"Auf und davon!" im "Hundebuchnewsletter"

Die Rubrik für die Leseratten, nicht nur Hundebücher, sondern alles was euch so gefällt.

"Auf und davon!" im "Hundebuchnewsletter"

Beitragvon klaus » Mo 23. Jun 2008, 22:53

Hallo ihr Leseratten,

würd mal von denjenigen wissen, die das Buch von [URL=http://www.clicker.de/hundeshop/product_info.php?info=p235_Martina-Nau--Auf-und-davon.html]Martina "Auf und davon"[/URL] gelesen haben, wie ihr die [URL=http://www.cairn-energie.de/lesezone/jahr2008/hubu04_08/hubu04_08.html]Bewertung (ziemlich weit unten[/URL] von Heike Westermann in ihrem "Hundebuchnewsletter" so findet...

Ist das nachvollziehbar? Wo hat dieses Buch seine Schwächen und das andere seine Stärken?
Wie soll der Leser mit einem Jagdproblem das richtige Buch (besser gesagt, das richtige Training) finden? Ist das Antijagdtrainingbuch (nun auch mit DVD) das Ultimo um das man nicht drum rum kommt? Oder nur eine geschickte Umformulierung alter Trainingsmethoden, welche dann Martina Nau wiederum eher anspricht? Liegt der Schlüssel zum Nicht-Jagendem-Hund ganz woanders?

Gespannte Grüsse,
Klaus

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RE: "Auf und davon!" vs. "Hundebuchnewsletter"

Beitragvon Chiyo » Mo 23. Jun 2008, 23:27

[quote][i]Original geschrieben von klaus[/i]
Ist das Antijagdtrainingbuch (nun auch mit DVD) das Ultimo um das man nicht drum rum kommt? [/quote]
Für mich: Ja. Das Buch hat geschafft, was andere zuvor vergeblich versucht haben: Es hat Schleppleinentraining so erklärt, daß ich es verstanden habe. :D
Auch der Aufbau eines Abbruchsignals ist Schritt für Schritt ausführlich und leicht verständlich erklärt.
Ich finde das Buch wirklich großartig. ("Auf und davon" kenne ich nicht.)
Chiyo
 
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Beitragvon snakchen » Di 24. Jun 2008, 18:03

Hi Klaus, wie du weißt, hab ichs ja gelesen.
Ich habe beide Bücher zuhause, das Antijagtraining von Gröning und Ullrich und das "Auf und Davon". Ich kann (noch) nicht vergleichen, da ich beim AJT noch nicht über Seite 12 gekommen bin. Es wird alles ausführlich erklärt, ein bisschen zuviel für mich persönlich, ich habs im Moment lieber gleich auf den Punkt gebracht und leicht zu lesen. (Der Grund warum ich noch am Anfang bin)
Martina Nau schreibt meiner Meinung nach alles wichtige rein, es ist schnell zu lesen und verständlich.

Das mit den Disks hab ich eigentlich nicht als so schlimm empfunden, wie es in der Beschreibung dargestellt wird. Von meiner anfänglichen "Ich kann alle Probleme im Leben mit dem Clicker und Geduld lösen" - Weltanschauung, bin ich etwas abgekommen und seit ich Benji, einen Jagdhund der übelsten Sorte habe, bin ich nicht so blauäugig, und weiß, dass ich ohne Verleiden des unkontrollieren Jagens bzw dem Ansatz dazu nicht durchkommen werde. Zumindest werde ich dann nicht zu dem Ergebnis kommen, das ich mir wünsche.
Außerdem steht im Kommentar, dass von "üblichen" Rudelführerregeln die Rede ist, das habe ich ebenfalls ganz anders in Erinnerung. Du weißt ja wie ich zu dem Alpha-Gequatsche (Bett, zuerst durch die Tür usw.) stehe und in dem Punkt gehe ich mit der Meinung von Martina Nau 100% konform, also nichts mit wilder "Alpha-Dominanz" Regelung, sondern einfach klare Ansagen.

lg, Karin

Aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden, manche mögens gerne ausführlich und vorbereitet, manche eben nicht. Man kann sowieso nie 100% nach einem Buch vorgehen, da man für jeden Hund mal hier und mal da abändern muss.
snakchen
 
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Beitragvon Billi » Di 24. Jun 2008, 20:11

ich bekommt (hoff ich zumindest) an meinem geburtstag das antijagdtrainings-buch geschenkt- bin ja mal gespannt 8-)
(ich glaub unser schleppleinentraining (falls es eins ist :o ) lässt manchmal auch etwas zu wünschen übring 8-| )

hübscher neuer clicker-schop-look übrigens ;)
(ich hoffe mal der ist neu und das liegt nicht daran, dass ich nicht sooo oft reinschaue :D )

schönen abend noch :)
*schon auf buch freu*
Billi
 
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Beitragvon Mar-tina » Fr 27. Jun 2008, 08:46

Hallo Leute,

nett, dass Ihr euch um die Kritik von „Auf und davon“ im Hundebuchnewsletter kümmert. Ehrlich gesagt, finde ich sie nicht gerechtfertigt, aber dies ist Frau Westermanns persönliche Meinung – Schwamm drüber.

