Cocker-oder Retrieverwut?

Themen zu den versch. Rassen oder Mischungen

Beitragvon SonjaBenny » Fr 26. Jun 2009, 09:00

Hallo,
[QUOTE]Nicht nur die Hinterbeine hochheben, sondern beide Hundehalter sollten zugleich (auf drei zählen, z.B.) an den Hinterläufen ihrer Hunde ziehen. Die beiden lassen dann zeitgleich los und sind ausserdem dann schon ein bisschen weiter auseinander.
Den Tip hatten wir mal bei unserem Boxer bekommen - und es hat sehr gut funktioniert.[/QUOTE]
Ja die Hinterbeine hochheben im passenden Moment und warten, [B]auf keinen Fall ziehen,[/B] damit riskiert man echt böse Verletzungen.
Warten und richtig hoch halten, vielleicht sprüht noch jemand Deo rein.
Meist lassen die dann nur kurz los und die Chance sollte man nutzen, um dann zu ziehen.
Der andere Hund kann entweder flüchten oder sollte gesichtert werden, damit er nicht wieder angreift.

Vorsicht bei Terriern und gut gelenkigen Hunden, die kommen u.u. hoch und können dann zubeissen.

Generell ist vorsicht geboten, den im Kampf unterscheiden viele Hunde nicht zwischen Mensch und Hund.

Bei kleinen Rauferein nie ins Geschirr oder Halsband fassen, die Spannung wird meist sofort am Gegner weitergegeben.
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Beitragvon Hundekeks » Fr 26. Jun 2009, 11:38

Hat noch jemand einen Tipp, wie man allein zwei raufende Hunde trennen könnte? Für das mit den Hinterbeinen bräuchte man ja den anderen Besitzer- nur wenn der überall ist, nur nicht bei seinem Hund.... kann man allein was unternehmen? Die Hinterbeine des angreifenden hochheben, um dem eigenen die Chance zum flüchten zu geben? Oder hat man dann den fremden Hund an Arm hängen?

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RE:

Beitragvon Chiyo » Fr 26. Jun 2009, 14:26

[quote][i]Original geschrieben von SonjaBenny[/i]
PS: Ja man kann nach einer Beissattacke den Notruf wählen. Dannach sind die meisten Hunde wie "stillgelegt".
Auch nach Rauferein mit anderen Hunden ist das oft so. Wie, als wäre die Luft raus. [/quote]
Wie snakchen bereits erwähnte, hat die Schwägerin den Notruf gewählt und erst die Feuerwehr war in der Lage, den Hund zurückzuhalten. Er hat also nicht von alleine aufgehört zu beißen.

[quote][i]Original geschrieben von Hundekeks[/i]
Hat noch jemand einen Tipp, wie man allein zwei raufende Hunde trennen könnte? Für das mit den Hinterbeinen bräuchte man ja den anderen Besitzer- nur wenn der überall ist, nur nicht bei seinem Hund.... kann man allein was unternehmen?[/quote]
Hinterbeine hochheben ist ein wahnsinnig toller Tip, aber ich frage mich, ob er jemals erfolgreich angewendet wurde oder ob einfach einer vom anderen abschreibt und diesen Tip weiterempfiehlt.
Ellis und Mieke kann man jedenfalls lange die Hinterbeine hochheben. Wenn sie sich ineinander verbissen haben, denken sie nicht im Traum daran, wieder loszulassen.
Es nützt auch nichts, einen Eimer Wasser drüberzukippen oder eine Decke drüberzuwerfen.

Aber: ich halte es für ausgeschlossen, daß Ellis jemals auf die Idee käme, einen Menschen anzugreifen und zu beißen. Wenn sie zu mir auf die Couch hüpft, macht sie das, um geknuddelt zu werden oder zu kuscheln. Wenn ich damit rechnen müßte, daß sie es macht, um mich zu beißen, würde ich sie mit Sicherheit auch einschläfern lassen.

Ein gewisses Vertrauen sollte die Grundlage fürs Zusammenleben bilden. Ellis muß schließlich auch nicht damit rechnen, daß ich plötzlich mit dem Küchenmesser auf sie losgehe und sie zu Hackfleisch verarbeite, anstatt Gemüse damit kleinzuschneiden. :-o
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Beitragvon SonjaBenny » Fr 26. Jun 2009, 14:48

Hallo,

[QUOTE]Hat noch jemand einen Tipp, wie man allein zwei raufende Hunde trennen könnte? [/QUOTE]
Kommt auf die Rauerei an, gibt ja unterschiedliche Formen und Arten und Raufweisen...welche Hund es sind, warum sie sich fetzen etc.

