerhalb des Ortes in Alleinlage.

Unser Kater ist so cool!!! Der hat sich eben mit dem Hund gegenseitig abgeschleckt :p Ich glaube es liegt mehr am Katzentier als am Hund, wenn die sich verstehen.
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Beitragvon Ute&Jessie » Sa 30. Okt 2010, 10:21

[QUOTE]So wie ich es weiß, kommt der Aussie ja eigentlich auch vom Reiten[/QUOTE]

Nein, er kommt vom Schafehüten!

Wegen genau dieser Einstellung musste meine eine Bekannte ihr Pferd verkaufen, weil es anfing nach dem Hund zu schlagen.

Aussis haben gute Nerven, weil sie auch Rinder hüten können, d.h. sie haben (in der Regel) keine Angst vor großen Tieren und fliegenden Hufen, aber Benimm am Pferd müssen sie trotzdem sorgfältig lernen.

Außerdem gehts nicht nur drum, dass der Hund irgendwie kommt und mitläuft und das Pferd gerademal so akzeptiert. Man trifft auch als Reiter auch andere Leute, Jogger, Nordic Walker und Hunde und ihre Besitzer, Schlittenhundegespanne und und und. Und auch denen gegenüber sollte sich der Hund benehmen können. Das können viele ja schon nicht, wenn sie kein Pferd dabeihaben.



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