Nur ein paar Sätze zum Inhalt: Es handelt sich ja nicht um ein „System“, sondern um die Beschreibung, wie Leute mit ihren Hunden leben und trainieren, die darauf angewiesen sind, dass ihre Hunde nicht jagen gehen. Ich gehöre zu diesen Leuten, die darauf angewiesen sind, denn wir haben Jagdhunde, die wir jagdlich und auf sportlichen Apportierprüfungen im In- und Ausland führen. Wer sich dafür interessiert, was das heißt und was diese Hunde vor allem auf Workingtests und Field Trials leisten müssen, dass sie 100 % Gehorsam am Wild und 100 % Teamarbeit mit ihrem Menschen zeigen müssen, derjenige sollte sich das unbedingt mal ansehen. Wir arbeiten mitten im Wald und im Feld, genau dort, wo es vor Wild nur so wimmelt. Unsere Jagdhunde sind hasen- und rehrein und haben hierdurch auch im normalen Alltag ein absolut freies Leben.

Allerdings sind wir nicht die einzigen, die solche Hunde haben, ich kenne Hunderte davon. Wie wir das so hinkriegen, das hab ich aufgeschrieben, mehr nicht. Der Grundtenor von „Auf und davon“ heißt ganz klar: Das, was sich Ottonormalhundbesitzer unter „Antijagdtraining“ vorstellt, ist eigentlich nur ein verkapptes Gehorsamkeitstraining – und das reicht nicht!! Auch dieses nie enden wollende Schleppleinentraining bei manchen Leuten macht die Sache in fast allen Fällen noch schlimmer, weil die Hunde ständig mit den Reizen in Kontakt kommen, ohne den Trieb ausleben zu dürfen und ohne klare alternative Verhaltensweisen den Lerngesetzen entsprechend antrainiert zu bekommen. Unser „Supersignal“ ist die Pfeife, sauber konditioniert nach englischem Muster und ständig im Einsatz, nicht nur wenn Wild in der Nähe ist. Natürlich setzen wir auch da auf die beste, denn die meisten anderen Pfeifen funktionieren nicht. Da muss man sich nicht wundern, wenn der Hund nicht auf das Pfeifsignal hört.

Und zuletzt: Antijagdtraining eines wirklich jagdtriebigen Hundes hat nur Erfolg, wenn man im letzten Schritt zuerst am toten, dann am lebenden Wild trainert. Hier endet so gut wie immer die Kompetenz und vor allem die rechtliche Erlaubnis vieler Hundebesitzer und Hundetrainer, denn es ist gesetzlich verboten, ohne Jagdschein mit Wild zu arbeiten, Schleppen zu ziehen usw. Darum enden die meisten Antijagdtrainings vor dem letzten, wirklich Erfolg versprechenden Schritt, was sehr tragisch ist nach der ganzen Arbeit. Auch das habe ich versucht klarzumachen.

„Auf und davon“ besteht aus einem klaren Konzept und steckt voller Tricks, die ich versuche, aus einem begrenzten Hundehalterkreis hinaus in die Öffentlichkeit zu tragen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie möglichst vielen Hunden helfen, endlich ein freieres Leben zu führen und Hundebesitzer umzudenken.

Total liebe Grüße,

Martina
Mar-tina
 
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RE:

Beitragvon Chiyo » Fr 27. Jun 2008, 12:14

[quote][i]Original geschrieben von Mar-tina[/i]
Hier endet so gut wie immer die Kompetenz und vor allem die rechtliche Erlaubnis vieler Hundebesitzer und Hundetrainer, denn es ist gesetzlich verboten, ohne Jagdschein mit Wild zu arbeiten, Schleppen zu ziehen usw. Darum enden die meisten Antijagdtrainings vor dem letzten, wirklich Erfolg versprechenden Schritt, was sehr tragisch ist nach der ganzen Arbeit. Auch das habe ich versucht klarzumachen.[/quote]
Das heißt auf gut Deutsch: Ihr braucht das Buch nicht lesen und das Training nicht machen, weil ihr es ohne Jagdschein sowieso nicht schaffen könnt.

[QUOTE]Ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie möglichst vielen Hunden helfen, endlich ein freieres Leben zu führen und Hundebesitzer umzudenken.[/QUOTE]
Ist das nicht ein Widerspruch zu oben?
Ich habe weder tote noch lebende Hasen als Trainingsobjekte zur Verfügung (nur tote Spitzmäuse - und die sind uninteressant).
Was bringt mir dann das Buch?!?

