3. Kurze Chronologie des Clickertrainings

Kurze Chronologie des Clickertrainings

Zusammen gestellt von Martin Pietralla

Skinner und Schüler als Entdecker und Nutzer des Clickerprinzips 1938 Die Lernversuche in der Skinner-Box wurde mit Hilfe von Automaten durchgeführt. Diese haben die Eigenschaft, manchmal zu versagen. Das Futtermagazin wird zwar geöffnet, um eine Futtertablette auszustoßen. Diese klemmt,
das Futter ist nicht zugänglich. Bei Skinners Versuchen verhielten die Tiere sich so, als ob sie Futter erhalten hätten! Das wurde natürlich sofort gründlich untersucht. Das Clack des Futtermagazins war klassisch mit der Futtergabe konditioniert worden. Es war eine unverwechselbare Ankündigung der Belohnung. Und das verblüffende war eben, dass die Tiere, zumindest für einige Zeit, das Geräusch als Äquivalent
des Futters empfanden. Und damit war im Grunde das Clickerprinzip inklusive des Knackgeräusches geboren. (B.F.Skinner Behavior of Organisms (1938, Appleton-Century-Crofts, New York)
Erste Anwendungen Anwendungen fanden wohl schon während des Krieges in der 40er Jahren statt. In dem Video „Patient like the Chipmunks“ von Marian (Breland) und Bob Bailey ist ein Labrador-Retriever zu sehen, der offensichtlich mit einem Clicker trainiert wurde.
Erste kommerzielle Anwendung 1943 Keller und Marian Breland, ehemalige Studenten Skinners, gründen die Firma ABE (Animal Behavior Enterprise), in die unterschiedlichsten Tiere zu Kunststücken (Film- später TV-Spots, Jahrmarktsveranstaltungen) ausgebildet wurden. Sie beobachteten die natürlichen Grenzen der operanten Konditionierung („The Misbehavior of Organisms“
K. und M. Breland 1961, Am. Psychol.6:202-204).
Erste Beschreibung 1951 Skinner schrieb 1951 den Artikel „How to Teach Animals“ im Scientific American 185:26-29 , in dem er explizit die Benutzung eines Clickers als konditionierten Bestärker und den Prozess des Shapings darstellt.
Erstes Buch 1961 Der experimentelle Psychologe L.F. Whitney beschrieb in seinem Buch „Dog Psychology: The Basis of Dog Training“ 1961 (New York, Evans) und dto. 1963 (New York, Howell) das Training mit Locken und mit dem Clicker auf der Grundlage Pawlowscher und Skinnerscher Erkenntnisse.
Erstes Buch mit Clicker 1978 Ray Berwick, der für die Universal Studios Tiere trainierte, veröffentlichte 1978 das Buch „How to train your Pet like a Television Star“ (Los Angeles, Armstrong), in dem er verschiedene Clicker-Prozeduren darstellt. Dem Buch war ein kleiner Blech-Clicker beigegeben.
Karen Pryor 1984 Richtig populär wurde der Clicker aber erst durch die Veröffentlichungen von Karen Pryor. „Don´t shoot the dog“ das (mit copyright 1984) 1985 bei Bantam erschien. Viele, die schon mit positiven Methoden arbeiteten, bezeichneten es als ihre Erleuchtung.
Gary Wilkes
Bob und Marian Bailey
Steven? King
Steve(n) White
Morgan Spector

Clicktrain-Liste

In den USA kam Gary Wilkes als Praktiker hinzu, der mit Karen Pryor einige Seminare abhielt. Seine Videos und seine zahlreichen Postings in den Diskussionsgruppen clicktrain hatten einen großen Einfluss auf die Verbreitung. In den Diskussionsgruppen nahmen anfangs auch Bob und Marian Bailey, frühere Studenten Skinners aus den vierzigern lebhaft Anteil. Diese dank des Internets
weltweiten Diskussionen verbreiteten die Kenntnisse sowie Ideen und Vorschläge zu konkreten Problemen sehr schnell unter den an Lernvorgängen interessierten. Steven King, der mit Vögeln trainierte und Steve White, der Polizeihunde ausbildete, steuerten stets herausragende Beiträge bei, ebenso wie Morgan Spector für das Obedience-Trainings.
1. Treffen USA 1985 Erstes DSTD-Treffen (Don´t shoot the dog) in San Francisco
Yorkie.ch und Hunde Revue 1996/97 Erste Verbreitung in Deutschland über yorkie.ch und über die Zeitschrift Hunde Revue (Martin Pietralla)
1. Treffen Deutschland 1998 Erstes Treffen von Clicker-Neugierigen in Frankfurt Obersheim

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