Ich hab ja da so einiges an Kommentkämpfen mit Benny durch, jedoch nicht ...hmm...sooo schlimm.
Es ging meist zu schnell um einzugreifen, aber die Opferhunde waren dannach immer ziemlich fertig.

Beine Hoch hab ich selbs schon erleben dürfen, hat aber meine Trainerin gemacht. Zwei Rüden lieferten sich nen heftigen Kommentkampf.

Sie ist es schon ne sehr coole Person und konnte ruhig abwarten, die Sit. gut einschätzen. Dann nahm sie den Angreifer die Pfoten an den Zehen hoch, richtig hoch.
Es dauerte ein bisserl bis der realisierte was los ist und dann lies er los. Der Opferhund flüchtete dann ein paar Meter, blieb aber auf Distanz.

[QUOTE]Ellis und Mieke kann man jedenfalls lange die Hinterbeine hochheben. Wenn sie sich ineinander verbissen haben, denken sie nicht im Traum daran, wieder loszulassen.
Es nützt auch nichts, einen Eimer Wasser drüberzukippen oder eine Decke drüberzuwerfen.
[/QUOTE]
Ja klar gibts auch solche Hunde. Das muß ja nicht immer funktionieren und kommt wie gesagt immer auf die Situation an.
Nen Eimer Wasser und ne Decke hab ich auf Spaziergängen auch selten dabei ;)

[QUOTE]Hat noch jemand einen Tipp, wie man allein zwei raufende Hunde trennen könnte? Für das mit den Hinterbeinen bräuchte man ja den anderen Besitzer- nur wenn der überall ist, nur nicht bei seinem Hund.... kann man allein was unternehmen? Die Hinterbeine des angreifenden hochheben, um dem eigenen die Chance zum flüchten zu geben? Oder hat man dann den fremden Hund an Arm hängen?[/QUOTE]
Amira wurde mal als Welpe an der Leine attackiert und da hab ich gewartet, weil sie sich gewehrt hat.
Manchmal (meist) gibts bei so "kleinen" Auseinandersetzungen so kurze Pausen. Die konnte ich dann nutzen, um mir den anderen Hund vorzunehmen.
Wären meine Hunde der Angreifer und der Kampf ungleich und ungerechtfertigt, dann pflück ich meine Hunde runter. (am Fell, Kragen, was ich halt erwische)
Nicht immer - kommt darauf an.

Richtig gefährliche Hunde die wirklich böse verletzen, hatten wir noch nicht.
Manche Leute benutzen Pfefferspray oder Elektrostäbe - wir wohnen sehr ländlich, also ich brauch da bisher nicht.

[QUOTE]Aber: ich halte es für ausgeschlossen, daß Ellis jemals auf die Idee käme, einen Menschen anzugreifen und zu beißen. Wenn sie zu mir auf die Couch hüpft, macht sie das, um geknuddelt zu werden oder zu kuscheln. Wenn ich damit rechnen müßte, daß sie es macht, um mich zu beißen, würde ich sie mit Sicherheit auch einschläfern lassen.
[/QUOTE]
Ich verstehe da jetzt den Zusammenhang nicht?
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RE:

Beitragvon Chiyo » Fr 26. Jun 2009, 15:01

[quote][i]Original geschrieben von SonjaBenny[/i]
Ich verstehe da jetzt den Zusammenhang nicht?[/quote]
Ich auch nicht: der Retriever hat einen Menschen angegriffen und gebissen. Das ist doch etwas gaaanz anderes als eine Beißerei unter Hunden. Zwei paar Stiefel.
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RE:

Beitragvon Hundekeks » Fr 26. Jun 2009, 17:25

[quote][i]Original geschrieben von SonjaBenny[/i]

Richtig gefährliche Hunde die wirklich böse verletzen, hatten wir noch nicht.
Manche Leute benutzen Pfefferspray oder Elektrostäbe - wir wohnen sehr ländlich, also ich brauch da bisher nicht.

[/quote]

Bei uns ist ja grad das Ländliche ein Problem. In der Stadt hatte ich keine Probleme damit, dass freilaufende Hunde Kira angriffen. Da waren die anderen Hunde entweder an der Leine, hinter einem Zaun, haben halbwegs gehört oder waren bald überfahren. Okay, ganz ab und zu einer, der an der 8m Flexi mit hochstehenden Haaren angerannt kam, und wo der Besitzer noch freundlich meinte: "die müssen sich doch kennenlernen".... gut aber das waren seltene Fälle.