Am besten, Ich probier´s aus. :-)
Chiyo
 
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RE: RE:

Beitragvon Mar-tina » Fr 27. Jun 2008, 19:34

Hallo Chiyo,

[/QUOTE]
Ist das nicht ein Widerspruch zu oben?
Ich habe weder tote noch lebende Hasen als Trainingsobjekte zur Verfügung (nur tote Spitzmäuse - und die sind uninteressant). :-) [/quote]

Nein, keine Angst, das ist kein Widerspruch zu oben. Viele als "sehr jagdtriebig" abgestempelte Hunde haben keinen sehr großen und relativ gut in den Griff zu bekommenden Jagdtrieb. Den kannst du sehr gut auch ohne Training am Wild kontrollieren, durch Steadinesstraining, bzw. Impulskontrolle. Darum geht es ja in "Auf und davon": jeder Hundebesitzer sollte seinen Hund sorgfältig einschätzen, die Trainingsschwierigkeiten ständig erschweren und schaun, wie weit er kommt. Es ist wichtig, zu unterscheiden, ob es ein Jagdtrieb, ein Hütetrieb, starker Bewegungsdrang oder vielleicht sogar nur Langeweile oder Missverständnis ist, die den Hund zum Jagen veranlassen. Dabei lernen sich Hund und Mensch besser kennen und auch vertrauen. Erst wenn man eigentlich alles erreicht hat und der Hund wirklich verlässlich ist, trotzdem weiter engagiert Wildspuren oder Rehe am Horizont verfolgt, dann bleibt einem leider nichts anderes übrig, als auch direkt am Wild zu trainieren. Wie sollte es sonst gehen?? Allerdings ist auch dies "nur" ein weiterer Schritt (okay, "nur" ist vielleicht übertrieben, dieser Schritt kostet manchen Menschen verständlicher Weise Überwindung), der aber nur gemacht werden sollte, wenn die vorhergehende Trainingskette lückenlos ist.

Aber sag, Chiyo, du schreibst, du hast "Auf und davon" noch nicht gelesen. Warum liest du es nicht einfach? Ich leihe es dir gerne. Wenn du Fragen hast, dann frag weiter.

Weißt du, ein Buch kann immer nur das transportieren, was der Leser daraus liest und ich bemühe mich derzeit, alle offenen Fragen zu beantworten. Ich hätte soooo gerne mehr geschrieben und näher erklärt, aber vieles ist dem Rotstift gewichen, weil ein Autor nur eine begrenzte, vorher festgelegte Anschlagmenge hat. Damit kann man jedoch gut leben, denn egal wieviel man schreibt, Fragen bleiben immer offen.

Liebe Grüße,

Martina
Mar-tina
 
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Beitragvon Chiyo » Fr 27. Jun 2008, 20:45

Hallo Martina,

Danke für Dein Angebot, aber ich hab´ das Buch heute nachmittag schon bestellt. :)

Der Jagdtrieb meiner beiden ist mittelmäßig hoch. Wenn ich merke, daß sie eine Spur entdeckt haben, kann ich sie üblicherweise noch abrufen, bevor sie beschließen abzuhauen. Hier gibt es nicht viel Wild - ansonsten hätten wir weitaus größere Probleme.

Ich gehe davon aus, daß uns Dein Buch weiterbringt, wenn ich genug übe. 8-|

LG
Petra

[QUOTE]Weißt du, ein Buch kann immer nur das transportieren, was der Leser daraus liest[/QUOTE]
Ja. Deshalb ist es so spannend, ein Buch mehrmals zu lesen: Man entdeckt immer wieder etwas Neues.
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RE: RE: RE:

Beitragvon Bummi-Mutti » Fr 27. Jun 2008, 20:49

[quote][i]Original geschrieben von Mar-tina[/i]


Aber sag, Chiyo, du schreibst, du hast "Auf und davon" noch nicht gelesen. Warum liest du es nicht einfach? Ich leihe es dir gerne. Wenn du Fragen hast, dann frag weiter.

[/quote]

ui....dürfte ich vielleicht das Angebot annehmen??

LG, Astrid
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RE: RE: RE: RE:

Beitragvon Mar-tina » Fr 27. Jun 2008, 21:13

Hallo Petra,

ja, mehrmals lesen ist immer gut, vor allem wenn das Thema so komplex ist.


Hallo Astrid,

[quote][i]Original geschrieben von Mar-tina[/i]

Aber sag, Chiyo, du schreibst, du hast "Auf und davon" noch nicht gelesen. Warum liest du es nicht einfach? Ich leihe es dir gerne. Wenn du Fragen hast, dann frag weiter.
[/quote]
ui....dürfte ich vielleicht das Angebot annehmen??
LG, Astrid[/quote]

Klar, sag mir nur welches? ;) Für's erste brauch ich deine Adresse, für's zweite entweder du meine eMail oder das Forum.

Liebe Grüße,

Martina
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