Einführung – Seite 3

-> Problemverhalten trainieren

Auch das ist ein Bestandteil des Trainings, nicht jedes Verhalten ist ein Problemverhalten, aber es wird problematisch in unserer Umwelt. Jagen ist so ein Verhalten, für Deinen Hund im allgemeinen das Selbstverständlichste auf der Welt. Doch es schafft neue Probleme, für Dich für Deine Umwelt und die Wildpopulation in Deiner Wohngegend. Aber auch Aggression oder Angst ist natürlich. Problematisch wird’s erst dann, wenn Dein Hund dieses Verhalten in unangemessener Art und Weise zeigt.

Aggressives Verhalten kann unterschiedlichste Gründen haben – Eine genaue Analyse dieser Gründe und langsame Gewöhnung an die auslösenden Reize wäre ein möglicher Lösungsansatz

Es ist Deine Aufgabe, Deinem Hund zu helfen, mit problematischen Situationen besser zurecht zu kommen, Alternativverhalten zu erlernen und so keine Gefahr für sich uns seine Umwelt zu werden. Schließlich ist ein Problem auch für Deinen Hund eine Belastung. Es lebt sich z.B. sehr schlecht, wenn man ständig Angst hat. So ein Leben ist kein schönes Leben. Und Du als Halter bist auch für die Lebensqualität Deines Hundes veranwortlich. Nicht zuletzt deshalb musst Du auch Problemverhalten beim Training berücksichtigen.

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Hier trainierst Du am besten die “Desensibilisierung”. Dein Hund bekommt die Reize, die dieses Problemverhalten auslösen kontrolliert und in langsam steigender Intensität. Diese Intensität muss unbedingt so niedrig sein, daß sie das Problemverhalten noch nicht auslösen. Erst wenn das klappt, kannst Du einen Schritt weiter gehen und die Intensität dieses Reizes etwas steigern.

Silvesterfeuerwerk. Für uns schön anzusehen, für manche Hunde ein Alptraum und Auslöser allergrösster Angst. Auch bei Angst kann man mit Training viel erreichen.
Das Training von Problemverhalten erfordert viel Erfahrung und Wissen. An erster Stelle sollte die Suche nach der Ursache stehen. Gesundheitliche Probleme wie Krankheit oder Schmerzen können Ursache für Problemverhalten sein. Das sollte als erstes abgeklärt werden. Aber auch schlechte Erfahrungen, mangelnde Sozialisierung oder Prägung können Ursachen sein. Schließlich sind manche Probleme einfach nicht lösbar, auch das solltest Du bedenken. Ein Hund der leidenschaftlich gerne jagt, vielleicht schon Jagderfolge hatte, wird dieses Verhalten nur sehr schwer oder auch gar nicht aufgeben. So ist das Leben eben, wir alle müssen Kompromisse schliessen und uns den Umständen anpassen. Dann musst Du versuchen, diese Reize zu meiden oder das Problemverhalten durch entsprechende Vorkehrungen zu verhindern. Nobody is perfekt, auch Dein Hund nicht.
Hier steht Banner w200-rightFachleute wie Verhaltensberater oder auch Tierärzte kosten zwar Geld, können aber oft helfen. Aber eben auch nicht immer und schon gar nicht “schnell”. Training von Problemverhalten braucht viel Zeit und wer Dir eine schnelle Lösung verspricht, ist ein Scharlatan, der in erster Line seinen Geldbeutel im Sinn hat. Fachleute können aber nicht mit Deinem Hund trainieren, sondern Dir nur eine Anleitung geben, wie Du am besten vorgehen kannst. Die eigentliche “Arbeit”, das Training musst Du selbst tun.

-> Hundesport, Tricks und Kunststückchen

Hier wird das Training zum Selbstzweck, einfach weil es Spaß macht. Dein Hund ist ein sehr soziales Tier, Beschäftigung mit Dir erhöht seine und Deine Lebensqualität. Ob Du nun Agility oder Obedience machen möchtest, lieber Flyball oder Frisbee spielst, Fährten suchst, Schutzhundesport oder Pfötchengeben und weitere Tricks üben willst, bleibt euch überlassen. Gönn Dir den Spaß und mach was mit Deinem Hund! Ihr beide könnt nur gewinnen.

<- Relativ sinnlos - und trotzdem macht's Spaß! Ajax spielt mit seinem Bärchenkarusell.
Gemeinsame Unternehmungen fördern die Bindung zwischen Dir und Deinem Hund. Selbst wenn Du zunächst völlig “sinnlose” Dinge mit ihm trainierst, Du erfährst dabei viel darüber, wie Dein Hund lernt. Ohne Alltagsstress kannst Du Dir Fehler erlauben und selbst erfahren, wie’s am besten funktioniert.
Training mit Deinem Hund kannst Du nicht theoretisch erlernen, Du musst es in der Praxis erfahren. Schließlich ist jeder Hund eine eigene Persönlichkeit und was beim einen gut funktioniert, klappt beim anderen vielleicht überhaupt nicht. Dann musst Du neue Wege suchen und experimentieren. Hundesport, Tricks oder Kunststückchen eigenen sich hervorragend um diese Erfahrung zu erlangen. Du solltest es nur nicht zu ehrgeizig angehen, denn Training, ganz gleich ob “ernsthaftes” oder “sinnloses” sollte immer Spaß machen.

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