15 Regeln für den Anfang

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Clickertraining ist ein neuer, wissenschaftlich begründeten Weg, um Dich mit Deinem Tier zu verständigen. Es ist leichter zu lernen als das übliche, auf Kommandos basierende Training. Du kannst jeden Hund trainieren, egal wie alt er ist. Welpen lieben es. Alte Hunde lernen neue Tricks (entgegen dem Sprichwort!) Du kannst Katzen, Vögel und andere Haustiere ebenso damit trainieren.

Mach Dir zu Anfang keine Gedanken darüber, wie Du ein Verhalten loswerden könntest, das Du nicht magst. Fang lieber mit etwas an, was Du Deinem Hund schon immer beibringen wolltest. Schreib Dir Notizzettel, was der Hund getan hat, als Du anfingst. Notiere einen Tage später, was Du erreicht hast. Du wirst staunen, welche Fortschritte Dein Hund gemacht hat! Dann kannst Du Dich selbst für die Fortschritte Deines Hundes belohnen.

Hier steht Banner w200-rightHier ein paar einfache Regeln um anzufangen:

  • Drücke den Clicker kurz, so daß er sein Klick-Klack macht. Gib ein Leckerle. Nimm nur kleine aber gerade zu Beginn besonders schmackhafte; kleine Stückchen Hühnchenfleisch, nicht irgendwelches trocken Brot.
  • Clicke während des gewünschten Verhaltens, nicht danach. Das Timing des Clicks ist der springende Punkt. Sei nicht enttäuscht, wenn der Hund sein Verhalten beendet, sobald er das “Click” hört. Das “Click” beendet das Verhalten. Gib danach das Leckerle. Das Timing dafür ist unwichtig.
  • Clicke, sobald der Hund etwas tut, was Dir gefällt. Wähle zunächst etwas einfaches, was der Hund von selber tut. (Z.B. sitz, komm zu mir, stups die Nase an meine Hand, hebe die Pfote, gehe durch eine Tür, lauf ganz nahe bei mir.)
  • Clicke einmal (rein-raus). Wenn Du besondere Freude anzeigen möchtest, gib ihm mehr Leckerle, nicht mehr Clicks.
  • Halte die Übungen kurz. In drei Sitzungen zu je fünf Minuten lernt man mehr, als während einer Stunde langweiliger Wiederholungen. Du kannst einen bemerkenswerten Erfolg erzielen und Deinem Hunde viele neue Dinge beibringen, wenn Du jeden Tag einige Clicks hier und da in die tägliche Routine einflichst.
  • Du kannst ein schlechtes Verhalten in Ordnung bringen, indem Du ein gutes Verhalten bestärkst. Click Deinem Welpen, wenn er sein Geschäft am rechten Ort erledigt, clicke, wenn er die Pfoten auf dem Boden hat, nicht an dem Besuch. Statt ihn fürs Bellen auzuschimpfen, clicke, wenn er ruhig ist. Leinenzerren wirst Du los, wenn Du in den Momenten clickst, in denen die Leine schlaff ist.
  • Clicke für freiwillige (zufällige) Bewegungen in Richtung auf Dein Ziel. Du kannst den Hund in eine Bewegung oder Position schmeicheln und locken, aber ziehe und drücke ihn nicht und halte ihn nicht fest. Übe ohne Leine. Wenn Du Sie zu Sicherheit brauchst, dann befestige Sie an Deinem Gürtel oder hänge Sie an Deinen Arm, aber benutze Sie nicht als Hilfsmittel.
  • Warte nicht auf das perfekte Verhalten, das vollständige Bild. Click und Belohnung für kleine Bewegungen in die richtige Richtung. Wenn der Hund sitzen soll und beginnt, hinten zu ducken: click. Du möchtest, daß er kommt, wenn du rufst? Ein paar Schritte in Deine Richtung: Click.!
  • Verfolge Dein Ziel weiter. Wenn Du gute Reaktionen siehst – der Hund legt sich von selbst, kommt zu Dir oder sitzt wiederholt – dann verlange mehr. Warte ein paar Takte, bis der Hund etwas länger liegen bleibt, etwas näher herankommt, etwas schneller sitzt. Click! Das nennt man “Shaping” (Formen) eines Verhaltens.
  • Wenn der Hund gelernt hat, daß er für das Click etwas tun muß, beginnt er spontan, Dir das Verhalten zu zeigen, um das Click zu bekommen. Nun ist es an der Zeit, das Signal dafür einzuführen, ein Wort oder ein Handzeichen. Fang an, dieses Verhalten zu clicken, wenn es nach oder während des Signals erscheint. Beginne, es zu ignorieren, wenn das Signal nicht gegeben wurde.
  • Verzichte auf das Herumkommandieren.. Clickertraining beruht nicht auf Kommandos. Wenn Dein Hund auf ein Signal nicht reagiert, ist er nicht “ungehorsam”, er hat das Signal noch nicht vollständig gelernt! Finde einfachere Umstände, um das Signal zu geben und das Verhalten zu clicken.
  • Habe stets einen Clicker dabei und “fange” pfiffiges Verhalten ein, wie Kopfschüttteln, Schwanzfangen, Pfote hochhalten. Du kannst für viele verschiedene Verhaltensweisen clicken, wann immer Du Sie bemerkst, ohne den Hund zu verwirren. Wenn Du mehrere Hunde hast, dann trainiere Sie nacheinander ohne den anderen.
  • Wenn Du ärgerlich wirst, leg den Clicker zur Seite. Vermische Schimpfen, Leinenreißen, und “Korrektur”-Trainig nicht mit dem Clickertraining. Du verlierst sonst vielleicht das Vertrauen des Hundes in den Clicker und vielleicht auch in Dich.
  • Wenn Du keinen Fortschritt mit einem bestimmten Verhalten erzielst, clickst Du wahrscheinlich zu spät. Genaues Timing ist wichtig. Laß Dich von jemand anderem beobachten. Laß ihn vielleicht einige Male für Dich clicken.
  • Hab vor allem Spaß! Clickertraining ist eine wunderbare Methode, Deine Beziehung zu Deinem Hund zu bereichern.

Übersetzung aus der englischsprachigen Homepage von Karen Pryor:
http://www.clickertraining.com

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