Hier- wirklich auch sehr ländlich- hat niemand einen Gartenzaun, egal ob der Hund nett oder aggressiv ist. Die meisten wissen nicht, wo ihr Hof aufhört, den sie zu bewachen haben. Spray hab ich auch schon gedacht, ist nur bei Wind ein Problem, den anderen Hund damit auch zu treffen und nicht den eigenen. Elektrostäbe fallen außerhalb jeglicher Diskussion, so etwas möchte ich nicht benutzen.
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Beitragvon Hermine » Sa 27. Jun 2009, 07:47

@Hundekeks
das mit dem Deospray war kein Witz... ;)
schmeckt megaeklig und ist ungefährlich.
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Beitragvon Hundekeks » Sa 27. Jun 2009, 11:24

Ist das auch ungefährlich, wenns in die Augen kommt? Bin da vorsichtig, hatte mir grad erst mit etwas anderem mein Auge verätzt und wenn ich nicht glücklicherweise zu der Zeit Linsen drin gehabt hätte, hätte es schlecht aussehen können.

Das Problem liegt bei Spray sicherlich darin, dass man wirklich das Maul treffen muss. Aber ich kann mir auf jeden Fall mal so eine kleine Deodos einstecken für den Notfall- danke für den Tipp.

Obwohl das Zeug eigentlich dem Besitzer ins Maul gesprüht gehört, der seinen Hund mit bekannt aggressiven Tendenzen nicht beaufsichtigt. Was glaubst du, das ich schon für Gedanken hatte, wie ich den Hund davon abhalten kann, über meinen herzufallen. Letztlich habe ich nichts davon gemacht und meide diesen Weg, obwohl es 5km Umweg bedeutet, wenn ich wirklich da lang muss. Einfach weil der arme Hund kann nichts dafür kann, dass er so blöde Besitzer hat.
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Beitragvon Hermine » So 28. Jun 2009, 07:41

ich geh bei dem Tipp nicht von einem harmlosen Getöse aus mit vielleicht einem kleinen Loch als mögliche Folge

wenn ein Hund sich fest verbissen hat und es droht Fleischsalat, dann heißt es

möglicherweise brennende Augen (giftig ist das Zeug nicht, ist ja unzähligen Kaninchen getestet) ;D

contra Flickstunde beim TA oder gar ein tödlich verletzter kleinerer Hund...

das Deo wurde angewendet und für sinnvoll befunden mit wirklich riesigen Hunden, wo dann eventuell kein Gras mehr wächst...

dann sind Augenreizungen Peanuts
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ernsthafte Beisserei unter zwei Hunden

Beitragvon Leonie » So 28. Jun 2009, 10:21

Ganz ehrlich: bevor ich zulasse, dass ein anderer Hund Hackfleisch aus Tarik oder Happy macht, werde ich [U]jedes[/U] Mittel einsetzen, dass ich habe, um meinen Hund zu retten. Egal, ob der andere Hund dann Augenreizungen hat oder Knochenbrüche.

Ich habe Tarik einmal das Leben gerettet, indem ich den angreifenden Hund schlicht und ergreifend überritten habe (Tarik war unten), und ehrlich, wenn ich dem Akita dabei das Rückgrat gebrochen hätte, wäre es mir scheissegal gewesen.
(Ich wusste, dass mein Pferd überspringen würde, er hat Jagderfahrung hinter Hunden und ist darauf trainiert, Hunde nicht zu treten oder zu verletzen -er würde also nicht drauftreten, sondern überspringen. Wobei ein eisenbeschlagener Huf schon einigen Schaden anrichten kann).

Ich werde immer noch wütend, wenn ich an diesen Sch...Besitzer und seinen Hund denke.

Aber eine Beisserei oder ein ernsthafter Kampf zwischen zwei Hunden hat nicht viel mit der sog. Cockerwut oder Retrieverwut zu tun.
Diese Hunde ticken einfach nicht richtig. So was kann schon passieren, wenn man nur nach dem Aussehen züchtet... wenn durch geeignete Zuchtwahl Silberfüchse zahm werden, Hunde die an sich fest verankerte Verhaltenskette des Jagdverhaltens nur noch in bestimmten Teilen zeigen, wieso sollen nicht durch ungeeignete Zuchtwahl Verhaltenstörungen auftreten??

Solche Hunde sind tickende Zeitbomben, und so leid es mir für jeden einzelnen Hund tut, sie sind schlicht und einfach gefährlich. Ich halte es für absolut richtig, diese Hunde einzuschläfern, FALLS sich nicht irgendein "Tierschützer" findet, der bereit ist, diese Hunde zu kastrieren, selber zu halten und sich ggf beissen zu lassen.
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