Clickertraining – effektiv und tierfreundlich

Clickertraining gilt als Synonym für eine Ausbildungsmethode, bei der insbesondere die Eigeninitiative des Hundes herausgefordert wird. Hintergrund sind hauptsächlich die lerntheoretisch schon seit langem anerkannte “operante Konditionierung” nach Skinner und das “Effektgesetz” nach Thorndike. Der Clicker ist zunächst nicht das Wichtigste bei diesem Ausbildungsweg.

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Vorteile des Clickers

Dennoch bringt der Clicker viele Vorteile, denn
der Clicker erzeugt ein seltenes Geräusch.
(Das Click-Clack kommt im Alltag praktisch nicht vor und kann deshalb nicht mit anderen Geräuschen verwechselt werden.)
der Clicker erzeugt ein immer gleichbleibendes Geräusch.
(Dagegen sendet die menschliche Stimme verschiedene Signale aus, weil sie von Gefühlen und Stimmungen beeinflusst wird.)
der Clicker kann zeitlich punktgenau (präzise) eingesetzt werden.
(Die Hand aber kann nicht immer mit Wurst am Hundemaul sein.)
der Clicker verlängert die Reaktionszeit des Hundeführers.
(Kann man im Augenblick kein Futter geben (z.B. der Hund hält das Bringholz korrekt) oder man braucht mehr Zeit für die Verstärkung (der Ball will nicht aus der Tasche gehen), so kündigt sie das Click im richtigen Moment an.)
der Clicker überbrückt Entfernungen.
(Ist der Hund weit entfernt, holt er sich nach gelungener Übung die Belohnung beim Hundeführer ab.)
der Clicker kann von Helfern eingesetzt werden.
(Bei Clickeranfängern oder bei Übungen, bei denen der Hundeführer das Verhalten des Hundes nicht sehen kann, z.B. beim SITZ aus der Bewegung, übernimmt ein Helfer das richtige Clicken.)

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Klassische Konditionierung

Will man mit dem Clicker arbeiten, so muss man den Hund zuerst einmal mit dem Click-Clack bekannt machen. Es ist zu Beginn für ihn nämlich nichts weiter als ein unbedeutendes Hintergrundsgeräusch.
Mittels “Klassischer Konditionierung” (Pawlow) macht man das “Click” zu einem Sekundärverstärker, der dem Hund etwas Besonderes verspricht, etwas, was er sehr gerne tun oder haben möchte (Wurst, Ball ect. = Primärverstärker).
Dazu nimmt man ein mit Wurst (oder anderen Leckerchen) gefülltes Schälchen, stellt es auf den Tisch, Hund daneben, clickt, greift dann zur Wurst und gibt dem Hund ein Stückchen. Das wird solange wiederholt, bis der Hund auch dann, wenn er abgelenkt ist, beim Click sofort in Richtung Hundeführer schaut. Die meisten Hunde haben das schnell verstanden.

Wichtig! Click und Futter müssen stets in der richtigen Reihenfolge kommen:
Nach dem Click muss Futter folgen (für den Hundeführer) und ein Click bedeutet immer Futter (für den Hund ), anders ausgedrückt, wenn ein Click, dann auch Wurst (respektive andere Verstärkung).

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